Schwellenländerbörsen weisen im November 2020 eine Underperformance aus - Commerzbank Kolumne

Emerging Markets: Für den stärksten Rückenwind sorgten Nachrichten über sehr gute Testergebnisse für mehrere Impfstoffe gegen Covid-19, die schon in naher Zukunft zum Einsatz kommen könnten Bild und Copyright: weltreisendertj / shutterstock.com.

Emerging Markets: Für den stärksten Rückenwind sorgten Nachrichten über sehr gute Testergebnisse für mehrere Impfstoffe gegen Covid-19, die schon in naher Zukunft zum Einsatz kommen könnten Bild und Copyright: weltreisendertj / shutterstock.com.

04.12.2020 09:09 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter  | 4investors auf: Twitter | Google News | Facebook

Nachdem die Schwellenländerbörsen im September und Oktober 2020 eine Outperformance sowohl gegenüber dem MSCI Developed Market-Index als auch gegenüber dem MSCI Welt-Index ausgewiesen haben, kehrte sich dieser Trend im November 2020 wieder um. Im Berichtsmonat gewann der MSCI EM-Index zwar 9,2%; der MSCI Developed Market-Index legte jedoch um 12,7% und der MSCI Welt-Index um 12,2% zu. Damit ergibt sich von Jan. bis Nov. 2020 eine leichte Underperformance für die Schwellenländeraktien (+8,1%) gegenüber dem MSCI Welt-Index (+9,4%) und dem MSCI Developed-Index (+9,5%). Verantwortlich für die beste Performance, die es auf Monatsbasis für globale Aktien jemals gegeben hat, zeichnen mehrere Faktoren. Für den stärksten Rückenwind sorgten Nachrichten über sehr gute Testergebnisse für mehrere Impfstoffe gegen Covid-19, die schon in naher Zukunft zum Einsatz kommen könnten. Die Wahl von Joe Biden als neuen US-Präsidenten beflügelte die Kauflaune der Investoren ebenso wie gute Makrodaten, vor allem in China, wo sich die konjunkturelle Erholung fortsetzt. Der US-Dollar büßte im November 2020 rd. 2,3% ein. Zahlreiche rohstoffaffine EM-Währungen wie der brasilianische Real (+7,2%), die seit Jahresbeginn 2020 stark unter Druck standen, erholten sich. Die Hoffnung auf eine deutliche Konjunkturerholung im Jahr 2021 führte im Berichtsmonat zu einer starken Nachfrage nach Rohstoffen. So stiegen die Preise für Öl und Kupfer um 27% bzw. um 12,8%. Gold verlor hingegen 5,4%. Auf EM-Sektorenebene wies der Energiebereich (+16,1%) die stärkste Performance aus, gefolgt von Rohstoffen und Finanzen (jeweils +15,5%). Die Bereiche Communication Services (+1,3%) sowie Gebrauchsgüter (+1,5%) hielten die rote Laterne. Value-Aktien erzielten ggü. Wachstums-Aktien die größte Outperformance (+6,5%) seit Juli 2000. Wir bestätigen zunächst unsere Regionengewichtung für EM-Aktien (global) mit Neutral.

Anleihen


Deutschland: Aufträge Industrie (Okt), 08:00 Uhr
USA: Arbeitsmarktbericht (Nov), 14:30 Uhr
USA: Aufträge Industrie (Okt), 16:00 Uhr

Nach dem Renditeanstieg in der ersten Wochenhälfte setze gestern wieder eine Gegenbewegung ein. Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen fiel um 4 Bp. auf minus 0,55%. Den Trend fortgesetzt hat dagegen der Euro, der sich weiter aufwertet und jetzt um die Marke von 1,2150 US-Dollar pendelt. Der Euro hat sich seit Jahresbeginn um gut 8,5% ggü. dem US-Dollar aufgewertet. Zur Schwäche neigt dagegen das britische Pfund. Es gibt immer noch keinen Durchbruch bei den Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU über ein Freihandelsabkommen, allerdings wird die Zeit dafür knapp. Spätestens beim EU-Gipfel am 10. Dezember sollte ein Abkommen vorliegen, denn sonst bliebe zu wenig Zeit für die Ratifizierung in den nationalen Parlamenten. EU-Chefunterhändler Michael Barnier hat es abgelehnt Einblicke in die Verhandlungsergebnisse zu geben. Frankreich teilte mit, möglicherweise ein Veto einlegen zu wollen, wenn die französische Regierung die Konditionen als ungünstig erachte. Unterstützung bekam Frankreich von Dänemark, den Niederlanden und anderen EU-Ländern, die ebenfalls Einblick in die Akten erhalten möchten. Die EU-Länder müssen einstimmig dem Handelsvertrag zustimmen. Dennoch hat sich das Pfund nach der Schwäche der Vortage wieder etwas erholt. Gestern wurden die Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungsbereich, der wegen der Lockdowns am meisten in Mitleidenschaft gezogen wurde, gemeldet. Im Euroraum war der Rückgang im Oktober am stärksten in Italien (39,4 nach 46,7) und Frankreich (38,8 nach 46,7). In Spanien ging er von 41.4 auf 39,5 Punkte zurück. In den USA ging der ISM-Index für das nicht verarbeitende Gewerbe wie erwartet von 56,6 auf 55,9 Punkte zurück.

Aktien


Heute keine relevanten Unternehmenstermine

Die europäischen Aktienmärkte tendierten am gestrigen Handelstag uneinheitlich, wobei sich die Indexveränderungen zumeist in engen Grenzen hielten. Eine Ausnahme hiervon bildete der Schweizer Leitindex SMI, der um 0,9% nachgab. Die ruhigere Gangart an den Märkten verwundert nicht, da der November 2020 der historisch beste Monat für die globalen Aktienmärkte gewesen ist; der MSCI Welt-Index legte um satte 9,4% zu! Verantwortlich für die beste Performance, die es auf Monatsbasis für globale Aktien jemals gegeben hat, zeichneten mehrere Faktoren. Für den stärksten Rückenwind sorgten Nachrichten über sehr gute Testergebnisse für mehrere Impfstoffe gegen Covid-19, die schon in naher Zukunft zum Einsatz kommen könnten. Die Wahl von Joe Biden als neuen US-Präsidenten beflügelte die Kauflaune der Investoren ebenso wie gute Makrodaten, vor allem in China, wo sich die konjunkturelle Erholung fortsetzt und das Leben sich weitgehend „normalisiert“ hat. Der Dax gab gestern um 0,5% nach. Tagesgewinner im deutschen Leitindex waren die Aktien von Adidas (+2,2%), Deutsche Bank (+2,3%) und MTU (+2,6%). Nach einer Votenherabstufung büßte die Aktie von Fresenius 1,3% ein. Tagesverlierer war aber die Aktie von Covestro (-2,4%). Auf europäischer Sektorenebene verzeichneten Reise- % Freizeitaktien mit durchschnittlichen Aufschlägen von 3,5% die größten Gewinne. Chemieaktien hielten dagegen mit durchschnittlichen Verlusten von 1,2% die rote Laterne. Die US-Börsen tendierten uneinheitlich. Der Dow Jones-Index gewann 0,3%. Die Indizes zogen sich aber von ihren Rekordhochs zurück. Auf Sektorenebene waren insbesondere Energieaktien gefragt, die im Schnitt um 1,1% stiegen. Versorgerwerte fielen dagegen im Schnitt um 1,1%. Die Börsen in Asien tendierten uneinheitlich, es gab insgesamt wenig neue Impulse. Wir wünschen Ihnen ein schönes zweites Adventswochenende. Bleiben Sie bitte gesund.
Daten zum Wertpapier: DAX - Aktienindex
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Ticker-Symbol: DAX
WKN: 846900
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