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ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe steigt im Juli weiter - Commerzbank Kolumne

Bild und Copyright: Bart Sadowski / shutterstock.com.

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04.08.2020 09:46 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter  | 4investors auf: Twitter | Google News | Facebook

Der ISM-Index ist auch im Juli von 52,6 auf 54,2 Punkte kräftiger als erwartet gestiegen. Es ist der höchste Wert seit März 2019. Er signalisiert damit eine weitere Erholung der US-Konjunktur, insbesondere der Produktion, nachdem im 2. Quartal das reale BIP um 9,5% Q/Q eingebrochen war, ähnlich stark wie im Euroraum. Am meisten stiegen die Komponenten Auftragseingang von 56,4 auf 61,5 Punkte, gefolgt von der Produktion von 57,3 auf 62,1 Punkte. Der Beschäftigungsindikator erholte sich nur leicht und liegt mit 44,3 Punkten weiter unter der Expansionslinie. Am Freitag werden die US-Arbeitsmarktdaten gemeldet. Nach einem Beschäftigungsaufbau von 4,8 Mio. im Juni, wird nur noch mit 1,6 Mio. für Juli gerechnet. Im Moment sind noch gut 17 Mio. Amerikaner arbeitslos gemeldet.

Anleihen


Australien: Zinsentscheid der RBA, 06:30 Uhr
Euroraum: Erzeugerpreise (Juni), 11:00 Uhr
USA: Auftragseingänge (Juni), 16:00 Uhr

Nach dem starken Anstieg des Eurokurses am Freitag kurzzeitig auf über 1,19 US-Dollar, den höchsten Stand seit Mai 2018, hat er sich nun wieder deutlich abgeschwächt: am Freitag bereits auf 1,175 US-Dollar und gestern zwischenzeitlich auf 1,170 US-Dollar. Offenbar setzten nach dem dynamischen Anstieg Gewinnmitnahmen ein. Die Einkaufsmanagerindizes aus dem Euroraum überraschten positiv. Bei den meisten Ländern gab es zwar schon positive Erstschätzungen, die aber sogar größtenteils übertroffen wurden. Im Euroraum stieg der Umfrageindex von 51,1 in der Schätzung auf 51,8 Punkte, im Vormonat lag er noch bei 47,4 Punkten. Spannender war es in Italien und Spanien, wo es bisher keine Schätzungen gab. In Italien stieg der Index von 47,5 auf 51,9 Punkte und in Spanien von 49,0 auf 53,5 Punkte, in beiden Ländern höher als erwartet. Spanien war das am stärksten von der Coronakrise betroffene Land. Das reale BIP ging im 2. Quartal um 18,5% Q/Q zurück, gefolgt von Frankreich mit 13,8% Q/Q und Italien mit 12,4%. Im Euroraum fiel das reale BIP im 2. Quartal um 12,1% Q/Q. Auch in den USA stieg der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe von 52,6 auf 54,2 Punkte stärker als erwartet (siehe im Blickpunkt) und spricht für eine weitere Erholung in der US-Industrie. Bisher hinkt sie der Belebung im US-Einzelhandel noch hinterher. Die wirtschaftliche Erholung könnte durch die hohen Infektionszahlen in den USA jedoch gebremst werden. Die Renditen erstklassiger Staatsanleihen stiegen gestern im Euroraum leicht an, in den USA etwas deutlicher. Der Goldpreis eröffnete die Woche mit einem neuen Rekordhoch von 1.988 US-Dollar pro Feinunze, gab dann leicht nach, hielt sich aber auf hohem Niveau.

Aktien


Bayer, Ergebnis Q2
BP, Halbjahreszahlen
Diageo, Halbjahreszahlen
Infineon, Ergebnis Q3
Intesa SanPaolo, Halbjahreszahlen
Walt Disney, Ergebnis Q3

Nach der schwachen Vorwoche sorgte die positive Vorgabe der Wall Street vom letzten Freitag – ausgelöst durch extrem starke Quartalsergebnisse einiger Tech-Giganten – auch an den europäischen Aktienbörsen für eine deutliche Erholung. Zusätzlich unterstützten positive Stimmungsdaten aus China und Europa. In diesem Umfeld konnten im deutschen Leitindex Dax 30 vor allem zyklische Werte zulegen. An der Spitze der Performanceliste standen die Aktien der Automobilkonzerne Volkswagen (VW Vz. +4,9%) und Daimler (+4,4%). Negativ tendierten hingegen die Aktien von MTU Aero Engines (-5,5%), nachdem der Triebwerkspezialist seine Quartalszahlen vorgelegt hatte. Im Euroraum verbuchten alle Branchen zum Wochenauftakt Gewinne. Während Automobile (+3,8%) und Medien (+4,0%) dabei die stärkste Entwicklung aufwiesen, hinkten Immobilienaktien (+0,3%) dem Markt hinterher. Starke Bewegungen gab es auch auf der Einzelwertebene. Hier setzten die Aktien von Engie (+5,4%) ihre Kursavancen vom Freitag weiter fort, nachdem einige Analysten ihre Kursziele für den Versorger angehoben hatten. Auch in den USA hat sich die Industriestimmung weiter aufgehellt. Mit diesem Impuls ging die Kursentwicklung auch hier weiter nach oben. Allerdings wurde der positive Trend fast ausschließlich von IT-Titeln (+2,5%) getragen. Die meisten anderen Branchen tendierten sogar schwächer. Auch die asiatischen Börsen notieren heute Morgen größtenteils im Plus.
Daten zum Wertpapier: Dow Jones Industrial - Aktienindex
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Ticker-Symbol: DJI
WKN: 969420
ISIN: US2605661048

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