Lufthansa: COVID-19 Krise zwingt zur nächsten Spar-Runde

Der Passagier-Luftverkehr kommt weiter kaum in Schwung und entwickelt sich bei der Lufthansa noch schlechter als befürchtet. Bild und Copyright: Lufthansa.

Der Passagier-Luftverkehr kommt weiter kaum in Schwung und entwickelt sich bei der Lufthansa noch schlechter als befürchtet. Bild und Copyright: Lufthansa.

21.09.2020 16:45 Uhr - Autor: Dena Altdörfer  Dena Altdörfer auf Twitter  | 4investors auf: Twitter | Google News | Facebook

Die Fluggesellschaft Lufthansa verzeichnet eine schwächer als erwartete Erholung der Passagierzahlen. „Die Aussichten für den internationalen Luftverkehr haben sich in den vergangenen Wochen deutlich eingetrübt. Mit dem Ende der Sommerreisezeit gehen Passagier- und Buchungszahlen wieder zurück, nachdem in den Monaten Juli und August noch leichte Erholungstendenzen spürbar waren”, meldet das MDAX-notierte Unternehmen und kündigt neue Kostenkürzungen an. Bisher ging man von einem Produktionsniveau von 50 Prozent für das vierte Quartal aus, nun nur noch von einer Spanne zwischen 20 Prozent und 30 Prozent bei den angebotenen Sitzkilometern im Vergleich zum vergangenen Jahr.

Ebenso wird man 1,1 Milliarden Euro an Abschreibungen vornehmen müssen. Hintergrund ist, dass man acht Flugzeuge vom Typ A380 sowie zehn Flugzeuge vom Typ A340-600 aus der Flugplanung nimmt und für unbestimmte Zeit parken wird. Man werde die Maschinen nur bei einer unerwartet schnellen Markterholung reaktivieren. Zudem werden die verbleibenden sieben Airbus A340-600 endgültig außer Dienst gestellt, kündigt die Lufthansa an. Mittelfristig will man ab der Mitte des Jahrzehnts die Flugzeugflotte um 150 Maschinen reduzieren. Auch beim Personal werden weitere Einschnitte angekündigt. „Der bisher avisierte rechnerische Personalüberhang von 22.000 Vollzeitstellen erhöht sich in Folge der Entscheidungen für das dritte Paket des Restrukturierungsprogramms”, so die Lufthansa weiter. Mit den zuständigen Arbeitnehmervertretungen sollen Verhandlungen aufgenommen werden. Die Führungsstrukturen wird man ebenfalls verschlanken, wie es heißt.

Insgesamt will die Lufthansa den monatlichen Abfluss der Liquidität von derzeit 500 Millionen Euro auf 400 Millionen Euro senken. Im Jahresverlauf 2021 will man wieder Cashzuflüsse erzielen.

„Nach Einschätzung des Vorstands sind angesichts der unverändert großen Unsicherheiten im globalen Luftverkehr kurzfristige Anpassungen an die aktuelle Marktlage auf absehbare Zeit unumgänglich. In der Ausweitung von Corona-Tests sieht der Vorstand eine wesentliche Voraussetzung zur Wiederaufnahme der globalen Mobilität. Konsequentes Testen ist möglich, erhöht die Sicherheit für Reisende und ist im Gegensatz zu wechselnden und uneinheitlichen Einreise- und Quarantäneregelungen die bessere Alternative”, so die Lufthansa.

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