DAX: Kein schneller Rebound - SKS ausgebildet - Donner & Reuschel Kolumne

Chart-Experte Martin Utschneider zum DAX:  „Die schon seit Wochen an dieser Stelle immer wieder angemerkte mögliche Ausbildung einer „Schulter-Kopf-Schulter“-Formation ist nun abgeschlossen. Darum gilt es bis auf Weiteres, die 12.500 „im Auge“ zu behalten.” Bild und Copyright: Donner+Reuschel.

Chart-Experte Martin Utschneider zum DAX: „Die schon seit Wochen an dieser Stelle immer wieder angemerkte mögliche Ausbildung einer „Schulter-Kopf-Schulter“-Formation ist nun abgeschlossen. Darum gilt es bis auf Weiteres, die 12.500 „im Auge“ zu behalten.” Bild und Copyright: Donner+Reuschel.

23.09.2020 09:03 Uhr - Autor: Martin Utschneider  Martin Utschneider auf Twitter  | 4investors auf: Twitter | Google News | Facebook

Der DAX 30 zeigt sich im bisherigen Wochenverlauf sehr volatil. Die vorab definierten Stopp-Lossbeziehungsweise Take-Profit-Marken verhinderten zuletzt Schlimmeres. Diese begannen ab 13.005 zu wirken. Nun beginnt aber wieder eine neue Orientierungsphase. Der deutsche Leitindex konnte zwar die immens wichtige Nackenlinie bei 12.500 Punkten halten, ein schneller Rebound scheint aber fraglich. Heute wird er sich zunächst an der jetzt als Widerstand fungierenden 12.799´er Marke abarbeiten. Die schon seit Wochen an dieser Stelle immer wieder angemerkte mögliche Ausbildung einer „Schulter-Kopf-Schulter“-Formation ist nun abgeschlossen. Darum gilt es bis auf Weiteres, die 12.500 „im Auge“ zu behalten. Reißt diese Marke, dann lautet das mittelfristige Ziel 11.700 Indexpunkte. Die markttechnischen Indikatoren tendieren weiterhin neutral. Weder MACD noch Slow-Stochastik warten mit eindeutigen Signalen auf. Der Ichimoku-Indikator ist eindeutig neutral zu bewerten. Das bereits zuletzt nur knapp über der Nulllinie oszillierende Momentum ist nun deutlich Negative abgerutscht. Es bleibt bis auf Weiteres eine „enge Kiste“. Mit Spannung werden daher heute auch die fundamentalen Meldungen erwartet. Zwischen 09:30 Uhr und 10:00 Uhr werden die die deutschen und europäischen Einkaufsmanagerindizes veröffentlicht. Beiden wird ein leichter Rückgang vorhergesagt. Zusammengefasst bleibt die Lage kurzfristig fragil. Die Nervosität der Marktteilnehmer lässt sich an der gestiegenen Volatilität ablesen. Die heutige Tagesbandbreite lässt sich somit zwischen 12.799 und 12.593 Punkten skizzieren. Der deutsche Aktienmarkt atmet durch, setzt aber noch nicht zum Sprint an.

- Nächste charttechnische Widerstände: 12.799, 13.005, 13.035
- Nächste wichtige charttechnische Unterstützungen: 12.500, 12.313, 11.700
- Oberes Bollinger-Band: 13.471, Mittleres Bollinger-Band: 13.061 und Unteres Bollinger-Band: 12.652
- 100-Tage-Linie: 12.405 und 200-Tage–Linie: 12.192 sowie: 38-Tage-Linie: 12.942
- Indikatoren: MACD: neutral | Slow-Stochastik: neutral | RSI: neutral | Momentum: negativ
- Ichimoku Kinko Hyo: neutral
- Die Eröffnung um 09:00 Uhr wird bei rund 12.700 erwartet
- (Trailing-) Stop-Loss: 12.500, 12.313, 11.700 (je nach individuellem Risikoempfinden)

Primärtrend (langfristig): Noch nicht zurück im lfr. Aufwärtstrend
Sekundärtrend (mittelfristig): Übergeordnete Seitwärtsbewegung
Tertiärtrend (heute): 12.799 bis 12.593
Gefahr bei 12.500 (Nackenlinie SKS) bislang abgewehrt

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Martin Utschneider, Leiter Technische Analyse Capital Markets bei Donner & Reuschel. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!


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