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DEAG: Über Glühwein und den harten Brexit

Der mögliche Brexit wirft auch bei der DEAG seine Schatten voraus, wie Gründer und Vorstandschef Peter Schwenkow erläutert. Bild und Copyright: PHOTOCREO Michal Bednare / shutterstock.com.

Der mögliche Brexit wirft auch bei der DEAG seine Schatten voraus, wie Gründer und Vorstandschef Peter Schwenkow erläutert. Bild und Copyright: PHOTOCREO Michal Bednare / shutterstock.com.

06.09.2019 13:39 Uhr - Autor: Johannes Stoffels  Johannes Stoffels auf Twitter  | 4investors auf: Twitter | Google News | Facebook

Bei DEAG Deutsche Entertainment ist die Einkaufstour noch nicht abgeschlossen. Man schaut sich weiter nach Verstärkungen um. Derzeit arbeitet der Unterhaltungskonzern an 10 Standorten mit 250 Mitarbeitern. Die wichtigsten Märkte liegen in Deutschland und Großbritannien. In beiden Ländern veranstaltet DEAG jährlich mehr als 2.000 Shows und Live Events.

Der mögliche Brexit wirft aber auch bei der DEAG seine Schatten voraus, wie Gründer und Vorstandschef Peter Schwenkow auf der Herbstkonferenz des Equity Forum erläutert. Die Unsicherheiten auf der Insel machen sich im Einkaufsverhalten von DEAG bemerkbar. Drei mögliche Zukäufe werden zumindest bis Ende Oktober hinausgeschoben. Bei einem harten Brexit muss man die Situation überdenken. Zudem hedged man sicherheitshalber das britische Pfund, um unliebsame Überraschungen auf der Währungsseite zu vermeiden.

Ein Wachstumsimpuls, den kaum jemand bei DEAG beachtet, ist das Gastronomieangebot. Hier lässt sich auf Konzerten Geld verdienen. Gleiches gilt für die Weihnachtsevents, seien es die Christmas Gardens oder der Weihnachtszirkus. Der Glühwein ist dabei ein nicht zu unterschätzender Umsatzbringer. DEAG ist mit 650.000 verkauften Litern pro Jahr mittlerweile führend in Deutschland.

Ein weiterer Treiber sind die TimeRides von DEAG. Angefangen hat man mit dem virtuellen Blick auf eine historische Szene in Köln, inzwischen gibt es diese Möglichkeit der Virtual Reality auch in Berlin, München folgt in wenigen Tagen. Weitere TimeRides auch im Ausland sollen bald folgen.

2018 machte DEAG einen Umsatz von 200,2 Millionen Euro. Mindestens auf diesem Niveau soll auch die Zahl in 2019 liegen, ein leichtes Plus wird nicht ausgeschlossen. Doch dafür muss das zweite Halbjahr stark verlaufen. Auch das EBITDA (2018: 14,6 Millionen Euro) soll im laufenden Jahr mindestens die Vorjahreshöhe erreichen. Dass diese Prognose nicht ganz einfach ist, zeigt sich am bisherigen Umsatz. In den ersten sechs Monaten kam DEAG auf 63,9 Millionen Euro (Vorjahr: 118,0 Millionen Euro). Allerdings fanden damals wichtige und gut besuchte Konzerte im ersten Halbjahr statt, in 2019 ist diese Entwicklung im zweiten Halbjahr zu beobachten.

Während sich Schwenkow bei der Umsatz- und Ergebnisentwicklung voll im Plan sieht, ist er mit der Kursentwicklung der Aktie nicht zufrieden. In den vergangenen drei Monaten hat das Papier rund 6 Prozent verloren. Aktuell notiert die Aktie bei 4,26 Euro, das durchschnittliche Kursziel verschiedener Analystenhäuser liegt bei 6,22 Euro. Zumindest den Anleihen-Kurs dürfte der CEO nicht kritisieren. Die DEAG-Anleihe steht bei fast 107 Prozent.

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