Am Morgen: BASF, Ceconomy, Netflix, Goldman Sachs, Richemont im Fokus - Nord LB Kolumne

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Netflix hat in Q4 deutlich mehr Kunden gewonnen als erwartet. Bild und Copyright: Alexander Kirch / shutterstock.com.

21.01.2021 08:34 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter auf Twitter 

Folgen des aktuellen Lockdowns für die Wirtschaft: Nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung
(DIW) soll allein durch den zweiten Lockdown bis Ende Januar die Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um 1,8% oder knapp 60 Mrd. EUR zurückgehen. Nach Angaben von DIW-Chef Fratzscher hat sein Institut allerdings noch nicht berechnet, um welche Summe die Verluste durch die Verlängerung des Lockdowns bis Mitte Februar steigen.

Die Preise im Euroraum sind im Dezember wegen günstigerer Energiepreise weiter gesunken. Die Inflationsrate lag bei minus 0,3%, womit eine erste Schätzung bestätigt wurde. Bereits in den Monaten September bis November war die Inflation negativ.

Rentenmarkt
Die Kursausschläge bei deutschen Staatsanleihen hielten sich zur Wochenmitte in engen Grenzen. Auch am US-Staatsanleihenmarkt ließen es die Anleger ruhig angehen. Die Kurse bewegten sich nur marginal.

Aktienmarkt
Am Tag der Amtsübergabe in den USA hat der deutsche Aktienmarkt eine freundliche Tendenz gezeigt. Die Anleger hoffen auf das geplante US-Konjunkturpaket. DAX +0,77%, MDAX +0,92%, TecDAX +1,29%. Im DAX waren Merck (-4,13%) ganz unten zu finden. Das Unternehmen musste eine Lungenkrebsstudie abbrechen.

Die Amtseinführung von Joe Biden wurde an der Wall Street mit neuen Rekordständen gefeiert. Dow Jones +0,83%, S&P-500 +1,39%, Nasdaq-Comp. +1,97%. Einen neuen Rekordstand erzielten auch die Aktien von Netflix (+16,85%). Die Anleger waren vom Kundenwachstum begeistert. Der Nikkei 225 stieg auf 28.757 Zähler, ein Plus von 0,82%.

Unternehmen
Nach vorläufigen Zahlen hat BASF in Q4/2020 sowohl bei den Erlösen als auch beim Ergebnis gegenüber dem Vorjahr zulegen können. Bei einem Umsatz von 15,905 (14,686) Mrd. EUR, der von einem verbesserten Absatz und gestiegenen Preisen getragen wurde, erhöhte sich das bereinigte Betriebsergebnis (EBIT) auf 1,113 (0,842) Mrd. EUR. Im Gesamtjahr lag der Umsatz den Zahlen zufolge bei 59,149 (2019: 59,316) Mrd. EUR, das bereinigte Ergebnis (EBIT) erreichte 3,56 (4,64) Mrd. EUR.

Dank eines guten Online-Geschäfts hat Ceconomy in Q1 des GJ 2020/21 den währungs- und portfoliobereinigten Umsatz auf Basis vorläufiger Zahlen um rund 11,4% gesteigert. Das Online-Geschäft habe im Quartal ein Umsatzwachstum von rund 117% verzeichnet, hieß es weiter. Ceconomy erwartet einen bereinigten operativen Ertrag (EBIT) von rund 346 (Vorjahr: 289) Mio. EUR. Der neue und verlängerte Lockdown macht nach Unternehmensangaben den Ausblick für das Gesamtjahr unsicherer. Ceconomy werde daher die Unternehmensziele "kontinuierlich neu bewerten", teilte der Elektronikhändler mit.

Der Schweizer Luxusgüterkonzern Richemont hat trotz der Corona-Einschränkungen in Q4 die Verkaufserlöse um 1% auf 4,186 Mrd. EUR erhöhen können. Zweistellige Zuwächse im Onlinegeschäft sowie den Region Asien-Pazifik und Naher Osten glichen Einbußen in Europa, Amerika und Japan mehr als aus.

Netflix hat in Q4 deutlich mehr Kunden gewonnen als erwartet. Die zahlenden Abonnenten nahmen um 8,51 Millionen zu. Insgesamt hat der Streaming-Dienst nun knapp 204 Mio. zahlende Nutzer. Während der Umsatz deutlich auf 6,64 (5,47) Mrd. US-$ stieg, ging der Nettogewinn auf 542 (587) Mio. US-$ zurück. Hier belasteten hohe Investitionen.

Dank des weltweiten Börsenbooms konnte Goldman Sachs in Q4 den Nettogewinn auf 4,362 (1,724) Mrd. US-$ steigern. Neben den Handelserträgen trug auch das Geschäft mit Börsengängen zur positiven Entwicklung bei. Die Erträge verbesserten sich um 18% auf 11,741 Mrd. US-$.

Procter & Gamble erhöht dank einer gestiegenen Nachfrage nach seinen Produkten erneut die Ziele und erwartet nun für das GJ 2020/21 ein Umsatzplus von 5 bis 6% (bisher: 3 bis 4%). Der Gewinn je Aktie soll um 8 bis 10% (bisher: 5 bis 8%) wachsen.

Devisen
Der Euro konnte anfängliche Gewinne nicht halten und ist im Handelsverlauf leicht ins Minus gerutscht.

Öl / Gold
In Erwartung einer stärkeren konjunkturellen Unterstützung durch das im Raum stehende 1,9 Bio. US-$ schwere Hilfspaket haben sich die Ölpreise weiter nach oben entwickelt. Der Goldpreis hat am Mittwoch über 1% zugelegt.

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WKN: 552484
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