Rally beim Platinpreis - Commerzbank Kolumne


12.02.2021 09:01 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter auf Twitter 

Im Sommer 2020 kostete Gold rund 1.000 $/Feinunze mehr als Platin und war damit gut doppelt so teuer. In den letzten Monaten hat Platin den Preisabstand auf ca. 600 $/Feinunze verringert, ist historisch aber immer noch relativ günstig. Der durchschnittliche Preisaufschlag zu Gold betrug 20%. Die Gründe für die aktuelle Preisstärke von Platin sind das Investmentinteresse und die Erholung der Automobilproduktion sowie die reduzierten Lagerbestände nach den hohen Produktionsausfällen 2020. Im laufenden Jahr wird sich die Produktion zwar deutlich erholen, aber hält die hohe Investmentnachfrage an, ist mit einem erneuten Defizit zu rechnen.

Anleihen


Großbritannien: BIP (4. Quartal), 08:00 Uhr
USA: Verbrauchervertrauen Michigan (Feb), 14:30 Uhr

Die EU-Kommission legte gestern die neuen Konjunkturprognosen vor und gibt sich für 2021 und 2022 mit einer BIPPrognose von je +3,8% (vorher 4,2% und 3,0%) für den Euroraum durchaus optimistisch. Begründet wird der positive Ausblick vor allem mit dem Start des Impfprogramms gegen Corona. Insbesondere in der zweiten Jahreshälfte 2021 rechnet die EU-Kommission mit einer dynamischen Erholung. Im ersten Quartal haben laut Kommission die erneut steigenden Fallzahlen und neue ansteckendere Virus-Varianten viele Mitgliedstaaten zu erneuten oder schärferen Eindämmungsmaßnahmen gezwungen. Deshalb dürfte die Wirtschaftsleistung zunächst zurückgehen. Im Euroraum als auch in der EU sollte die gesamtwirtschaftliche Produktion aber ihr Vorkrisenniveau früher wieder erreichen, als in der Herbstprognose 2020 erwartet worden war, vor allem weil in der zweiten Jahreshälfte 2021 und im Jahr 2022 nun eine stärkere Wachstumsdynamik prognostiziert wird. Die Staatsanleihen tendierten gestern nach dem Renditenanstieg am Montag und Dienstag in Europa recht freundlich. Vor allem italienische Staatsanleihen setzten ihren positiven Trend fort. Die Rendite 10-jähriger Staatsanleihen fiel gestern erstmals unter 0,46% und erreichte ein neues Rekordtief. Seit Jahresbeginn ging sie um 8 Basispunkte zurück, die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen stieg dagegen im gleichen Zeitraum um 10 Basispunkte an. Damit bekommt der ehemalige EZB-Chef Mario Draghi viel Vorschusslorbeeren. Er wurde vom italienischen Präsident Matarella beauftragt, eine Übergangsregierung zu bilden. Neben der Verteilung der EUCoronahilfen hofft man auf Strukturreformen in Italien. Alle Parteien, jetzt auch die 5-Sterne-Bewegung, signalisieren ihre Unterstützung. Draghi gilt vor allem durch seine Tätigkeit als EZB-Präsident als gut vernetzt.

Aktien


ING Groep, Jahreszahlen

Nach zwei schwächeren Handelstagen an den europäischen Aktienbörsen stieg die Anlegerstimmung am Donnerstag wieder etwas an. Fed-Chef Powell hatte die aufkommenden Inflationssorgen und somit die Angst vor höheren Zinsen im Keim erstickt. Die Verlängerung der Kontaktbeschränkungen in Deutschland war insgeheim erwartet worden und hatte so keinen wesentlichen Einfluss auf das Marktgeschehen. Im deutschen Handel standen die Aktien der Sportartikelproduzenten nach Kaufempfehlungen einer Investmentbank im Fokus. So eroberten im Dax 30 die Titel von Adidas (+5,1%) und im MDax die Anteilscheine von Puma (+4,0%) vordere Plätze in den Performancelisten. Dagegen konnten die Papiere der Deutschen Börse (+0,4%) kaum von den vorgelegten Rekordzahlen im vergangenen Geschäftsjahr profitieren. Im Leitindex des Euroraums, dem EUROSTOXX 600, führte ganz klar die Informationstechnologie (+2,4%) die Branchenwertung an. Stärkster Einzelwert war nach einer Kurszielanhebung eines Brokers die Aktie des Zahlungsabwicklers Adyen (+5,7%). An der Wall Street eröffnete der Dow Jones Industrial mit einem neuen Rekordhoch, konnte dieses Niveau aber nicht halten und schloss letztendlich nahezu unverändert. Für einen Dämpfer sorgten Befürchtungen über zunehmende Spannungen zwischen China und dem Westen. Auch hier rückten Technologiewerte (+1,1%) in den Fokus, während der zuletzt starke Energiesektor (-1,5%) unter Abgabedruck geriet. Für Kursbewegungen auf Einzelwertebene sorgte die laufende Berichtssaison. Besonders positiv in Szene setzten sich nach besser als erwarteten Gewinnen die Aktien des Ketchup-Herstellers Kraft Heinz (+4,9%). Die Titel von Pepsico (-2,0%) hingegen tendierten nach der Zahlenvorlage schwächer. Während einige asiatische Börsen weiterhin feiertagsbedingt geschlossen blieben, verbuchte der japanische Leitindex Nikkei 225 heute Morgen leichte Verluste.
Daten zum Wertpapier: Konjunktur

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

Lesen Sie mehr zum Thema Konjunktur im Bericht vom 12.02.2021

Am Morgen: Volkswagen, Bilfinger, Walt Disney, ArcelorMittal und Zurich im Fokus - Nord LB Kolumne

Der Präsident des DIW, Fratzscher, fordert weitere Wirtschaftshilfen in der Corona-Krise. „Die Bundesregierung wird in den kommenden Monaten ein weiteres Wirtschaftsprogramm auflegen müssen”, sagte er. Das Geld, das der Staat jetzt ausgebe, sei bestens investiert. Die deutschen Großhandelspreise sind im Januar um 2,1% gegenüber dem Vormonat gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr blieben sie unverändert. Die anhaltenden Lockdowns haben die EU-Kommission veranlasst, ihre Wachstumserwartung für 2021 zu reduzieren. Im Zuge von Verzögerungen bei den Impfkampagnen könne sich die konjunkturelle Erholung verzögern und die Dauer von Lockdowns in die Länge ziehen, erklärte die Kommission. Die aktuelle Prognose sieht für den Euro-Raum beim BIP nur einen Anstieg von 3,8% (bisher: +4,2%) vor, für 2022 wird dafür ebenfalls ein Plus von 3,8% (3,0%) erwartet. Für Deutschland rechnet die Kommission in 2021 mit einem Zuwachs von 3,2%, 2022 ... diese News weiterlesen!

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