Das Wachstum der US-Wirtschaft übertrifft die Erwartungen - Commerzbank Kolumne

Bild und Copyright: gary yim / shutterstock.com.

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31.10.2019 08:50 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter  | 4investors auf: Twitter | Google News | Facebook

Im dritten Quartal wuchs die US-Wirtschaft mit +1,9% (annualisiert), Analysten hatten nur mit einem Plus von 1,6% gerechnet. Das Wachstum fiel somit ähnlich aus wie im zweiten Quartal (2,0%), aber schwächer als im ersten Vierteljahr (3,1%). Stütze bleibt weiterhin vor allem der private Verbrauch, der von dem kräftigen Stellenaufbau, höheren Löhnen und steigenden Vermögen profitiert. Aufgrund der Schwäche der Weltwirtschaft und der Handelskonflikte sind die Aussichten für die US-Wirtschaft jedoch gedämpft. Wir erwarten daher ein anhaltend moderates Wachstum, aber keine Rezession.

Anleihen


Japan: Industrieproduktion (Sep.), 0:50 Uhr
China: Einkaufsmanagerindizes (Okt.), 2:00 Uhr
Euroraum: Bruttoinlandsprodukt (3. Quartal), 11 Uhr
Euroraum: Verbraucherpreise (Okt.), 11:00 Uhr
USA: Ausgaben privater Haushalte (Sep.), 13:30 Uhr
USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe, 13:30 Uhr
USA: Chicago Einkaufsmanagerindex (Okt.), 14:45 Uhr

Vor der am gestrigen Abend zu verkündenden Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed wollten sich die Anleger am Rentenmarkt nicht aus der Deckung wagen. Gegenüber Dienstag legten die Kurse von Bundesanleihen minimal zu. Wie erwartet, senkte die Fed den Leitzins um 0,25% auf den neuen Korridor von 1,50% bis 1,75%. Die Notenbank begründete ihren Zinsschritt mit anhaltenden Abwärtsrisiken der US-Wirtschaft und der unverändert niedrigen Inflation trotz Vollbeschäftigung. In ihrem Ausblick bezüglich weiterer Maßnahmen blieb sie vage. Der Markt rechnet mit einer weiteren Zinssenkung erst im kommenden Jahr. Aktuelle Wirtschaftsdaten aus den USA rechtfertigen nicht unbedingt die gestrige Zinssenkung. So überraschte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal mit einen Zuwachs um 1,9% (annualisiert); Volkswirte hatten dagegen 1,6% vorhergesagt (siehe auch „Im Blickpunkt“). Zudem wurden laut Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing (ADP) im Oktober in der Privatwirtschaft der USA mehr Stellen geschaffen als erwartet. Allerdings musste der Zuwachs im Vormonat kräftig nach unten revidiert werden. Damit hat sich der Stellenzuwachs in den vergangenen zwölf Monaten deutlich abgeschwächt. In Deutschland ist die Inflationsrate im Oktober leicht auf 1,1% gefallen. Dies ist in erster Linie auf einen Rückgang der häufig recht volatilen Energie- und Nahrungsmittelpreise zurückzuführen. Damit dürften auch die heute veröffentlichten Preisdaten für den Euroraum niedrig bleiben.

Aktien


Samsung, endg. Ergebnis Q3
BBVA, BNP Paribas, ING, Ergebnis Q3
Sanofi, Royal Dutch Shell, Repsol, Ergebnis Q3
Swiss Re, Neunmonatszahlen
Hochtief, Ergebnis Q3
DuPont, Ergebnis Q3

Die Anleger an den europäischen Aktienbörsen sind vor den wichtigen geldpolitischen Signalen der US-amerikanischen Notenbank vorsichtig geblieben. So traten die großen Indizes im Euroraum weitestgehend auf der Stelle. Der spanische IBEX 35 erlitt sogar stärkere Verluste. In Madrid verzeichneten vor allem Bankaktien Kursrückschläge. Hauptgrund für die leicht negative Entwicklung im deutschen Leitindex Dax 30 war der Kursrutsch der Deutschen Bank (-7,9%). Deren Verluste wegen des teuren Konzernumbaus waren höher als befürchtet ausgefallen. Positiv konnten sich hingegen weiterhin FMC (+3,6%) und Fresenius (+1,9%) in Szene setzen, nachdem beide Titel bereits am Vortag nach besser als er-warteten Quartalszahlen an der Indexspitze gestanden hatten. Die Aktien von Bayer (+2,1%) profitierten von guten Zahlen sowie bekräftigten Jahresprognosen. Unter den Branchen des Leitindex für den Euroraum, dem EUROSTOXX 600, gab es markante Performancedifferenzen. So konnten Haushaltsgüter (+2,0%) und Gesundheit (+1,5%) deutlich zulegen, während vor allem Banken (-2,8%), belastet durch die negativ aufgenommenen Quartalsausweise der Deutschen Bank und der spanischen Santander stark unter Druck gerieten. An der Wall Street erzielte der marktbreite S&P 500 nach der Zinssenkung durch die Fed ein neues Rekordhoch. An der Spitze des Dow Jones standen die Aktien von Johnson & Johnson (+2,9%; Nachweis erbracht, dass Babypuder asbestfrei), auch die Titel von Merck (+1,3%) setzten ihre Kursgewinne weiter fort. Die nachbörslich präsentierten Quartalsdaten von Apple und Facebook wurden positiv aufgenommen.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

Aktienmarkt: Die Zuversicht ist zurück, die Lösungen noch nicht - Börse München Kolumne

Weiter im Aufwind: Die deutschen Aktienbörsen haben in der vergangenen Woche erneut Gewinne verzeichnet und somit die dritte Woche in Folge höher geschlossen. Wie schon in den Vorwochen waren es positiv aufgenommene Entwicklungen bei den beiden großen politischen Themen, die den Optimismus der Anleger befeuerten. Im Handelsstreit zwischen den USA und China war von Fortschritten auf dem Weg zu einem vorläufigen Handelsabkommen die Rede. Vor allem aber sorgte die wahrscheinliche, neuerliche Verschiebung des Brexit-Termins für gute Stimmung an den Märkten. Zusätzlicher Schwung kam gegen Ende der Handelswoche von einigen als gut beurteilten Unternehmenszahlen.

Der Deutsche Aktienindex (Dax) stieg im Wochenvergleich um 2,1 Prozent auf 12.894,51 Punkte und blieb damit auf seinem höchsten Niveau seit Sommer 218. Zu den großen Indexgewinnern zählten infolge ihrer Quartalszahlen BASF und Daimler. Der MDax legte im Wochenvergleich um 0,9 Prozent auf 26.240,57 Zähler zu. Der ... diese News vom 28.10.2019 weiterlesen!

Auf einem Blick - Chart und News: S&P 500