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DAX: Fortschritte bei Handelsfragen treiben den Dax über 13.000 Punkte! - Nord LB Kolumne

Nord LB: „Deutsche Unternehmen vor allem im Fahrzeugbereich, Maschinenbau, der Chemie und Logistik sind sehr stark auf den Außenhandel als Geschäftsmodell angewiesen. So ist der Höhenflug des DAX sicherlich verständlich.” Bild und Copyright: Avigator Fortuner / shutterstock.com.

Nord LB: „Deutsche Unternehmen vor allem im Fahrzeugbereich, Maschinenbau, der Chemie und Logistik sind sehr stark auf den Außenhandel als Geschäftsmodell angewiesen. So ist der Höhenflug des DAX sicherlich verständlich.” Bild und Copyright: Avigator Fortuner / shutterstock.com.

04.11.2019, 10:37 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter  | 4nvestors auf: Twitter | Google News | Facebook

Erstmals seit Juni letzten Jahres gelang es dem Deutschen Aktienindex DAX am heutigen Morgen wieder, die psychologisch wichtige Marke von 13.000 Punkten zu überschreiten. Seit Anfang dieses Jahres belaufen sich damit die Kursgewinne auf über 22%, seit Anfang Oktober freuen sich die Aktienmarktteilnehmer über eine Performance von über 10%.

Wesentlich beigetragen zum morgendlichen Sprung über die 13.000er Marke haben Meldungen am Wochenende, es seien wichtige Fortschritte bei den Verhandlungen um ein Handelsabkommen zwischen den USA und China erzielt worden. Insbesondere der US-Handelsbeauftragte Wilbur Ross, ansonsten eher einer der so genannten „harten Hunde“ unter den Verhandlungsteilnehmern in der US-Delegation, versprühte fast schon einen bemerkenswerten Optimismus, als er davon sprach, die Diskussionen seit „weit fortgeschritten“ für die „1. Phase“ eines Handelsdeals, der wahrscheinlich bereits noch in diesem Monat „irgendwo“ in den USA unterzeichnet werden könne.

In diesem „Mini-Deal“ dürfte möglicherweise vereinbart werden, dass auf der einen Seite China seine landwirtschaftlichen Importe aus den USA erhöht, seine Währung stabil hält (d.h. nicht abwertet) und seinen Markt auf dem Gebiet der Finanzdienstleistungen für amerikanische Unternehmen öffnet. Als Gegenleistung könnte dann die USA auf die für den 15. Dezember geplante Erhöhung der Importzölle auf Konsumgüter aus China (z.B. Smartphones) verzichten sowie die Restriktionen für chinesische Unternehmen beim Handelsaustausch mit US-Firmen deutlich lockern. Von letztem dürften Huawei und zwei Dutzend anderer chinesischer Unternehmen profitieren.

Ein weiterer Faktor, der für positive Stimmung beim deutschen Aktienindex gesorgt hat, war die Andeutung von Wilbur Ross, auch gegenüber den europäischen Handelspartnern sei man auf einem guten Weg zu einer gewissen Übereinkunft in Sachen Importzöllen. Hierbei könnten verstärkte Investitionen europäischer Unternehmen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten die US-Regierung von möglichen Zollanhebungen insbesondere im Fahrzeugsektor abhalten.


Für die deutsche Konjunktur sind das natürlich sehr erfreuliche Nachrichten. Die Aussichten auf Zollbelastungen, aber auch bereits die Verunsicherung über eine mögliche unkontrollierbare Neuordnung der globalen Handelspolitik haben letztlich ifo-Index und ZEW Umfrage in einen gewissen Abwärtsstrudel getrieben. Deutsche Unternehmen vor allem im Fahrzeugbereich, Maschinenbau, der Chemie und Logistik (im Grunde die gesamte „Deutschland AG“) sind sehr stark auf den Außenhandel als Geschäftsmodell angewiesen. So ist der Höhenflug des DAX sicherlich verständlich.

Bereits in den letzten Tagen waren die Hoffnungen auf eine Eindämmung in den Handelskonflikten gestiegen, die Zuversicht scheint nun zunehmend gerechtfertigt zu sein. Zwar kann ein unschöner Tweet vom US-Präsidenten Donald Trump jederzeit zu neuer Skepsis führen, aber möglicherweise braucht auch Trump langsam Erfolge, um im Präsidentschaftsrennen überhaupt wieder Boden gut zu machen. Eine gewisse Entschleunigung auch der US-Konjunktur setzt ihn dabei unter Druck.

Fazit: Die vom US Handelsbeauftragten Wilbur Ross verkündeten Fortschritte bei den Verhandlungen um einen „Mini-Deal“ mit China haben den DAX bereits zu Tagesbeginn über die Marke von 13.000 Punkten gehievt. Mit den recht optimistischen Verlautbarungen der US-Delegation ist die Zuversicht gestiegen, dass sowohl beim Handelskonflikt der USA mit China (auf gesamtwirtschaftlicher Ebene) als auch mit der Europäischen Union (im Fahrzeugbereich) Einigungen bereits in der nächsten Zeit wahrscheinlich(er) geworden sind. Deutsche Unternehmen dürften von einer dann zurückgehenden Unsicherheit besonders profitieren, sind sie doch von dem Funktionieren der weltweiten Märkte stark abhängig. Noch sind die Texte nicht unterschriftsreif, noch kann ein Tweet Trumps einiges wieder in Frage stellen, dennoch sind dies erfreuliche Signale.

Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Nord LB. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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