Bayer: Schlechte News und ein Lichtblick vom Glyphosat-Debakel

In den USA wird ein Glyphosat-Prozess zwar nicht neu aufgerollt, doch die Schadenersatzsumme, zu der Bayer verurteilt wurde, könnte niedriger ausfallen. Bild und Copyright: Bayer.

In den USA wird ein Glyphosat-Prozess zwar nicht neu aufgerollt, doch die Schadenersatzsumme, zu der Bayer verurteilt wurde, könnte niedriger ausfallen. Bild und Copyright: Bayer.

15.07.2019 07:19 Uhr - Autor: Michael Barck  Michael Barck auf Twitter  | 4investors auf: Twitter | Google News | Facebook

Wieder setzt es für den Bayer-Konzern bei den Glyphosat-Prozessen in den USA einen Rückschlag. Nachdem ein Gericht den Konzern zur Zahlung von 80 Millionen Dollar Schadenersatz an den Kläger Edwin Hardeman verdonnert hatte, versuchte Bayer, das Verfahren neu aufrollen zu lassen. Das ist misslungen. Vom zuständigen Gericht wurde dies zurückgewiesen. Der Lichtblick: Allerdings könnte sich an der Schadenersatzsumme etwas tun, denn das Gericht ließ durchblicken, dass der Schadenersatzsumme eine falsche Berechnung zugrunde gelegen haben soll. Die Summe könnte also eventuell gesenkt werden.

Der Fall gilt in den USA als richtungweisend für die vielen Klagen, denen sich Bayer wegen Monsantos Unkrautvernichter Glyphosat ausgesetzt sieht. Bayer hatte Monsanto in einem umstrittenen Deal übernommen - nun fällt dem Leverkusener Unternehmen das milliardenschwere Glyphosat-Prozessproblem „auf die Füße”.

Hier noch einmal die wesentlichen Eckpunkte der charttechnischen Szenarien für die Bayer Aktie aus unserer technischen Analyse vom Wochenende.

In der technischen Analyse für die Bayer Aktie ist diese Zone um 58,60/58,77 Euro zu erkennen. Bei 59,05/59,25 Euro kommt eine kleinere vorgelagerte Unterstützungszone hinzu. Damit stabilisiert ich Bayers Aktienkurs derzeit über dem oberen Ende des Gaps, das vom 26. Juni auf den 27. Juni zwischen 56,75 Euro und 58,60 Euro aufgerissen wurde. Im Zuge dessen gelang auch der Ausbruch über die eigentliche Hürdenzone an dieser Stelle, die bei 56,22/57,32 Euro zu finden ist. Diese Marke wäre zusammen mit der unteren Gap-Begrenzung ein erstes Kursziel und eine starke charttechnische Unterstützung, würde die Bayer Aktie den Bereich bei 58,60/58,77 Euro unterschreiten.

Prallt das DAX-notierte Papier aber von hier nach oben ab, so wird es interessant. Oberhalb des jüngsten Verlaufshochs bei 61,45/62,19 Euro startet eine starke und charttechnisch übergeordnet wichtige Widerstandszone. Der Bereich erstreckt sich über 62,45/62,92 Euro bis auf 63,10/63,14 Euro. Zentrale Hürden sind die beiden oberen Bereiche. Gelingt der Bayer Aktie ein stabiler Sprung über diese Hindernisse, wäre in der technischen Analyse eine mögliche Bodenbildungsformation komplett. Das würde charttechnisch eine Neubewertung des DAX-Titels ermöglichen

Auf einem Blick - Chart und News: Bayer