Aumann Aktie - Gewinnwarnung: Heftiger Sturz droht

11.07.2019, 08:14 Uhr - Autor: Michael Barck  Michael Barck auf Twitter  | 4nvestors auf: Twitter | Google News | Facebook

Nur auf 85 Millionen Euro kommt Aumann beim Auftragseingang in der ersten Jahreshälfte 2019. Nicht genug, um die bisherige Prognose aufrecht zu erhalten. Bild und Copyright: janon kas / shutterstock.com.

Nur auf 85 Millionen Euro kommt Aumann beim Auftragseingang in der ersten Jahreshälfte 2019. Nicht genug, um die bisherige Prognose aufrecht zu erhalten. Bild und Copyright: janon kas / shutterstock.com.

Es sieht aktuell alles andere als gut aus für die Aumann Aktie. Eine Gewinnwarnung des Unternehmens setzt den Anteilschein unter Druck. Aktuelle Indikationen notieren am Donnerstagmorgen um 15,52/15,88 Euro, nachdem die Aumann Aktie gestern den XETRA-Handel bei 17,80 Euro nur wenig verändert hatte. Dann kam die Gewinnwarnung. Mit der sich anbahnenden Entwicklung ist zugleich ein charttechnischer Bodenbildungsversuch um 17,22/17,44 Euro wohl ad acta gelegt.

Man habe „eine vorsichtige Neueinschätzung der Umsatz- und Ergebniserwartung für das Geschäftsjahr 2019 vorgenommen. Wiederholte Verschiebungen von Auftragsvergaben mit signifikantem Volumen führten zu einem enttäuschenden Auftragseingang”, meldet Aumann in der Unternehmensnachricht, mit der man gestern am späten Abend die „Bombe platzen” ließ. Nur auf 85 Millionen Euro kommt man beim Auftragseingang in der ersten Jahreshälfte 2019. Nicht genug, um die bisherige Prognose aufrecht zu erhalten. Erwartet wird nun ein Umsatz zwischen 220 Millionen Euro und 240 Millionen Euro. Vor Zinsen und Steuern soll auf angepasster Basis ein Gewinn von 22 Millionen Euro erzielt werden. Allerdings gibt es noch eine negativere Annahme mit einem EBIT von nur 16 Millionen Euro, die sei abhängig von der weiteren Marktentwicklung.

Für das laufende Geschäftsjahr 2019 erwartete Aumann bisher bei Umsatz und EBIT im Vergleich zum Vorjahr leichte Steigerungen. Das Jahr 2018 hatte Aumann mit knapp 291 Millionen Euro Umsatz und einem operativen Ergebnisrekord von mehr als 29 Millionen Euro abgeschlossen.

„Ausschlaggebend für diese Entwicklung sind insbesondere der rückläufige Fahrzeugabsatz und die daraus resultierende Verunsicherung in der Automobilindustrie, welche sich in erheblicher Investitionszurückhaltung und Kostendisziplin bei Herstellern und Zuliefern niederschlagen”, so Aumann. Der Hersteller von Spezialmaschinen und automatisierten Fertigungslinien mit Fokus auf den Bereich der Elektromobilität rechnet damit, dass diese Situation über das laufende Geschäftsjahr hinaus anhält. Man geht aber davon aus, dass der mittelfristige Trend im Bereich der Elektromobilität weiter ungebrochen sei.

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