Wirecard: Warnschuss oder Hoffnungszeichen?

Bild und Copyright: Michael Barck / www.4investors.de.

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03.06.2020 00:25 Uhr - Autor: Johannes Stoffels  Johannes Stoffels auf Twitter  | 4investors auf: Twitter | Google News | Facebook

Wirecard droht nach den jüngsten Unsicherheiten eine weitere Abstufung. Die Ratingagentur Moodys äußert sich entsprechend. Noch steht das Rating von Wirecard bei den Spezialisten auf Baa3. Der Ausblick war stabil. Doch jetzt hat Moodys all dies unter Beobachtung gesetzt und will die Lage neu bewerten.

Die Gründe für die vorsichtige Haltung sind identisch zu den Begründungen bei vorherigen Abstufungen durch andere Analysten. Der KPMG-Bericht hat nicht alle Fragen beantwortet, neue Unklarheiten tauchen auf, die Vorwürfe konnten nicht völlig beseitigt werden.

Auch kommt das erneute Verschieben des Jahresberichts bei den Experten nicht gut an. Zudem ist nicht klar, wie sich die aktuelle Krise auf die Reise- und Tourismusbranche und somit auch auf das Wachstum von Wirecard auswirken wird. Hier hat Wirecard aber immer wieder beschwichtigt, dies könne durch andere Bereiche kompensiert werden. Die Analysten sehen jedoch auch einen stetigen Preisdruck auf die Transaktionsgebühren.

Bei ihrer anstehenden Analyse haben die Experten somit einiges abzuwägen.

Neben der Möglichkeit der Abstufung erwähnen die Experten aber ausdrücklich auch eine mögliche Hochstufung, wobei die entsprechenden Chancen nicht zu hoch sein dürften. Abhängig ist dies von der Bewertung der Aktie, der Profitabilität, die überdurchschnittlich sein sollte, und der Liquidität sowie dem freien Cashflow. Es darf zudem keine weitere Verunsicherung auftreten.

Am Markt kamen die Äußerungen von Moodys nicht gut an. Das Papier von Wirecard gab 2,0 Prozent auf 92,62 Euro nach.


Lesen Sie mehr zum Thema Wirecard im Bericht vom 02.06.2020

Wirecard und die Corona-Probleme

Mitte Mai haben die Analysten der UBS 1.000 britische Verbraucher hinsichtlich ihrer Konsumausgaben befragt. Schon im April lief eine ähnliche Befragung. Große Unterschiede bei den Ergebnissen gibt es offenbar nicht. Eine erste Erholung dürfte es vermutlich im Juni geben. Dabei kann man Großbritannien nicht unbedingt mit anderen europäischen Ländern vergleichen, die Restriktionen sind dort vielerorts anders. Laut Umfrage fürchten 40 Prozent der Briten, dass sich ihre finanzielle Situation in Corona-Zeiten in den kommenden zwölf Monaten verschlechtern wird. 50 Prozent glauben hingegen, dass sich nichts ändern wird. 80 Prozent der Befragten geben an, in den kommenden Monaten keine Reise außerhalb des Vereinigten Königreichs zu planen. Bei den Hotelbuchungen in den kommenden zwölf Monaten werden die Verbraucher vorsichtiger. Sagten im April 48 Prozent der Verbraucher, dass man keine entsprechenden Pläne habe oder weniger buchen möchte, so erhöht sich die Zahl im Mai ... diese News weiterlesen!

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