United Internet: Tele Columbus belastet das Ergebnis - Neunmonatszahlen


12.11.2019 11:01 Uhr - Autor: Dena Altdörfer  Dena Altdörfer auf Twitter  | 4investors auf: Twitter | Google News | Facebook

Von der TecDAX-notierten United Internet wurden heute Zahlen für die ersten neun Monate des laufenden Jahres vorgelegt. Man habe in nachhaltiges Wachstum investiert, meldet die Gesellschaft. „Insgesamt konnte die Zahl der kostenpflichtigen Kundenverträge um 660.000 auf 24,51 Millionen Verträge gesteigert werden”, so die Gesellschaft am Dienstag. Sondereffekte bei der Tochtergesellschaft 1&1 Drillisch sowie aus der Beteiligung an dem Berliner Kabelnetzbetreiber Tele Columbus haben das Ergebnis des Konzerns belastet. Zum Ausblick auf das Gesamtjahr macht das Unternehmen aus Montabaur dagegen keine Angaben. Die wichtigsten Neunmonatszahlen 2019 von United Internet in der Übersicht:

  • Umsatz: + 1,7 Prozent auf 3,881 Milliarden Euro
  • EBITDA: + 7,9 Prozent auf 944,0 Millionen Euro nach IFRS 16 (Vorjahr: 874,6 Millionen Euro nach IFRS 15); vergleichbares Wachstum nach IFRS 15: + 0,5 Prozent
  • Ergebnis pro Aktie: 1,35 Euro, ohne Tele-Columbus-Wertminderung 1,50 Euro (+ 9,5 Prozent)


Hier die komplette Original-Nachricht des Unternehmens.

United Internet mit erfolgreichen ersten 9 Monaten 2019
United Internet hat auch in den ersten 9 Monaten 2019 in nachhaltiges Wachstum investiert. Insgesamt konnte die Zahl der kostenpflichtigen Kundenverträge um 660.000 auf 24,51 Mio. Verträge gesteigert werden.

Der Umsatz auf Konzernebene stieg in den ersten 9 Monaten 2019 von 3.815.9 Mio. EUR im Vorjahr um 1,7 % auf 3.880,8 Mio. EUR. Ursächlich für dieses auf den ersten Blick moderate Wachstum sind insbesondere unterjährig schwankende (margenschwache) Hardware-Umsätze im Mobilfunkgeschäft (-38,1 Mio. EUR gegenüber Vorjahr) sowie Umsatz-Effekte aus der verstärkten Nachfrage von Bestandskunden nach LTE-Tarifen (Erlösschmälerungen wegen reduzierter Basispreise im ersten Vertragsjahr in Höhe von -38,7 Mio. EUR; Vorjahr: -10,6 Mio. EUR).

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) der ersten 9 Monate 2019 wurde durch die erstmalige Anwendung von IFRS 16 (+65,3 Mio. EUR) positiv beeinflusst. Gegenläufig wirkten sich im Segment "Consumer Access" insbesondere Mehrkosten (-59,0 Mio. EUR) für den Vorleistungsbezug der 1&1 Drillisch AG aus, nachdem der zeitlich befristete Anpassungsmechanismus eines Vorleistungsvertrages zum Jahresende 2018 ausgelaufen ist. Entgegen den ursprünglichen Erwartungen wurde die ausgelaufene Regelung im Berichtszeitraum nicht durch eine Preissenkung im Rahmen eines Gutachterverfahrens kompensiert.

Neben diesen Mehrkosten wirkten sich plangemäß umgesetzte Zukunftsinvestitionen, wie die Neupositionierung im Segment "Consumer Applications" sowie erhöhte Marketing-Ausgaben insbesondere im Rahmen des Rebrandings im Segment "Business Applications" zunächst negativ aus. Das EBITDA stieg in den ersten 9 Monaten 2019 von 874,6 Mio. EUR um 7,9 % auf 944,0 Mio. EUR (gemäß IFRS 16). Das vergleichbare Wachstum nach IFRS 15 betrug 0,5 %.

Das von der IFRS-16-Bilanzierung nahezu unbeeinflusste Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg von 582,8 Mio. EUR um 0,8 % auf 587,6 Mio. EUR. Auch im EBIT sind die vorgenannten Ergebnisbelastungen und One-Offs enthalten.

Das Ergebnis pro Aktie (EPS) stieg von 0,29 EUR auf 1,35 EUR. Dabei wurde das EPS jeweils durch stichtagsbedingte nicht-cashwirksame Wertminderungen auf die von United Internet gehaltenen Tele Columbus Aktien belastet (EPS Effekt: -1,08 EUR im Vorjahr bzw. -0,15 EUR in der aktuellen Berichtsperiode). Bereinigt um diese Wertminderungen belief sich das operative EPS auf 1,50 EUR - ein Anstieg um 9,5 % gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert von 1,37 EUR.

Lesen Sie mehr zum Thema United Internet im Bericht vom 12.11.2019

1&1 Drillisch: Sondereffekte belasten das Ergebnis deutlich

1&1 Drillisch hat am Dienstag Zahlen für die ersten neun Monate des laufenden Jahres vorgelegt. Das Telekommunikations-Unternehmens, das zum Konzern von United Internet gehört, meldet einen Umsatzanstieg von 2,72 Milliarden Euro auf 2,76 Milliarden Euro. Sondereffekte haben sich auf die operativen Ergebnisse ausgewirkt. 1&1 Drillisch meldet vor Zinsen und Steuern einen Gewinnrückgang von 409 Millionen Euro auf 391 Millionen Euro.

Hohe Belastungen brachte vor allem Mehrkosten für den Vorleistungsbezug, nachdem der zeitlich befristete Anpassungsmechanismus eines Vorleistungsvertrages zum Jahresende 2018 ausgelaufen war. Allein dies schlug mit 59 Millionen Euro auf EBITDA-Basis zu Buche. „Entgegen den ursprünglichen Erwartungen wurde die ausgelaufene Regelung im Berichtszeitraum nicht durch eine Preissenkung im Rahmen eines Gutachterverfahrens kompensiert”, so das TecDAX-notierte Unternehmen. Ausgewiesen wird ein EBITDA-Rückgang von 524,8 Millionen Euro auf 508,7 ... diese News weiterlesen!

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