BMW, Daimler, VW: E-Autos lösen in der nächsten Dekade „Verbrenner“-Autos ab - Commerzbank Kolumne

Nach Ansicht der Commerzbank sind die deutschen Unternehmen in Sachen E-Autos durchaus wettbewerbsfähig. Bild und Copyright: SP-Photo / shutterstock.com.

Nach Ansicht der Commerzbank sind die deutschen Unternehmen in Sachen E-Autos durchaus wettbewerbsfähig. Bild und Copyright: SP-Photo / shutterstock.com.

23.12.2020 09:08 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter auf Twitter 

Aufgrund der Klimadiskussionen sowie politisch vorgegebener Rahmenbedingungen nahm 2020 die Nachfrage nach E-Autos weltweit deutlich zu. Dies wurde zudem durch üppige staatliche Kaufprämien stark gefördert. Im Zeitalter der „Green-Deals“ (EU sowie USA unter Biden) werden E-Autos aufgrund der strikteren Emissionsvorgaben für Autos die „Verbrenner“ als marktführendes Segment zwischen 2030 bis 2040 ablösen. Diese Transformation der „Verbrennertechnologie“ zur E-Mobilität stellt kein Autovorstand mehr ernsthaft in Frage. Aktuell werden global die Weichen gestellt und u. E. sind die deutschen Unternehmen durchaus wettbewerbsfähig.

Anleihen


USA: Ausgaben der priv. Haushalte (Nov), 14:30 Uhr
USA: Bestellungen, langlebige Güter (Nov), 14:30 Uhr
USA: Neubauverkäufe (Nov), 16:00 Uhr

Nach der Verunsicherung zum Wochenstart – durch die vor allem in Großbritannien festgestellte neue Virusvariante – kehrte gestern die Risikoneigung der Anleger gestern wieder etwas zurück. Die Kurse von Bundesanleihen fielen zurück, die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen stieg von -0,59% zeitweise auf -0,57%, fiel aber auch wieder zurück. Positiv zur Marktstimmung mag das 900 Mrd. US-Dollar große US-Konjunkturpaket beigetragen haben. Das Paket umfasst: Hilfen für besonders betroffene Branchen wie Luftfahrt, Theater etc., ferner Lohnkostenzuschüsse, Hilfen für Kleinunternehmen und Einmalzahlungen von 600 Dollar pro Person bis zu einer bestimmten Einkommensgrenze. Zudem wird für einen begrenzten Zeitraum die Arbeitslosenhilfe um 300 Dollar je Woche erhöht. Damit wirken die Hilfen sehr direkt konjunkturunterstützend – u.a. über eine stärkere Konsumnachfrage – als die Programme der EU, die überwiegend auf eine Stärkung der Investitionen zielen (z.B. Klimaschutzprogramm). Die Gefahr, dass das EU-Programm aufgrund langer Vorlaufzeiten für die Investitionsprojekte sogar prozyklisch wirken könnte, ist somit groß. Entgegen den Analystenerwartungen ist die Verbraucherstimmung in den USA im Dezember abgesackt. Der Stimmungsindikator bewegt sich seit April stark schwankend in einem Band zwischen 85 und 105 Punkten. Die Aktivitäten am US-Wohnungsmarkt scheinen sich einzupendeln: Coronabedingt schwachen Wohnungsbaubeginnen und Hausverkäufen im Frühjahr folgten klar überdurchschnittliche Aktivitäten im Sommer. Nun könnten diese wieder auf den langfristigen Durchschnitt zurückfallen. Die Verkäufe von bestehenden Immobilien gingen im November saisonbereinigt um 2,5% zum Vormonat zurück.

Aktien


Keine relevanten Unternehmenstermine

Nach dem tiefroten Wochenbeginn konnten sich die europäischen Aktienmärkte gestern erholen. Diese „technische“ Reaktion auf die deutlichen Verluste hat auch mit einer nüchterneren Einschätzung der neuen „britischen“ Virus-Variante zu tun. Nach Panikmodus vom Vortag trat verstärkte Aufmerksamkeit an diese Stelle. Es besteht konkrete Hoffnung, dass die bisher zugelassenen Impfstoffe auch vor dem mutierten Virustyp Schutz bieten. Der DAX stieg um 1,3%, der Euro Stoxx 50 um 1,4%. Nachzügler bildete der britische FTSE 100, der nur um 0,6% zulegte. Hier belasteten neben der traurigen Rekordzahl an Neuinfektionen, der zumindest bis Mitternacht geltenden Abschottung der britischen Insel auch die weiter festgefahrenen Brexit-Verhandlungen. Die Fixierung auf volkswirtschaftlich völlig unbedeutende Fischereifragen könnte zu Milliardenkosten im Falle eines harten Brexits in 11 (!) Tagen führen. Beste Branche war IT (+2,3%) gefolgt von Versorgern (+1,3%). Am geringsten war der Anstieg des Grundstoffbereichs (+0,6%). Bester DAX-Wert war Infineon (+4%) dicht gefolgt von HeidelbergCement (+3,8%), wo ein Teilverkauf der Aktivitäten in USA kolportiert wurde. In den USA war die Marktstimmung verhaltener, hier gab es aber auch keinen schwachen Vortag. Der Dow Jones gab 0,7% ab, der S&P 500 mit -0,2% etwas weniger. Besser lief es an der Nasdaq (+0,5%). Hier wirkte sich das deutliche Plus des IT-Bereichs (+1,1%) aus. Apple (+2,9%) war entsprechend bester Dow-Wert. Hier entfachten Meldungen eines autonomen Fahrzeugs („I-Car“?) in 2024 Fantasie und Hoffnung auf Durchbruch bei der Batterietechnologie. Peloton (+12%) spürt die „pfundigen“ Folgen der Corona-Krise in guten Absatzzahlen seiner Heimtrainer und übernimmt einen Konkurrenten. In Asien verzeichnet Gewinne vor allem in Korea und China. Für Europa wird ein gehaltenes Niveau erwartet.
Daten zum Wertpapier: Volkswagen (VW) Vz.
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Ticker-Symbol: VOW3
WKN: 766403
ISIN: DE0007664039

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!
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