Am Morgen: Daimler, MTU, Airbus, Credit Suisse, Nestle im Fokus - Nord LB Kolumne

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19.02.2021 08:45 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter  | 4investors auf: Twitter | Google News | Facebook

Die deutsche Industrie konnte im Dezember mit +0,3% den siebten Monat in Folge einen steigenden Auftragsbestand vorweisen. Dabei nahmen die offenen Aufträge aus dem Inland um 0,1% zum Vormonat zu, die aus dem Ausland um 0,3%. Im Vergleich zum Februar 2020 ist der Bestand inzwischen saison- und kalenderbereinigt um 3,6% höher.

Ungeachtet der diversen Lockdowns ist die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland in Q4/2020 um 0,3% zum Vorquartal auf rund 44,8 Mio. Personen angestiegen. Ein Anstieg sei am Jahresende üblich, hieß es. Im Vergleich zu Q4/2019 ging die Zahl um 1,6% zurück.

Rentenmarkt
Am deutschen Anleihenmarkt sind die Kurse am Donnerstag nach einem guten Start leichter aus dem Handel gegangen. Die Kurse von US-Staatsanleihen waren weiter von einer Nervosität der Anleger geprägt. Inflationssorgen haben sich in den Hinterköpfen der Anleger festgesetzt. Andere US-Konjunkturdaten fielen gestern gemischt aus und konnten die Kurse nicht entscheidend bewegen. Während sich die Stimmung in den Industriebetrieben der Region Philadelphia weniger stark als erwartet eingetrübt hat, sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe zuletzt überraschend hoch ausgefallen.

Aktienmarkt
Die Tendenz am deutschen Aktienmarkt blieb nach zwei schwachen Tagen weiter verhalten. Geschäftszahlen von Unternehmen wie MTU, Airbus, Hochtief und Varta konnten keinen Rückenwind entfachen. Im Gegenteil, die Kurse reagierten mit teils herben Verlusten. K+S musste einen Kurseinbruch von 14,31% verkraften. Die Finanzaufsichtsbehörde Bafin hat eine Prüfung des Konzernabschlusses 2019 veranlasst.

Überraschend viele Anträge auf Arbeitslosenhilfe haben die Anleger an den US-Börsen verunsichert. Sie trennten sich vor allem von Technologiewerten wie Apple, Microsoft und Alphabet, die seit März 2020 zu den Favoriten der Börsenrally zählten. Nikkei 225 schwächer nach Gewinnmitnahmen (30.017,92 Pkt).

Unternehmen
Daimler konnte trotz Rückgängen bei Absatz (-15%) und Umsatz (-11% auf 154,3 Mrd. EUR) ein deutlich über dem Vorjahr liegendes Ergebnis erzielen. Das EBIT stieg u.a. aufgrund strenger Kostendisziplin sowie einer starken Entwicklung in allen Geschäftsbereichen um 53% auf 6,6 Mrd. EUR. Unter dem Strich verdiente der Autohersteller 4,0 (2,7) Mrd. EUR. Für dieses Jahr rechnet Daimler damit, dass Absatz, Umsatz und Betriebsergebnis deutlich über dem 2020-er Niveau liegen werden.

MTU musste 2020 nach vorläufigen Zahlen einen Erlösrückgang auf 3,977 (4,628) Mrd. EUR hinnehmen. Der bereinigte Betriebsgewinn sank deutlich auf 416 (757) Mio. EUR, der Gewinn nach Steuern lag bei 294 (538) Mio. EUR. Für das lfd. Jahr erwartet CEO Winkler eine beginnende Erholung in der Branche und rechnet mit einem Umsatz zwischen 4,2 und 4,6 Mrd. EUR.

Airbus konnte das abgelaufene Jahr trotz eines Umsatzeinbruchs auf 49,9 Mrd. EUR (-29%) operativ mit einem Gewinn abschließen. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) lag bei 1,71 (6,95) Mrd. EUR. Netto musste Airbus u.a. wegen Kosten für Stellenabbau jedoch erneut einen Verlust von -1,13 (-1,36) Mrd. EUR ausweisen. Für 2021 stellte CEO Faury ein bereinigtes EBIT von 2 Mrd. EUR in Aussicht.

Auch wenn Rückstellungen für einen Rechtsstreit und ein Wertverlust einer Hedge-Fonds-Beteiligung in Q4 belasteten, hat die Credit Suisse im Gesamtjahr 2020 einen Reingewinn von 2,67 (3,42) Mrd. CHF eingefahren.

Nestle ist 2020 dank einer hohen Nachfrage nach Tierfutter und Gesundheitsprodukten sowie gut laufenden Geschäften in der Region „Americas“ organisch um 3,6% gewachsen. Bereichsverkäufe und negative Wechselkurseffekte sorgten allerdings für einen Umsatzrückgang um knapp 9% auf 84,34 Mrd. CHF. Der Reingewinn sank um 3% auf 12,2 Mrd. CHF.

Devisen
Der Euro hat am Nachmittag von deutlich höher als erwartet ausgefallenen Erstanträgen auf US-Arbeitslosenhilfe profitiert und einen Teil der Vortagesverluste aufholen können.

Öl / Gold
Die Ölpreise haben zunächst von den rückläufigen Lagerbeständen in den USA profitiert, bevor im weiteren Verlauf eine Gegenbewegung zu den Kursgewinnen der letzten Tage einsetzte. Gold hat die Abwärtsbewegung stoppen können und freundlicher geschlossen.

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