Am Morgen: Instone Real Estate, Schoeller-Bleckmann und Walt Disney im Fokus - Nord LB Kolumne

Nord LB: „Kaum Konjunkturdaten und feiertagsbedingt geschlossene US-Börsen haben dem deutschen Aktienmarkt einen recht ruhigen Handelstag beschert.” Bild und Copyright: ViblyPhoto / shutterstock.com.

Nord LB: „Kaum Konjunkturdaten und feiertagsbedingt geschlossene US-Börsen haben dem deutschen Aktienmarkt einen recht ruhigen Handelstag beschert.” Bild und Copyright: ViblyPhoto / shutterstock.com.

27.11.2020 08:29 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter  | 4investors auf: Twitter | Google News | Facebook

Der Teil-Lockdown belastet die Verbraucherstimmung in Deutschland deutlich. Wie die GfK mitteilte, sank das Konsumbarometer für Dezember überraschend stark um 3,5 Punkte auf minus 6,7 Zähler und damit auf das niedrigste Niveau seit Juli. Mit Blick auf ihre persönliche Zukunft macht sich in der Corona-Krise inzwischen knapp die Hälfte der Bürger "sehr große, beziehungsweise eher große Sorgen", hieß es. Abzulesen ist das an der Einkommenserwartung, die auf +4,6 (+9,8) Punkte fiel und an der Anschaffungsneigung, die nur noch bei 30,5 Punkten nach 37,0 Zählern im Vormonat liegt. "Nur ein spürbares Sinken der Infektionszahlen und eine Lockerung der Beschränkungen werden wieder für mehr Optimismus sorgen," sagte GfK-Experte Bürkl.

Die Umsätze der deutschen Wirtschaft haben im Oktober nahezu wieder ihr Vorkrisenniveau erreicht. Industrie, Bau sowie Handel und Dienstleistungen setzten saison- und kalenderbereinigt 1,5% mehr um als im Vormonat. "Damit lag der Umsatz im Oktober nur noch um 0,3% niedriger als im Februar, dem Monat vor Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie. Für das Jahresende zeichnet sich allerdings durch den erneuten Teil-Lockdown ein Rückschlag ab.

Rentenmarkt
Nach einem verhaltenen Start konnten sich deutsche Staatsanleihen befestigen. Marktbewegende Konjunkturdaten waren am Berichtstag Mangelware. Der US-Anleihenmarkt blieb feiertagsbedingt geschlossen.

Aktienmarkt
Kaum Konjunkturdaten und feiertagsbedingt geschlossene US-Börsen haben dem deutschen Aktienmarkt einen recht ruhigen Handelstag beschert. Etwas mehr Bewegung gab es nur beim TecDAX, der über 1% zulegen konnte. DAX -0,02%, MDAX +0,40%, TecDAX +1,17%. Die US-Börsen blieben wegen eines Feiertages (Thanksgiving) geschlossen. Der japanische Aktienmarkt hat erneut freundlicher geschlossen. Der Nikkei-225 endete 0,40% höher bei 26.645 Punkten.

Unternehmen
Die Coronavirus-Krise wird das Geschäft von Axel Springer im laufenden Jahr belasten. Vorstandschef Döpfner erwartet, dass die Erlöse um rund 7% auf 2,9 Mrd. EUR fallen werden. Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) soll bei rund 500 Mio. EUR liegen, was einen Rückgang um ca. 20% bedeuten würde. Nach den ersten neun Monaten lag der Umsatz des Konzerns bei 2,12 Mrd. EUR (-6,4%) und das EBITDA bei 391 Mio. EUR (-11%).

Der Wohnimmobilienentwickler Instone Real Estate litt in den ersten neun Monaten des Jahres nur leicht unter negativen Corona-Effekten. Die Erlöse sanken aufgrund geringerer Kundennachfrage und der Verschiebung neuer Projekte um 3,7% auf 291,3 Mio. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) gab um 11,8% auf 50,0 Mio. EUR nach. Für das GJ 2020 geht der Vorstand unverändert von ber. Erlösen von 470 bis 500 Mio. EUR und einem ber. Ergebnis n. Steuern von 30 bis 35 Mio. EUR aus.

Wertminderungen und Restrukturierungskosten sowie negative Wechselkurseffekte haben beim österreichischen Ölfeldausrüster Schoeller-Bleckmann von Januar bis September für einen Verlust gesorgt. Das Ergebnis nach Steuern lag bei minus 21,3 (Vorjahr: +26,6) Mio. EUR. Die weltweiten Beeinträchtigungen durch die Corona-Beschränkungen haben den Umsatz auf 236,4 (345,9) Mio. EUR schrumpfen lassen. Der Auftragseingang reduzierte sich mit 184,0 (Vorjahr: 376,5) Mio. EUR noch ausgeprägter. CEO Grohmann erwartet eine deutliche Erholung im zweiten Halbjahr 2021, vorausgesetzt die Auswirkungen der Corona-Pandemie können bis dahin wirksam bekämpft werden.

Die Corona-Beschränkungen treffen den US-Unterhaltungskonzern Walt Disney hart. Vor allem die Schließung der Freizeitparks und die Aussetzung von Kreuzfahrten sorgen dafür, dass das Unternehmen nun in der ersten Jahreshälfte 2021 32.000 Mitarbeiter (= 14% der Belegschaft) entlassen muss.

Devisen
Fehlende Impulse (u.a. Feiertag in den USA) haben auch beim Euro dafür gesorgt, dass der Handel in ruhigen Bahnen verlief. Am Ende lag die Gemeinschaftswährung auf Vortagesniveau.

Öl / Gold
Die Ölpreise litten nach mehreren sehr positiven Tagen unter Gewinnmitnahmen. So richtig will Gold derzeit nicht glänzen. Auch am Donnerstag präsentierte sich das gelbe Metall nur wenig verändert.

Daten zum Wertpapier: Schoeller-Bleckmann
WKN: 907391
ISIN: AT0000946652

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