Studie: Anleger wollen Schwellenländerallokation erhöhen - Vontobel-Kolumne

Vontobel: „In der Studie erklärten Anleger, dass sie einen aktiven Anlageansatz bevorzugen, um eine übermäßige Gewichtung bestimmter Länder in den Indizes (vor allem von China) und hochgradig volatile Renditen zu vermeiden.” Bild und Copyright: Sean Pavone / shutterstock.com.

Vontobel: „In der Studie erklärten Anleger, dass sie einen aktiven Anlageansatz bevorzugen, um eine übermäßige Gewichtung bestimmter Länder in den Indizes (vor allem von China) und hochgradig volatile Renditen zu vermeiden.” Bild und Copyright: Sean Pavone / shutterstock.com.

09.09.2020 10:46 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter  | 4investors auf: Twitter | Google News | Facebook

Trotz Marktvolatilität und verringerter Risikobereitschaft haben Anleger die globalen Schwellenländer als eine Anlageklasse zur Steigerung ihrer Renditen und zur Diversifikation ihrer Portfolios für sich entdeckt. Laut einer von Vontobel Asset Management veröffentlichten Studie sind viele von ihnen entschlossen, diese Chance zu nutzen und ihre Schwellenländerallokationen zu erhöhen – sowohl bei Aktien als auch bei festverzinslichen Anlagen.

In einer Umfrage unter 300 institutionellen Anlegern und Vermögensverwaltern in 18 Ländern gab über die Hälfte der Befragten an, dass sie ihre Schwellenländerallokation in den nächsten fünf Jahren wahrscheinlich erhöhen werden. Eine Minderheit plant, ihre Allokation bereits in den nächsten 12 Monaten zu erhöhen. In der Studie wird der Wunsch nach neuen Renditequellen als treibende Kraft genannt. Darüber hinaus sind 35% der Befragten der Ansicht, dass es in Schwellenländern einfacher ist, Alpha zu generieren. Unter den Anlegern, die eine Aufstockung ihres Engagements beabsichtigen, bevorzugen knapp 70% die bekannteren und größeren Märkte in Asien. Über 60% erwägen eine Anlage in europäischen Schwellenländern, während nur 40% ihren Blick auf Lateinamerika und noch weniger auf den Nahen Osten und Afrika richten.

Risikosteuerung durch aktives Management und ESG-Integration

Die Daten deuten darauf hin, dass das wahrgenommene Risiko von Schwellenländeranlagen nach wie vor eine große Hürde für eine Erhöhung der Allokation darstellt. Es verwundert nicht, dass die Auswirkungen der aktuellen Corona-Krise die Liste der Risiken anführen, dicht gefolgt von Themen wie Handelsspannungen und Wirtschaftsnationalismus. In der Studie erklärten Anleger, dass sie einen aktiven Anlageansatz bevorzugen, um eine übermäßige Gewichtung bestimmter Länder in den Indizes (vor allem von China) und hochgradig volatile Renditen zu vermeiden.

Das im Rahmen der Studie durchgeführte Research bestätigte auch das Anlegerinteresse an Strategien, in denen ESG-Aspekte zum Tragen kommen. Tatsächlich gaben unter Anlegern mit einem Anlagehorizont von zehn und mehr Jahren 70% an, dass ESG-Faktoren die Entscheidungen beeinflussen, die sie für ihr Engagement in Schwellenländern treffen. Demnach betrachten Anleger die Integration von ESG-Faktoren als wichtiges Instrument zur Risikoreduzierung.

„Aufgrund von strukturellen Treibern wie demografischen Faktoren können die Schwellenländer in Zukunft mehr Wachstum als die Industrieländer bieten. Für Anleger, die eine Balance zwischen Risiken und Chancen finden, sieht die Zukunft rosig aus‟, so Axel Schwarzer, Head of Vontobel Asset Management. „Durch strategische Asset Allocation in einer Reihe von Schwellenländern sollten sie Zugang zu neuen Chancen und besseren Renditen erhalten. Ein aktives ESG-Management kann dabei sicherstellen, dass Risiken aktiv reduziert werden und Chancen gefördert werden.‟

Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Vontobel. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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