Wirecard Aktie: Starker Tobak in neuen Infos zur „FT” - kommt Attacke der Shortseller?

22.07.2019, 08:27 Uhr - Autor: Michael Barck  Michael Barck auf Twitter  | 4nvestors auf: Twitter | Google News | Facebook

Aus einem „Handelsblatt”-Bericht geht hervor, dass die „Financial Times” neue kritische Berichte zu Wirecard recherchieren soll und Shortseller neue Attacken auf den DAX-Wert planen. Bild und Copyright: Wirecard.

Aus einem „Handelsblatt”-Bericht geht hervor, dass die „Financial Times” neue kritische Berichte zu Wirecard recherchieren soll und Shortseller neue Attacken auf den DAX-Wert planen. Bild und Copyright: Wirecard.

Für die Brisanz der Schlagzeilen zur Wirecard Aktie ist aktuell wenig Bewegung in dem DAX-notierten Wert zu sehen. Die Süddeutschen haben neue Vorwürfe gegen die Journalisten der „Financial Times” erhoben, wie das „Handelsblatt” berichtet. Demzufolge sollen neue Beweise vorliegen, dass einige Shortseller noch vor der Veröffentlichung bereits von anstehenden belastenden Berichten in der britischen Zeitung gewusst und dies zu ihren Zwecken ausgenutzt haben. Neu ist, dass dies durch eine Tonaufnahme unterlegt werden kann, wie das „Handelsblatt” berichtet.

Mehr noch: „In einem Brief fordert Wirecard die Zeitung auf, bis auf weiteres keine Artikel mehr über den Konzern zu publizieren, und stattdessen eine interne Untersuchung zu starten, um Fehlverhalten in den eigenen Reihen aufzudecken”, so das „Handelsblatt”. Aus dem Bericht geht hervor, dass neue kritische Berichte der britischen Zeitung gegen Wirecard in Vorbereitung sein sollen. Ohnehin ist die „Asien-Affäre” bisher nicht ausgestanden: In Singapur ist das Ermittlungsverfahren der Behörden noch nicht beendet. In Europa ermitteln Behörden wegen möglicher Marktmanipulationen durch Shortseller.

Berichte der „FT” hatten Wirecard Aktie stark abstürzen lassen


Starker Tobak also! Zur Erinnerung: Ende Januar hatte die „Financial Times” in einer Serie von Berichten über Unregelmäßigkeiten in Wirecards Asien-Geschäften berichtet. Bisher bekannt sind allerdings nur Geschäftsvorfälle im Volumen von wenigen Millionen Euro. Zwischenzeitlich war die Wirecard Aktie als Folge der Berichte und begleitender Shortseller-Attacken von 170 Euro auf 86 Euro gefallen. Die Vorgänge hatten die BAFin veranlasst, einzugreifen und ein umstrittenes Shortselling-Verbot bei dem DAX-Wert auszusprechen.

Den Gegenpart zu den neuen Turbulenzen im Fall „Wirecard vs. Financial Times” spielen die Analysten von HSBC. Diese setzen ihr Kursziel für die Fintech-Aktie von 195 Euro auf 225 Euro nach oben und bestätigen die Kaufempfehlung.

Und was macht die Wirecard Aktie aus alldem? Derzeit wenig, die Indikationen liegen bei 148,30/148,75 Euro etwas oberhalb des XETRA-Schlusskurses vom Freitag, der bei 147,15 Euro (+5,52 Prozent) notiert war. Immerhin könnten die neue Informationen zum Fall „Wirecard vs. Financial Times” eine Erklärung für den teils turbulenten Kursverlauf der Wirecard Aktie in den letzten Tagen nehmen. Nach einer Topbildung im Bereich 155,10/156,00 Euro fiel der Aktienkurs des DAX-Konzerns teils rasant auf 135,20 Euro, ehe eine Erholungsbewegung einsetzte. Ob dies aber in Zusammenhang mit neuen Shortattacken auf die ohnehin schon volatile Aktie steht, ist derzeit reine Spekulation.

Mehr zur Lage bei der Wirecard Aktie lesen Sie im Tagesverlauf auf www.4investors.de.

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