DAX: Was läuft da im Hintergrund - Sturz oder Absturz? - Donner & Reuschel Kolumne

Chart-Experte Martin Utschneider:  „Verantwortlich für den zuletzt negativen Ölpreis ist die Tatsache, dass die Lagerkapazitäten in den USA ausgeschöpft sind. Zugleich wird aber deutlich mehr Öl gefördert wird, als verbraucht werden kann.” Bild und Copyright: Donner+Reuschel.

Chart-Experte Martin Utschneider: „Verantwortlich für den zuletzt negativen Ölpreis ist die Tatsache, dass die Lagerkapazitäten in den USA ausgeschöpft sind. Zugleich wird aber deutlich mehr Öl gefördert wird, als verbraucht werden kann.” Bild und Copyright: Donner+Reuschel.

21.04.2020 08:00 Uhr - Autor: Martin Utschneider  Martin Utschneider auf Twitter  | 4investors auf: Twitter | Google News | Facebook

Der Absturz des Ölpreises hat gestern die globalen Kapitalmärkte stark belastet. So rutschte auch der deutsche Leitindex zum Abend hin in den negativen Bereich. Verantwortlich für den zuletzt negativen Ölpreis ist die Tatsache, dass die Lagerkapazitäten in den USA ausgeschöpft sind. Zugleich wird aber deutlich mehr Öl gefördert wird, als verbraucht werden kann. So gesehen zahlen die Öl-Förderer und Produzenten bei einem negativen Ölpreis dafür, dass ihnen das Öl abgenommen wird. Der deutsche Leitindex wird heute negativ tendieren. Die Welle schlechter Wirtschaftsnachrichten steht uns ebenfalls erst noch bevor. Es könnte sich nun ein ähnliches charttechnisches Muster wie bei der Finanzkrise der Jahre 2008 und 2009 ergeben. Nach dem ersten Crash in den Monaten September und Oktober (2008) folgte eine kurzfristige technische Erholung. Diese mündete dann allerdings im Frühjahr 2009 in einen erneuten Absturz mit neuen Tiefständen. Erst nach diesem zweiten Einbruch erholte sich der Markt dann wieder nachhaltig. Damit bleibt es dabei, dass sich die mögliche Erholung des DAX 30 bestenfalls in einem „flachen V“ ergeben wird. Es könnte sogar ein „langgezogenes W“ daraus werden. Von volkswirtschaftlicher Seite wird heute der ZEW-Konjunturindex erwartet. Diesem wird ein spürbarer Rückgang prognostiziert. Der DAX 30 befindet sich weiterhin im Bärenmarkt. Betriebswirtschaftlich betrachtet könnten für 2020 die Gewinne der DAX 30-Unternehmen um mehr als 50 Prozent einbrechen. Diese Zahlen kommen allerdings erst zeitversetzt auf uns zu. Die 10.761 Punktemarke erwies sich als intakter Widerstand präsentieren. Sicherungen und Stopps daher weiter beibehalten.

- Nächste charttechnische Widerstände: 10.761, 11.032, 11.447
- Nächste wichtige charttechnische Unterstützungen: 10.391, 10.138, 10.001, 9.701, 9.226, 9.065
- Oberes Bollinger-Band: 11.048, Mittleres Bollinger-Band: 9.856 und Unteres Bollinger-Band: 8.664
- 100-Tage-Linie: 12.210 und 200-Tage–Linie: 12.291 sowie: 38-Tage-Linie: 10.345
- Indikatoren: MACD: noch neutral | RSI: neutral I Slow-Stochastik: neutral | Momentum: positiv
- In Summe: übergeordnet neutral mit Tendenz zur Schwäche
- Volatilität (VDAX-NEW): 42,97
- Die Eröffnung um 09:00 Uhr wird um die 10.450 erwartet
- (Trailing-) Stop-Loss: 10.391, 10.138, 10.001, 9.701, 9.226, 9.065

Primärtrend: „Flaches V“ / „langgezogenes W“
Sekundärtrend: 11.032 – 10.138
Tertiärtrend: Test der 10.391
Intakter Bärenmarkt
Test der 10.391 am heutigen Dienstag

Daten zum Wertpapier:
Ticker-Symbol: DAX
WKN: 846900
ISIN: DE0008469008



Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Donner & Reuschel. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!


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