K+S meldet Vollzug bei Milliardendeal - Aktie leicht im Plus

K+S will mit dem Erlös aus dem Verkauf der Americas-Sparte Schulden in Milliardenhöhe abbauen. Bild und Copyright: K+S.

K+S will mit dem Erlös aus dem Verkauf der Americas-Sparte Schulden in Milliardenhöhe abbauen. Bild und Copyright: K+S.

06.10.2020 10:02 Uhr - Autor: Michael Barck  Michael Barck auf Twitter  | 4investors auf: Twitter | Google News | Facebook

Nachdem die K+S Aktie gestern schon die Aussicht auf den milliardenschweren Verkauf der US-Salzsparte des Unternehmens mit einem Kurssprung „feierte”, melden die Hessen heute den Vollzug des Deals. „Verträge sind noch nicht unterzeichnet und es gibt daher keine Sicherheit, dass eine finale Einigung erzielt und verkündet wird”, hieß es gestern Vormittag noch zurückhaltend von Seiten des Rohstoffkonzerns. Allerdings gehören solche Formulierungen zum üblichen PR-Sprech in diesen Situationen und schon in der Nacht zum heutigen Dienstag konnte K+S dann melden, dass die Verträge unterschrieben sind.

Bei den Konditionen des Verkaufs gibt es keine Überraschungen mehr, diese entsprechen weitgehend den schon zuvor herumgereichten Spekulationen. 3,2 Milliarden Dollar zahlt er Käufer, die Stone Canyon Industries Holdings, für die Americas-Sparte von K+S. Dies entspreche dem 12,5-fachen des 2019 erzielten EBITDA von 257 Millionen Dollar, so das MDAX-notierte Unternehmen. Den Kaufpreis werde man in bar erhalten, sobald der Deal vollzogen werden kann. K+S rechnet damit im Sommer des kommenden Jahres, vorher braucht man unter anderem noch die kartellrechtlichen Genehmigungen.

„Mit dem Verkauf unseres amerikanischen Salzgeschäfts machen wir einen Riesenschritt beim Abbau der Verschuldung. Wir schaffen damit eine solide finanzielle Basis für die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens”, sagt Burkhard Lohr, Vorstandsvorsitzender von K+S und deutet damit deutlich an, wofür der Verkaufserlös vor allem genutzt werden soll. Die Kasseler wollen ihre Verschuldung bis Ende 2021 um deutlich mehr als 2 Milliarden Euro senken. „Das Maßnahmenbündel und die jetzt vereinbarte Transaktion werden dazu beitragen, dass die Verschuldung noch deutlicher zurückgeführt werden kann”, heißt es dazu vonseiten der Gesellschaft. Kosten- und Investitionensstrukturen wolle man zudem weiter verbessern, so K+S. Nach der Neuausrichtung wird sich das Unternehmen auf das Geschäft mit Düngemitteln und Spezialitäten in Europa und Kanada sowie das Geschäft mit Industrieprodukten fokussieren.

Nach dem gestrigen Kurssprung der K+S Aktie gibt es heute vergleichsweise nur einen geringen Kursgewinn, mit dem die Börse auf die News reagiert: Aktuell notiert die K+S Aktie bei 7,162 Euro mit 2,61 Prozent im Plus.

Daten zum Wertpapier: K+S
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Ticker-Symbol: SDF
WKN: KSAG88
ISIN: DE000KSAG888
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