Am Morgen: Software AG, Delivery Hero, Ericsson und Nestle im Fokus - Nord LB Kolumne

Für den deutschen Aktienmarkt ging es erneut bergab. Einige enttäuschende Unternehmenszahlen und negative Analystenkommentare sorgten für negative Vorzeichen. Bild und Copyright: katjen / shutterstock.com.

Für den deutschen Aktienmarkt ging es erneut bergab. Einige enttäuschende Unternehmenszahlen und negative Analystenkommentare sorgten für negative Vorzeichen. Bild und Copyright: katjen / shutterstock.com.

22.10.2020 08:58 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter auf Twitter 

Die britische Regierung hat im 1. Halbjahr wegen der CoronaPandemie Schulden in Rekordhöhe aufgenommen. Die Kreditaufnahme lag bei 208,5 Mrd. GBP, wie das nationale Statistikamt mitteilte. Sobald sich die Wirtschaft erhole, werde die Regierung die notwendigen Schritte unternehmen, um die Staatsfinanzen zu sanieren, sagte Finanzminister Sunak.

Der IWF sieht den konjunkturellen Ausblick für Europa recht kraftlos. Die Erholung werde sich wegen der Corona-Pandemie hinziehen und unterschiedlich stark ausfallen, hieß es in einer Studie. Dieses Jahr dürfte die Wirtschaft um 7% schrumpfen, nächstes Jahr wird eine Erholung um 4,7% erwartet. Das Vorkrisenniveau wird also bei weitem noch nicht erreicht.

In den USA hat sich die Erholung der Wirtschaft laut der Fed weiter langsam bis moderat fortgesetzt. Die Verbraucher kauften Immobilien und erhöhten ihre Ausgaben, hieß es in dem Konjunkturbericht "Beige Book". Es gebe aber große Unterschiede zwischen den einzelnen Branchen.

Rentenmarkt
Deutsche Staatsanleihen haben von der Schwäche des Aktienmarktes nicht profitieren können und etwas leichter geschlossen. Auch die Aussicht, dass ein harter Bruch zwischen der EU und Großbritannien zum Jahresende vermieden werden kann, brachte die als sicher geltenden Anleihen etwas unter Druck. Bei den US-Staatsanleihen waren das marktbestimmende Thema die Verhandlungen über neue Finanzhilfen in der CoronaKrise. Die Informationen dazu sind widersprüchlich. Dennoch gaben US-Bonds etwas nach.

Aktienmarkt
Für den deutschen Aktienmarkt ging es erneut bergab. Einige enttäuschende Unternehmenszahlen und negative Analystenkommentare sorgten für negative Vorzeichen. DAX -1,41%, MDAX -1,90%, TecDAX -1,5 %. Der Liebling der Vorwoche, Delivery Hero, stand erneut unter Druck und war das Schlusslicht im DAX mit -3,98%.

Das Ringen um Billionen schwere Corona-Hilfen für die US-Wirtschaft bestimmt weiter den Ton an der Wall Street. Trotz der Hoffnung auf eine rasche Einigung zogen sich Anleger angesichts der steigenden Corona-Neuinfektionen zurück. Dow Jones -0,4%, S&P 500 -0,2%, Nasdaq-Comp. -0,3%. Nikkei-225 aktuell leichter bei 23.472,94 Punkten.

Unternehmen
Nach einer Hacker-Attacke präsentierte die Software AG erste Eckdaten zum Geschäft in Q3. Demnach sind die Erlöse auf 180,5 bis 185 (Vorjahr: 224) Mio. EUR gesunken. Beim Auftragseingang soll es ein Plus von 1 bis 4% auf 98,5 bis 101,5 Mio. EUR gegeben haben. Das operative Ergebnis (EBIT) soll bei 20,4 bis 23,9 Mio. EUR liegen. Der Vorstand zeigte sich zuversichtlich, die Jahresziele zu erreichen.

Akzo Nobel verzeichnete in Q3 beim Umsatz einen Rückgang um 5% auf 2,27 Mrd. EUR. Der bereinigte Kerngewinn verbesserte sich dagegen um 18% auf 353 Mio. EUR. Wegen der Unwägbarkeiten in Bezug auf die Corona-Pandemie sieht der Vorstand weiter von einer konkreten Prognose ab.

Der schwedische Netzwerkausrüster Ericsson hat in Q3 bei nahezu unveränderten Erlösen das Betriebsergebnis deutlich auf 9,0 (6,5) Mrd. SEK gesteigert und dabei vor allem vom Aufbau des neuen Mobilfunkstandards 5G in China profitiert. Die Corona-Pandemie hatte nach Aussagen von Konzernchef Ekholm bisher nur begrenzte Auswirkungen auf das Geschäft.

Iberdrola hat in den ersten neun Monaten mehr verdient. Das bereinigte EBITDA verbesserte sich um 3,2% auf 7,56 Mrd. EUR, der Nettogewinn kletterte um 4,7% auf 2,68 Mrd. EUR.

Nestle verzeichnete in den ersten neun Monaten ein organisches Wachstum von 3,5%, wobei sich das Wachstum in Q3 beschleunigt hat. In absoluten Zahlen ging der Umsatz wegen Bereichsverkäufen und infolge von Währungsverlusten um 9,4% auf 61,9 Mrd. CHF zurück. Aufgrund der Wachstumsbeschleunigung in Q3 beurteilt CEO Schneider die Aussichten für das laufende Jahr optimistischer als bislang.

Devisen
Der Euro war auch zur Wochenmitte weiter auf dem Vormarsch, was aber weniger als Euro-Stärke denn als US-$-Schwäche zu verstehen ist.

Öl / Gold
Die Erwartung steigender US-Vorräte hat die Ölpreise belastet. Der kurzfristige Aufwärtstrend beim Gold wurde auch zur Wochenmitte bestätigt.

Daten zum Wertpapier: Software AG
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Ticker-Symbol: SOW
WKN: A2GS40
ISIN: DE000A2GS401

Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Nord LB. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!
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