Epigenomics will nach dem US-Desaster mit Epi proColon heute Stellung beziehen

Epigenomics-CEO Greg Hamilton hat es mit einer existenzbedrohenden Situation des Unternehmens zu tun. Bild und Copyright: Epigenomics.

Epigenomics-CEO Greg Hamilton hat es mit einer existenzbedrohenden Situation des Unternehmens zu tun. Bild und Copyright: Epigenomics.

20.10.2020 11:32 Uhr - Autor: Michael Barck  Michael Barck auf Twitter  | 4investors auf: Twitter | Google News | Facebook

Viel Aufmerksamkeit bekommt Epigenomics in den Börsenmedien normalerweise nicht, Ausnahme ist 4investors, doch zu Wochenbeginn war das anders. Eine Meldung des Berliner Biotech-Unternehmens vom Wochenende und vor allem der daraus folgende heftige Kurssturz der Epigenomics Aktie am Montag zogen gestern reihenweise Presseberichte nach sich. Der Grund für die ungewohnte Aufmerksamkeit: Epigenomics Darmkrebs-Bluttest Epi proColon hat in den USA kaum noch eine Chance auf einen positiven Erstattungsvorschlag seitens der US-amerikanischen Krankenversicherung Centers for Medicare & Medicaid Services im Zusammenhang mit der National Coverage Determination.

30 Tage hat Epigenomics nun Zeit, die US-Amerikaner vom Gegenteil zu überzeugen und zu einem positiven Erstattungsvorschlag zu bewegen. Mit welchen nicht längst bekannten Argumenten man nach der langen Zeit noch punkten will, ist offen. Am Nachmittag will Epigenomics-CEO Greg Hamilton auf einer Konferenz über Internet und Telefon zur Situation Stellung nehmen.

Für Epigenomics hat dies existenzgefährdende Auswirkungen. Ohnehin gab es immer wieder Verzögerungen und Probleme auf dem US-Markt für den Darmkrebs-Bluttest, der erster wichtiger Umsatzbringer der Berliner werden sollte - und musste, denn dem derzeit noch hoch defizitären Unternehmen geht das Geld aus. Bis in das erste Quartal hinein sollen die Gelder reichen. Epi proColon wird bis dahin keine nennenswerten Cashflows zur Finanzierung des Biotech-Unternehmens beitragen können, falls der Darmkrebstest nach dem Desaster in den USA überhaupt einmal nennenswerten Absatz erzielen wird, was seit dem Wochenende erst einmal keine hohe Wahrscheinlichkeit mehr hat - zumindest, solange sich die US-amerikanischen Krankenversicherung gegen eine Kostenerstattung des Tests sperrt.

Bleibt also eine potenzielle Investorenlösung, mit der die Berliner überleben und der drohenden Insolvenz entkommen könnten. Dass der Aktienkurs derzeit weit unter der Ein-Euro-Marke notiert und die Zeit für Epigenomics nun sehr knapp wird, ist keine Hilfe. Ob sich vor dem Hintergrund der Entwicklungen noch nennenswerte Gelder bei Anleger einwerben lassen, ist ist völlig unklar und unsicher.

Daten zum Wertpapier:
Ticker-Symbol: ECX
WKN: A11QW5
ISIN: DE000A11QW50



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