Wirecard: Alarmzeichen? Großinvestor verringert Position

Bild und Copyright: Michael Barck / www.4investors.de.

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02.06.2020 19:12 Uhr - Autor: Johannes Stoffels  Johannes Stoffels auf Twitter  | 4investors auf: Twitter | Google News | Facebook

Bis Ende April hielt DWS Investment 5,95 Prozent an Wirecard. Dann kam der KPMG-Sonderbericht und just an jenem Tag reduzierten die Frankfurter ihr Engagement bei Wirecard auf 4,98 Prozent. Dieses Paket bestand zu 4,47 Prozent aus Aktien sowie zu 0,5 Prozent auf Instrumenten.

Jetzt hat sich der Investor erneut von Wirecard-Aktien getrennt, wie am Abend berichtet wird. Der Verkauf von Wirecard-Anteilen erfolgte bereits am 22. Mai. Der Anteil der Instrumente hat sich dabei nicht verändert, er liegt weiter bei 0,5 Prozent. Dabei handelt es sich vor allem um einen Rückübertragungsanspruch (0,45 Prozent).

Die Aktienzahl wird von DWS Investment, einem der größten Investoren von Wirecard, aber weiter verringert. Der neue Wert liegt bei 2,84 Prozent. Umgerechnet sind dies noch rund 3,5 Millionen Wirecard-Aktien, die von der DWS gehalten werden. Dieses Aktienpaket hat beim aktuellen Kurs einen Wert von fast 325 Millionen Euro.

Die Gesamtzahl der Stimmrechte sinkt nach den jüngsten Transaktionen von 4,98 Prozent auf 3,34 Prozent. Über die Käufer der Aktien liegen keine Informationen vor.

Dass DWS fast einen Monat nach dem KPMG-Bericht und vor der Publikation des Jahresberichts erneut viele Wirecard-Aktien abstößt, kann nicht wirklich als Vertrauensbeweis gegenüber dem DAX-Konzern gesehen werden. Über die Motive von DWS Investments gibt es jedoch keine Informationen.


Lesen Sie mehr zum Thema Wirecard im Bericht vom 08.05.2020

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Am 28. April hat KPMG den Sonderbericht zu Wirecard publiziert. Seit diesem Tag steht der Kurs des DAX-Konzerns noch stärker unter Druck. Der Markt ist verunsichert. Zu viele Fragen sind offen geblieben, zu viel Vertrauen wurde verspielt. Inzwischen gibt es immer deutlicher werdende Rufe nach personellen Konsequenzen, die auch vor CEO Braun nicht mehr Halt machen. Vom Unternehmen ist zu diesen Forderungen nichts zu hören und auch Braun bleibt still. Mehr und mehr Investoren verlieren aber offenbar die Geduld mit Wirecard. Mehrere große Investoren haben sich in den Tagen nach dem KPMG-Bericht von Aktienpaketen getrennt. Dies zeigen verschiedene Stimmrechtsmitteilungen. Verkäufe getätigt haben Union Investment und Artisan Partners. Inzwischen ist ein weiterer Aktionär bekannt, der sein Engagement bei Wirecard verkleinert hat. Dies geschah am Tag der Publikation des KPMG-Reports (28.4.). Die DWS Investment hielt bis zu diesem Tag 5,95 Prozent an Wirecard und gehörte damit ... diese News weiterlesen!

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