Windenergie auf dem Weg zur stärksten Primärenergiequelle - Commerzbank Kolumne

Die Politik muss die Energiewende vorantreiben und zügige Verbesserungen im Genehmigungsverfahren sowie in der Flächenbereitstellung forcieren. Bild und Copyright: jaroslava V / shutterstock.com.

Die Politik muss die Energiewende vorantreiben und zügige Verbesserungen im Genehmigungsverfahren sowie in der Flächenbereitstellung forcieren. Bild und Copyright: jaroslava V / shutterstock.com.

07.01.2020 08:50 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter  | 4investors auf: Twitter | Google News | Facebook

In Deutschland stellt 2019 erstmals Windkraft die größte Primärenergiequelle dar und verweist Braunkohle auf Platz 2. Mit knapp 30.000 installierten Windenergieanlagen wurde bis 30. Dezember 2019 ein Rekordwert von gut 126 Terawattstunden (TWh) erreicht, obwohl der Ausbau der Windenergie im Jahresverlauf nahezu zum Erliegen gekommen ist. Die Politik muss die Energiewende vorantreiben und zügige Verbesserungen im Genehmigungsverfahren sowie in der Flächenbereitstellung forcieren. Denn der Anteil der Erneuerbaren Energien lag erst bei 46% (ggü. 40,6% Ultimo 2018). Aus fossilen Energiequellen und Atomkraft stammten noch mehr als die Hälfte: 54%.

Anleihen


Euroraum: Verbraucherpreise (Dez.), 11:00 Uhr
USA: Handelsbilanz (Nov.), 14:30 Uhr
USA: ISM-Index Dienstleistungen (Dez.), 16.00 Uhr
USA: Auftragseingänge Industrie (Nov.), 16.00 Uhr

Nach der gezielten Tötung des hochrangigen iranischen Generals Soleimani durch das US-Militär in Bagdad bleibt die Lage in der gesamten Golfregion angespannt. Der Ölpreis kletterte zwischenzeitlich über die Marke von 70 US-Dollar pro Fass der Sorte Brent. Das ist ein Anstieg von über 5% gegenüber Donnerstag, bevor die Lage eskalierte. Gold profitierte von der Flucht der Anleger in den „sicheren Hafen“ und notierte mit 1.580 US-Dollar je Feinunze so hoch wie seit April 2013 nicht mehr. Ob sich die Lage schnell wieder entspannt oder wir vor einem Dauerkonflikt stehen, ist aktuell nicht abzusehen. Sinkende Staatsanleiherenditen, die ebenfalls ein zuverlässiger Risikoindikator sind, verdeutlichen die nervöse Marktsituation. Die laufende Verzinsung zehnjähriger Bundesanleihen sank im Tief auf minus 0,30%, zum Jahresstart lag diese noch bei minus 0,16%. Die zehnjährigen US-Renditen gingen zeitweise von 1,94% auf 1,75% zurück. Trotzdem konnte sich der Euro gegenüber dem US-Dollar wieder etwas erholen: Er stieg um fast 1 Cent auf 1,12 US-Dollar je Euro. Hier half die verbesserte Unternehmensstimmung im Euroraum. Der vom Forschungsunternehmen Markit erhobene Einkaufsmanagerindex stieg im Monatsvergleich um 0,3 Punkte auf 50,9 Zähler im November. In einer ersten Schätzung wurde noch eine Stagnation ermittelt. Zwar wurden sowohl die Werte der Dienstleistungsunternehmen als auch des verarbeitenden Gewerbes nach oben korrigiert, der Industriesektor bleibt aber weiter im kontraktiven Bereich. Hier zeigt sich, dass der Industriesektor stark vom Export abhängt und unter den andauernden Handelskonflikten leidet. Dagegen zeigen sich die eher binnenorientierten Dienstleister relativ robust.


Aktien


Heute keine relevanten Unternehmenstermine

Die Sorgen um eine unkontrollierbare Eskalation der Ereignisse im Nahen Osten sorgten zum Wochenanfang für deutlich schwächere Kurse. Dies hatte sich schon in Fernost (Nikkei -2%) angedeutet und setzte sich besonders deutlich in Deutschland fort. Der DAX lag mit Verlusten von gut 1,5% lange unter der Marke von 13.000 Punkten und fasste erst mit der wesentlich gelasseneren Wall Street wieder etwas Zutrauen. Dort sah man wenig Grund für spürbare Auswirkungen auf die Konjunktur und thematisiert den bevorstehenden Handelsdeal. Am Ende stand der deutsche Leitindex nur noch 0,7% im Minus, etwas geringer fielen die Verluste im übrigen Europa mit dem Euro Stoxx 50 bei -0,5% oder dem Schweizer SMI bei -0,3% aus. Einzige Gewinnerbranche europaweit war im Stoxx 600 mit dem gestiegenen Ölpreis Energie (+1,3%), während zyklischere Grundstoffe (-1%) und IT (-0,9%) die größten Verlierer waren. Im DAX waren die größten Gewinner Merck (+1,1%), dagegen gab es deutliche Abgaben bei Covestro (-4,8%) nach vorsichtigeren Analystenkommentaren Infineon (-1,7%) und Lufthansa (-1,6%). In den USA gab es zu Handelsbeginn zwar moderate Verluste doch arbeitete sich der Markt sukzessive hoch und so schloss der Dow Jones 0,2% im Plus. S&P 500 (+0,4%) und die Nasdaq (+0,6%) legten noch etwas stärker zu. Deutlichere Gewinne gab es hier im Telekom-Sektor (+1,2%) wie natürlich dem Energiesektor (+0,85). Größter Gewinner im Dow Jones war McDonald’s (+1,1%) sowie Goldman Sachs (+1%). Walt Disney hielt mit dem jedoch nur kleinen Verlust von 0,6% die rote Laterne. Ansonsten profitierten Goldminen vom Anstieg des Krisenbarometers Gold. Für heute sind aufgrund der sich nicht weiter verschärfenden Lage in Nahost weitere Erholungen zu erwarten. In Asien haben dies die Märkte bereits mit annähernder Aufholung der gestrigen Verluste vollzogen.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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