Zäh wie die gesamte Pandemie: Versicherer leiden, aber immer weniger - Commerzbank Kolumne

Versicherungen und COVID-19: Neue Verträge exkludieren deutlicher als bisher oder versichern Auswirkungen einer Pandemie begrenzt zu Prämienaufschlägen. Bild und Copyright: Alexander Kirch / shutterstock.com.

Versicherungen und COVID-19: Neue Verträge exkludieren deutlicher als bisher oder versichern Auswirkungen einer Pandemie begrenzt zu Prämienaufschlägen. Bild und Copyright: Alexander Kirch / shutterstock.com.

02.02.2021 09:19 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter  | 4investors auf: Twitter | Google News | Facebook

Das Jahresende bzw. die Zahlen zum Jahresabschluss werden es noch einmal zeigen: Auch schadenseitig ist die Pandemie für Versicherer noch nicht ausgestanden. So dürfte es für beide Sparten – Schaden- & Unfall(Rück)versicherung und Leben(Rück)versicherung – erneut deutliche Belastungen aus Covid-19 geben. Und drohende Absagen (Fußball-EM, Olympische Spiele) könnten für weitere Nachreservierungen in 2021 sorgen. So völlig entspannt wie zu Beginn der Krise vor einem Jahr sind Versicherer daher nicht mehr. Nicht immer waren Versicherungsverträge offenbar eindeutig im Hinblick auf den Ausschluss von Pandemie-Schäden. Streitfälle dürften öfter außergerichtlich beigelegt worden sein. Gerichtlich zumindest wurde vor allem in den USA sehr häufig zu Gunsten der Versicherer entschieden. Gleichwohl lässt der Ausblick hoffen. Neue Verträge exkludieren deutlicher als bisher oder versichern Auswirkungen einer Pandemie begrenzt zu Prämienaufschlägen. So gilt es, schadenseitig noch eine kleine Durststrecke zu überwinden, dann sieht es wieder freundlicher aus.

Anleihen


Australien: Zinsentscheidung Zentralbank, 4:30 Uhr
Euroraum: Bruttoinlandsprodukt (4. Quartal), 11 Uhr

Die Stimmung der Industrieunternehmen im Euroraum trübte sich im Januar angesichts verschärfter Corona-Beschränkungen ein. Der vom Marktforschungsinstitut IHS Markit erhobene Einkaufsmanagerindex für die Industrie fiel im Vergleich zum Vormonat um 0,4 auf 54,8 Punkte, blieb damit aber über der Erstschätzung von 54,7 Punkten. Da die Länder Spanien und Italien keine Erstschätzung veröffentlichen, lagen deren Werte gestern im Fokus. So überraschte Italien positiv, denn hier stieg der Indikator kräftig von 52,8 auf 55,1 Punkte. In Spanien sank hingegen der Wert und signalisiert mit 49,3 Punkten wieder einen Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität. Enttäuschend lief es im deutschen Einzelhandel im Dezember. Dort brachen die Umsätze gegenüber November laut Statistischen Bundesamt um 9,6% ein. Ausschlaggebend hierfür war, dass die meisten Geschäfte einen Großteil des Monats schließen mussten. Auch eine kräftige Ausweitung des Internethandels konnte den Rückgang nicht ausgleichen. Besonders schlecht lief der Handel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren, dessen Umsatz um 40% einbrach. Da die Geschäftsschließungen wohl noch einige Zeit anhalten werden, sind vorerst auch keine deutlich besseren Zahlen zu erwarten. Die deutsche Wirtschaft dürfte nach der annähernden Stagnation im Schlussquartal 2020 (BIP-Wachstum +0,1% Q/Q) im ersten Quartal dieses Jahres wohl deutlich geschrumpft sein. Wir rechnen derzeit mit einem Minus von knapp 2%. Die durch Privatanleger ausgelöste Silber-Hausse setzte sich auch in der neuen Woche zunächst fort. Lag der Preis am Donnerstag noch bei rund 25 US-Dollar je Feinunze, stieg er zwischenzeitlich auf über 30 USD an. Dies ist der höchste Stand seit fast acht Jahren. Am Nachmittag setzten jedoch Gewinnmitnahmen ein und der Preis sank auf rund 29 USD.

Aktien


Alibaba Group, Ergebnis Q3
Alphabet, Amazon, Amgen, Ergebnis Q1
BP, Ergebnis Q4
ExxonMobil, Pfizer, UPS, Ergebnis Q4
Siemens Energy, Ergebnis Q1

Das Auf und Ab an den internationalen Aktienbörsen setzt sich auch im Februar vorerst weiter fort. Nachdem zum Wochenschluss noch deutliche Kursverluste zu Buche standen, fand am Montag wieder eine Erholung statt. Einerseits erhofften sich die Anleger eine Verbesserung des schleppenden Impfverlaufs als auch ein behördliches Einschreiten beim Kräftemessen zwischen organisierten Kleinanlegern und professionellen Hedgefonds, das aktuell massive Kursturbulenzen bei Einzeltiteln zur Folge hat. Im Dax 30 standen die Titel der Immobilienkonzerne Deutsche Wohnen (+3,5%) und Vonovia (+2,5%) im Fokus, beflügelt durch die Branchenstudie einer Investmentbank. Dagegen verbuchten die Gesundheitstitel Fresenius (-1,9%) und FMC (-3,3%) deutlichere Abschläge. Im EUROSTOXX 50 hingegen führten die Titel von Philips (+3,5%), des Spezialisten für Gesundheits-Technologie, zusammen mit dem IT-Titel ASML die Performanceliste an. Auf Branchenebene setzten sich im Euroraum Informationstechnologie und Finanzdienstleister (je +2,4%) positiv in Szene. Einzig der Öl & Gas-Sektor (-0,4%) verzeichnete leichte Verluste. Auch an der Wall Street erholten sich die Indizes deutlich von den am Freitag erlittenen Verlusten. Hier rückten einerseits wieder die Topperformer des letzten Jahres, Gebrauchsgüter (+2,8%) und IT (+2,5%), in den Fokus, andererseits setzte auch die defensive Branche Immobilien (+2,3%) ihre relative Stärke aus der Vorwoche weiter fort. Da inzwischen Silber als neues Spekulationsziel erkoren wurde, standen die Aktien von Silberproduzenten im Mittelpunkt des Marktinteresses. Die asiatischen Börsen setzten heute Morgen die Erholung vom Wochenstart in der Breite weiter fort.
Daten zum Wertpapier: Commerzbank
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Lesen Sie mehr zum Thema Commerzbank im Bericht vom 02.02.2021

Am Morgen: Siemens Healthineers, Stabilus und Ryanair im Fokus - Nord LB Kolumne

Die Stimmung unter chinesischen Unternehmen blieb auch im Januar positiv. Die Umfragen von CFLP und Caixin hielten sich im Expansionsbereich von über 50 Punkten, sie gaben aber den nun zweiten Monat in Folge nach. Insbesondere der Erholungsprozess im Dienstleistungssektor und im Export scheint mittlerweile doch stärker an Dynamik zu verlieren. Wenngleich China die Coronakrise wirtschaftlich gut gemeistert hat, müssen, um die Infektionszahlen niedrig zu halten, Millionenstädte abgeriegelt und über technologische Instrumente jegliche freiheitlichen Rechte der Bürger eingeschränkt werden. Das das ist offenbar der Preis, über den in China nur wenige (laut) jammern! Der Lockdown hat das Weihnachtsgeschäft des deutschen Einzelhandels empfindlich gestört. Der Umsatz sank im Dezember überraschend stark um 9,3% (preisbereinigt: -9,6%) zum Vormonat, teilte das Statistische Bundesamt mit. Dies war der stärkste Rückgang seit Beginn der Statistik 1994. Nach Schätzungen des ... diese News weiterlesen!

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