Lufthansa: Interessante Rendite trotz der Unsicherheiten

Bild und Copyright: Lufthansa.

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30.07.2019 15:11 Uhr - Autor: Johannes Stoffels  Johannes Stoffels auf Twitter  | 4investors auf: Twitter | Google News | Facebook

Die Zahlen zum zweiten Quartal der Lufthansa verfehlen die Erwartungen der Analysten von Independent Research. Preisdruck und höhere operative Kosten beeinträchtigen das Zahlenwerk. Für das Gesamtjahr erwartet die LH weiter eine bereinigte operative Marge von 5,5 Prozent bis 6,5 Prozent. Im zweiten Halbjahr sollte es dadurch Impulse geben, dass die Belastung bei den Treibstoffkosten nachlassen dürfte.

Die Analysten rechnen für das laufende Jahr mit einem Gewinn je Aktie von 2,01 Euro (alt: 2,46 Euro). Die Prognose für das kommende Jahr sinkt von 3,55 Euro auf 3,36 Euro. Der Wettbewerb in der Branche bleibt hoch, zudem gibt es gewisse Unsicherheiten. Dazu zählt eine mögliche CO2-Steuer auf Flugtickets. Auch könnte Bahnfahren attraktiver werden, was die Passagierzahlen der LH beeinflussen könnte.

Die Experten bestätigen ihre Halteempfehlung für die Aktien der Lufthansa. Das Kursziel für die Papiere der deutschen Fluggesellschaft sinkt von 16,60 Euro auf 15,60 Euro.

Für das laufende Jahr erwarten die Experten eine Dividende von 0,50 Euro je Aktie, 2020 soll diese bei 0,70 Euro liegen. Daraus errechnet sich eine Dividendenrendite von 3,3 Prozent bzw. 4,6 Prozent.

Lufthansa: Die Kurzstrecke bleibt das Sorgenkind

Lufthansa meldet Zahlen für die erste Hälfte des laufenden Jahres. Der Umsatz des Unternehmens ist von 16,9 Milliarden Euro auf 17,5 Milliarden Euro gestiegen. Zugleich haben sich die Ergebnisse deutlich verringert. Vor Zinsen und Steuern meldet die Lufthansa einen Ergebnisrückgang von 1,05 Milliarden Euro auf 0,42 Milliarden Euro. Unter dem Strich rutscht der Luftfahrtkonzern mit einem Verlust von 116 Millionen Euro sogar in die roten Zahlen. In der ersten Hälfte des vergangenen Jahres hatte man noch einen Gewinn von 713 Millionen Euro verbucht. Der operative Cashflow der Lufthansa ist zudem von 3,23 Milliarden Euro auf 2,39 Milliarden Euro gesunken.

„Unser Ergebnis wird durch einen harten Konkurrenzkampf in Europa mit hohen Überkapazitäten beeinflusst. Besonders betroffen sind die Kurzstrecken aus Deutschland und Österreich. Wir reagieren darauf, indem wir weiter Kosten senken und die Flexibilität erhöhen. Mit dem kürzlich vorgestellten Turnaround Plan werden wir ... diese News vom 30.07.2019 weiterlesen!

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