Am Morgen: Citigroup, JP Morgan, Johnson & Johnson und Roche im Fokus - Nord LB Kolumne

Ein Rückschlag bei der Entwicklung eines Coronavirus-Impfstoffs belastete die Wall Street. Bild und Copyright: orhan akkurt / shutterstock.com.

Ein Rückschlag bei der Entwicklung eines Coronavirus-Impfstoffs belastete die Wall Street. Bild und Copyright: orhan akkurt / shutterstock.com.

14.10.2020 08:40 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter  | 4investors auf: Twitter | Google News | Facebook

Chinas Im- und Exporte sind infolge der weltweiten Lockerungen der Beschränkungen deutlich gewachsen. Die Exporte stiegen im September gegenüber dem Vorjahr um 9,9%, wie Daten der Zollbehörde zeigten. Dies entsprach weitgehend den Erwartungen von Analysten. Die Importe stiegen nach einem Einbruch von 2,1% im August um 13,2% und übertrafen damit die Analystenprognose von plus 0,3%.

Die Arbeitslosigkeit in Großbritannien klettert unerwartet auf den höchsten Stand seit mehr als 3 Jahren. Die Arbeitslosenquote im Zeitraum Juni bis August stieg auf 4,5% und damit stärker als von Ökonomen angenommen.

Die Konjunkturstimmung der Finanzexperten hat sich im Oktober spürbar eingetrübt. Die ZEW-Konjunkturerwartungen sackten um mehr als 20 Saldenpunkte auf 56,1 Punkte ab. US-Wahlen, Brexit und die zweite Corona-Welle wirken aktuell wie eine Euphoriebremse. Diese Effekte sind Begründung für unser „SwooshKonjunkturbild“ für Europa, also eine erhebliche Abflachung der Erholung nach dem Aufholeffekt im dritten Quartal. Wir halten daher an unserer Konjunktur- und Zinsprognose fest. Die EZB steht auch wegen der sehr schwachen Inflationsentwicklung unter Druck, schon bald das PEPP erneut auszuweiten.

Die Inflation in den USA ist weiter auf dem Vormarsch. Die Verbraucherpreise kletterten, wie von Experten erwartet, im September um 1,4% im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im August lag die Teuerungsrate bei 1,3% und im Juli bei 1,0%.

Rentenmarkt
Die Kurse deutscher Staatsanleihen reagierten mit anziehenden Kursen auf das trübere Stimmungsbild deutscher Finanzexperten bezüglich der Konjunkturerwartung. US-Anleihen legten ebenfalls als vermeintlich „sicherer Hafen“ nach dem feiertagsbedingt verlängerten Wochenende zu.

Aktienmarkt
Die wieder gestiegene Verunsicherung an den Finanzmärkten hat die jüngste Aufwärtstendenz am deutschen Aktienmarkt erst einmal unterbrochen. DAX -0,91%, MDAX -1,00%, TecDAX -0,53%. Bayer (-3,47%) war das Schlusslicht im DAX nach einem negativen Analystenkommentar.

Ein Rückschlag bei der Entwicklung eines Coronavirus-Impfstoffs belastete die Wall Street. Zusätzlich sorgte der überraschend geringe Anstieg der Verbraucherpreise für Zurückhaltung auf dem Börsenparkett. Dow Jones +0,9%, S&P 500 +1,6%, Nasdaq-Comp. +2,6%. Nikkei-225 aktuell wenig verändert bei akt. 23.607,88 Punkten.

Unternehmen
Nach AstraZeneca muss ein weiterer großer Pharmakonzern seine entscheidende Corona-Impfstoffstudie unterbrechen. Johnson & Johnson stoppte seine Studie vorübergehend wegen einer ungeklärten Erkrankung bei einem Probanden.

Roche baut sein Angebot an Tests zur Diagnose von Infektionen mit dem Coronavirus aus. Ende des Jahres solle in Europa ein Antigentest zur Verfügung stehen, der hohe Volumen verarbeiten könne. Der Test liefere in 18 Minuten ein Ergebnis und habe einen Durchsatz von bis zu 300 Tests pro Stunde.

JP Morgan hat den Gewinn in Q3 trotz der Corona-Krise überraschend gesteigert. Das größte amerikanische Geldhaus verdiente 9,44 Mrd. USD, 4% mehr als im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten mit einem Gewinneinbruch gerechnet. JP Morgan profitierte von unerwartet guten Geschäften im Aktien- und Anleihenhandel, gleichzeitig musste das Institut deutlich weniger Rücklagen bilden für ausfallgefährdete Kredite.

Ein anderes Bild zeichnet sich bei der Citigroup ab. Die Corona-Krise hat in Q3 tiefe Spuren hinterlassen. Der Gewinn brach um 34% auf 3,2 Mrd. USD ein. Die niedrigen Zinsen, höhere Belastungen durch Kreditausfälle sowie eine 400 Mio. USD schwere Strafe wegen verschiedener Verfehlungen setzten der Citigroup zu. Die Konzernerträge schrumpften um 7% auf 17,3 Mrd. USD, obwohl die Citigroup wie die Konkurrenz von einem florierenden Aktien- und Anleihenhandel profitierte.

Devisen
Der Euro litt unter den fehlenden Fortschritten für ein weiteres Corona-Konjunkturprogramm in den USA und der hohen Zahl an Neuinfektionen mit dem Corona-Virus.

Öl / Gold
Obwohl sich das Umfeld für Öl nicht geändert hat, blickten die Ölpreise gestern auf anziehende Notierungen. Experten bleiben skeptisch. Der Goldpreis verlor etwas an Glanz.

Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Nord LB. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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