Am Morgen: Bayer, Deutsche Post, Carnival und Royal Caribbean im Fokus - Nord LB Kolumne

Der deutsche Aktienmarkt erwischte einen schwachen Start in die neue Woche. Weiter stark steigende Corona-Neuinfektionszahlen in Europa, in den USA und teils auch wieder in China verunsicherten die Anleger. Bild und Copyright: ViblyPhoto / shutterstock.com.

Der deutsche Aktienmarkt erwischte einen schwachen Start in die neue Woche. Weiter stark steigende Corona-Neuinfektionszahlen in Europa, in den USA und teils auch wieder in China verunsicherten die Anleger. Bild und Copyright: ViblyPhoto / shutterstock.com.

27.10.2020 08:12 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter  | 4investors auf: Twitter | Google News | Facebook

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Oktober eingetrübt. Der ifo Geschäftsklimaindex sank leicht auf 92,7 (93,2) Punkte. Deutlicher abwärts ging es für die in die Zukunft gerichteten Geschäftserwartungen (95,0 nach 97,7 Zählern). Hierin spiegeln sich die wachsenden Sorgen angesichts der grassierenden zweiten Infektionswelle wider. Vor allem im Dienstleistungssektor nehmen die Sorgenfalten wieder zu. Die Corona-Krise bleibt mit Abstand das größte Konjunkturrisiko. Umso wichtiger sind effiziente Maßnahmen zur Eindämmung der Virusausbreitung, die wirtschaftliche Aktivität weiter ermöglichen oder aber zumindest so wenig wie möglich beeinträchtigen. Im Sommerquartal sorgten Aufholeffekte für ein Rekordwachstum, der weitere Weg der konjunkturellen Erholung wird aber steinig.

Nach Aussagen der Bundesbank hat die deutsche Wirtschaft einen großen Teil ihrer Corona-bedingten Verluste im Sommer aufgeholt. "Die deutsche Wirtschaft könnte – gemessen am vierteljährlichen BIP – bereits etwas mehr als die Hälfte des drastischen Einbruchs im ersten Halbjahr wieder wettgemacht haben", heißt es im aktuellen Monatsbericht. "Für die Rückkehr zum Vorkrisenniveau vom vierten Vierteljahr 2019 dürften trotzdem noch etwa 5% fehlen", hieß es weiter.

Rentenmarkt
Deutsche Staatsanleihen starteten nur wenig verändert in die neue Woche. Italienische BTP´s waren gesucht, nachdem Standard & Poor´s die Bonität des Landes bestätigt und den Ratingausblick auf stabil angehoben hatte. Die Hoffnungen auf ein Corona-Hilfspaket in den USA sind zuletzt deutlich gesunken. So überraschte es nicht, dass US-Staatsanleihen gefragt waren.

Aktienmarkt
Der deutsche Aktienmarkt erwischte einen schwachen Start in die neue Woche. Weiter stark steigende Corona-Neuinfektionszahlen in Europa, in den USA und teils auch wieder in China verunsicherten die Anleger. Zudem belastete die Talfahrt von SAP den DAX. (DAX -3,71%, MDAX -2,11%). SAP (siehe „Unternehmen“) lieferte einen enttäuschenden Ausblick und rauschte um 21,94% in den Keller.

Die weiter ansteigenden Corona-Neuinfektionen drückten auch auf die Börsenstimmung in Amerika. Zusätzlich sorgten Zweifel an einem Hilfspaket vor der US-Wahl für Zurückhaltung der Anleger. Dow Jones -2,3%, S&P 500 -1,9%, Nasdaq-Comp. -1,6%. Reisewerte, die besonders sensibel auf die Pandemie reagieren, gaben in diesem Umfeld wenig überraschend nach. Die Aktien der Kreuzfahrtanbieter Carnival und Royal Caribbean brachen um fast 9 bzw. knapp 10% ein. Nikkei-225 etwas leichter bei 23.481,71 Punkten.

Unternehmen
Bayer übernimmt das US-Biotechunternehmen Asklepios Bio Pharmaceutical und verstärkt sich damit im Geschäft mit Gentherapien. Im Rahmen des vereinbarten Vertrages zahlt Bayer einen Kaufpreis vorab in Höhe von 2 Mrd. US-$ sowie bis zu 2 Mrd. US-$ an erfolgsabhängigen Meilensteinzahlungen. Von diesen würden rund 75% voraussichtlich im Verlauf der kommenden fünf Jahre anfallen, während der restliche Betrag zu einem späteren Zeitpunkt zum Tragen käme, hieß es.

Die Deutsche Post erwartet für ihre Express-Sparte ein RekordWachstum im Weihnachtsgeschäft. Die Verbraucher bestellten angesichts der Corona-Pandemie ihre Waren "wie nie zuvor" im Internet, teilte DHL Express mit. Man erwarte einen Zuwachs der Sendungsmengen um mehr als 50% im Vergleich zum Vorjahr.

SAP hat in Q3 mit 6,535 Mrd. EUR einen unveränderten Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erzielt. Das Betriebsergebnis kletterte um 4% auf 2,07 Mrd. EUR. Gleichzeitig kündigte SAP an, aufgrund der wieder verschärften Corona-Krise, die Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr zu senken. Das währungsbereinigte Betriebsergebnis soll zwischen 8,1 und 8,5 (bisher: 8,1 bis 8,7) Mrd. EUR liegen. Beim Umsatz geht der Konzern von 27,2 bis 27,8 (bisher: 27,8 bis 28,5) Mrd. EUR aus. SAP rechnet damit, dass sich die Pandemie "voraussichtlich mindestens bis zur ersten Jahreshälfte 2021" negativ auswirkt.

Devisen
Die wieder erhöhte Unsicherheit an den Finanzmärkten hat den US-$ gegenüber dem Euro begünstigt.

Öl / Gold
Die nahezu weltweit steigenden Infektionszahlen mit dem Corona-Virus haben die Ölpreise am Montag belastet. Der Goldpreis hat sich den dritten Tag in Folge kaum verändert.

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