Volkswagen: Börse gelassen trotz neuer Schummel-Vorwürfe

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12.09.2019 09:45 Uhr - Autor: Michael Barck  Michael Barck auf Twitter  | 4investors auf: Twitter | Google News | Facebook

Im Handel am Donnerstagvormittag steht die Volkswagen im Blickpunkt. Ein Bericht des SWR ist der Grund: Demnach soll der Autobauer illegale Abschaltvorrichtungen auch bei Dieselmotoren der Abgasnorm Euro 6 nutzen. Bei Volkswagen weist man den Bericht zurück. Man benutze keine solchen nicht zulässigen Einrichtungen, sagte ein VW-Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur dpa-AFX. Es sei „nichts Illegales passiert”, zitiert dpa-AFX den namentlich nicht genannten Sprecher des DAX-notierten Autobauers.

An der Börse reagiert man auf die neuen Schummel-Vorwürfe gegen VW recht gelassen. Zwar verliert die Aktie des Autobauers an Wert, doch das Minus hält sich mit aktuell 0,54 Prozent auf 154,86 Prozent deutlich in Grenzen. Neben dem Dementi von Volkswagen dürfte hierbei auch eine positive Analystenstimme für den Auto-Wert von Barclays eine Rolle spielen. Barcleays bestätigt das „Outperform” mit einem von 183 Euro auf 195 Euro erhöhten Kursziel für die VW-Vorzugsaktie. Tratons Bewertung sowie die jüngsten Quartalszahlen von Volkswagen stecken hinter dem höheren Kursziel.

Im Chart der Volkswagen Aktie könnten die Berichte und der kleine Rückschlag aber für die Gefahr stärkerer Gewinnmitnahmen sorgen. Zuletzt war der Aktienkurs des Wolfsburger Unternehmens von 136,94 Euro am 15 August auf gestern in der Spitze erreichte 157,90 Euro geklettert. Der Ausbruch über eine charttechnische Hürde bei 153,26/153,36 Euro wurde wieder einkassiert, sodass ein Test der wichtigen Hinderniszone um 162/164 Euro bisher ausfiel.

Derzeit ist noch bei 153,52/154,18 Euro ein kleinerer Unterstützungsbereich zu sehen. Ein Rutsch hierunter könnte an der Börse bereits als Verkaufssignal für die VW Aktie im kurzfristigen Zeitfenster aufgefasst werden. In dem Fall könnte es recht schnell in Richtung 148,78/149,60 Euro oder auch tiefer nach unten gehen.


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