BioNTech, Moderna & Co: Jahrestag des ersten Coronavirus-Falls in Deutschland: Eine Biotech-Bilanz - DWS

Noushin Irani, Fondsmanagerin des DWS Biotech: „Bleiben in den kommenden Wochen und Monaten die Rückschläge aus, lässt sich sagen, dass die Menschheit jetzt auf weitere Pandemien besser vorbereitet ist, mit den denen wir in Zukunft verstärkt rechnen müssen.“ Bild und Copyright: Alexander Kirch / shutterstock.com.

Noushin Irani, Fondsmanagerin des DWS Biotech: „Bleiben in den kommenden Wochen und Monaten die Rückschläge aus, lässt sich sagen, dass die Menschheit jetzt auf weitere Pandemien besser vorbereitet ist, mit den denen wir in Zukunft verstärkt rechnen müssen.“ Bild und Copyright: Alexander Kirch / shutterstock.com.

27.01.2021 13:42 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter auf Twitter 

Diese Woche jährt sich der erste bestätigte Coronavirus-Fall in Deutschland. „In diesen zwölf Monaten hat sich in Diagnostik, Therapeutik und Impfstoffentwicklung in Rekordzeit Erstaunliches getan“, sagt Noushin Irani, Fondsmanagerin des DWS Biotech. In der Impfstoffentwicklung beispielsweise sei der Durchbruch für die mRNA-Technologie geschafft worden, die sich als grundsätzlich sicher und effektiv erwiesen habe.

Besonders überraschend sei dabei gewesen, dass es vergleichsweise kleinen und mit wenig Kapital ausgestatteten Unternehmen wie Biontech und Moderna gelungen sei, jeweils mehrere zehntausend Probanden für ihre Studien zu rekrutieren. „Damit wurde eine Plattform etabliert, die nicht nur im Kampf gegen das Coronavirus eingesetzt werden kann, sondern auch in der Onkologie und der Immunologie, etwa bei Autoimmunkrankheiten“, sagt sie. So habe Biontech kürzlich frühe positive Daten zu einem Multiple-Sklerose-Mausmodell vorgestellt, die darauf hindeuteten, dass sich mithilfe der mRNA-Technologie etwa der Krankheitsverlauf aufhalten lasse. Nach Einschätzung der Fondsmanagerin entsteht so auf Basis der mRNA-Plattform derzeit eine vollkommen neue Medikamentenklasse.

Das Zusammenrücken von Mensch und Tier könnte weitere Pandemien begünstigen

Beeindruckt habe sie auch, in welchem Tempo gleich mehrere Anbieter unterschiedliche Testverfahren entwickelt, hergestellt und ausgeliefert hätten - vom PCR-Labortest bis hin zu Selbsttests und Schnelltests. „Und das ja nicht nur für eine kleine Patientengruppe, sondern in der Größenordnung von Milliarden Tests“, betont die Biotechnologin. Außergewöhnlich schnelle Reaktionen seien ebenfalls in der Therapeutik zu beobachten gewesen. Dort hätten Unternehmen entweder speziell auf das Coronavirus zielende Antikörper und Mischungen von Antikörpern entwickelt oder bereits zugelassene Medikamente wie das ursprünglich zur Bekämpfung von Ebola- und Marburgfieber bestimmte Remdesivir auf seine Wirksamkeit gegen das Coronavirus getestet und dank Notfallzulassung zügig zur Verfügung gestellt.

„Bleiben in den kommenden Wochen und Monaten die Rückschläge aus, lässt sich sagen, dass die Menschheit jetzt auf weitere Pandemien besser vorbereitet ist, mit den denen wir in Zukunft verstärkt rechnen müssen“, so die Fondsmanagerin. Wenngleich die Ursache der Coronavirus-Pandemie nicht geklärt sei, könnte der weltweite Handel mit exotischen Tieren, die als Delikatessen auf den Esstischen landeten, weitere Pandemien begünstigen. Ein weiterer Faktor könne sein, dass Mensch und Tier beispielsweise durch die Abholzung der Urwälder immer enger zusammenrückten.

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