Am Morgen: Adler Modemärkte, Pfeiffer Vacuum, Shop-Apotheke und Teamviewer im Fokus - Nord LB Kolumne

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Vor allem die Sorge einer stärkeren Verbreitung der Coronavirus-Mutation hat die Anleger am deutschen Aktienmarkt veranlasst, Gewinne mitzunehmen. Bild und Copyright: Video Media Studio Europe / shutterstock.com.

12.01.2021 09:03 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter auf Twitter 

Nach einem Rückgang im November sind die Verbraucherpreise in China im Dezember wieder leicht angestiegen. Wie das chinesische Statistikamt mitteilte, lag die Inflation im Vergleich zum Vorjahresmonat bei +0,2%, gegenüber dem Vormonat stieg sie um 0,7%.

Die deutschen Maschinenbauer haben im November die Bestellungen gegenüber dem Vorjahresmonat insgesamt um 5% erhöhen können und damit erstmals wieder sowohl im Inland als auch im Ausland mehr Aufträge verbucht. Wie der Verband Deutscher Maschinen und Anlagenbau (VDMA) weiter mitteilte, seien die Aufträge aus dem Inland um 1% und die aus dem Ausland um 7% gestiegen. "Das Ergebnis ist erfreulich, selbst wenn dazu die schwache Vorjahresbasis einen großen Beitrag leistet", sagte VDMA-Chefvolkswirt Wiechers.

Rentenmarkt
Nach einem sehr ruhigen Vormittagshandel sind die Kurse der deutschen Staatsanleihen am Nachmittag deutlich abgerutscht. Hintergrund war der Zinsanstieg bei US-Anleihen. Die Kurse der US-Staatsanleihen zeigten auch zu Wochenbeginn Schwäche. Im Gegenzug stieg die Rendite der 10-jährigen Anleihe auf 1,15%.

Aktienmarkt
Vor allem die Sorge einer stärkeren Verbreitung der Coronavirus-Mutation hat die Anleger am deutschen Aktienmarkt veranlasst, Gewinne mitzunehmen. DAX -0,80%, MDAX -0,81%, TecDAX -0,59%. Fresenius (-2,94%) u. FMC (-2,04%) gerieten nach einem negativen Analystenkommentar auf die Verliererstraße.

Nach den Zuwächsen der Vorwoche nahmen die Anleger an den US-Börsen zum Wochenstart erst einmal Gewinne mit. Dow Jones -0,29%, S&P-500 -0,66%, Nasdaq-Comp. -1,25%. Twitter (-6,41%) und Facebook (-4,01%) gerieten nach der Sperrung des jeweiligen Trump-Accounts unter Verkaufsdruck. Der Nikkei 225 beendet den Handel kaum verändert mit 28.164.

Unternehmen
Die Adler Modemärkte haben Insolvenz angemeldet. Der Billig-Modehändler nannte die Corona-bedingte Schließung fast aller Verkaufsfilialen und den dadurch hervorgerufenen neuerlichen Umsatzeinbruch sowie eine Liquiditätslücke als Grund für die Pleite. Es sei nicht gelungen, frisches Geld von Investoren oder Staatshilfen zu bekommen, hieß es weiter. "Wir werden alles dafür tun, den Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten und Adler schnellstmöglich zu sanieren und wieder in eine positive Zukunft zu führen, sagte Vorstandschef Freude. Den ersten Lockdown im Frühjahr hatte Adler noch mit Kurzarbeit und einem mit einer Staatsbürgschaft gesicherten Kredit überstanden.

Pfeiffer Vacuum ist trotz der negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise gut durch das abgelaufene Jahr gekommen. Nachdem der Umsatz in Q4 nach vorläufigen Zahlen knapp über 162 Mio. EUR erreicht hat, werden für das Gesamtjahr Erlöse von 616 Mio. EUR erwartet. Dies sind nur knapp 3% weniger als im Vorjahr.

Das Geschäft der Shop-Apotheke ist 2020 stark gewachsen. Die Erlöse verbesserten sich um 38,1% auf 968,2 Mio. EUR teilte die Online-Apotheke mit. Die Zahl der aktiven Kunden habe im abgelaufenen Jahr um 1,6 Millionen auf 6,3 Millionen zugenommen, hieß es weiter. Auch der Start in das laufende Jahr sei mit einem anhaltend hohen Wachstumstempo gelungen.

Das Softwarehaus Teamviewer hat im vergangenen Jahr nach vorläufigen Zahlen seine abgerechneten Umsätze (Billings) dank der erhöhten Nachfrage durch die Corona-Krise deutlich gesteigert. 2020 seien die Billings um 40% auf 456 (Prognose: 450 – 455) Mio. EUR gestiegen, teilte der Anbieter von Fernwartungssoftware mit. Das Plus lasse sich auf ein starkes Neugeschäft sowie ein breiteres Produktangebot und mehr Vertragsverlängerungen durch Bestandskunden zurückführen, hieß es weiter. Ende des Jahres hatte Teamviewer 584.000 Abonnenten, was einem Zuwachs von knapp 26% gegenüber dem Vorjahr entspricht. "Für 2021 sind wir weiterhin sehr zuversichtlich, unseren Wachstumskurs fortzusetzen", sagte Finanzchef Gaiser.

Devisen
Der Renditeanstieg am US-Anleihemarkt hat die US-Währung gestärkt und im Gegenzug den Euro weiter sinken lassen.

Öl / Gold
Die Ölpreise haben sich vom steigenden US-$ und den hohen Corona-Neuinfektionszahlen nicht beeindrucken lassen. Der Goldpreis konnte seine Talfahrt etwas abbremsen.

Daten zum Wertpapier: Deutsche Börse
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Ticker-Symbol: DB1
WKN: 581005
ISIN: DE0005810055

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