Deutschland: Misere bei den Auftragseingängen setzt sich fort - VP Bank Kolumne

Bild und Copyright: anathomy / shutterstock.com.

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05.07.2019 08:28 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter  | 4investors auf: Twitter | Google News | Facebook

Die Auftragseingänge für das verarbeitende Gewerbe in Deutschland gehen im Mai deutlich um 2.2 % gegenüber dem Vormonat zurück. Vor allem die Neubestellungen aus Ländern ausserhalb der Eurozone sanken im Monatsvergleich stark. Was für eine Misere! Die Entwicklung der Auftragseingänge kann hinsichtlich ihrer Bedeutung nicht hoch genug eingestuft werden. Gehen die Auftragseingänge zurück, hat die Industrie weniger zu produzieren und in weiterer Folge leidet die Beschäftigung darunter. Steigt die Arbeitslosenquote, färbt dies auch negativ auf den privaten Konsum ab.

Von dieser Abwärtsspirale ist die deutsche Volkswirtschaft teilweise bereits schon erfasst. Die Auftragseingänge sind seit Juni 2018 im Jahresvergleich rückläufig. Auch die Entwicklung der Industrieproduktion ist mit einem negativen Vorzeichen versehen. Und nun bekommt auch der Arbeitsmarkt die Folgen zu spüren: Im Mai stieg die Arbeitslosenquote von 4.9 % auf 5.0 %. In Anbetracht des deutlichen Rückganges der Auftragseingänge wird die Industrieproduktion auch im zweiten Halbjahr äusserst schwach ausfallen. Damit erhöht sich die Rezessionsgefahr.

Die Hoffnungen beruhen nun auf einer Beilegung der Handelskonflikte. Kommt es zu einer Einigung zwischen den USA und China im Zollstreit, könnte die konjunkturelle Zuversicht im Unternehmenssektor wieder zunehmen. Käme es gar zu einer Rücknahme der bereits in Kraft getretenen Strafzölle, würde der Welthandel Aufwind bekommen. Die exportstarken deutschen Unternehmen wären unmittelbarer Nutzniesser. Da eine etwaige Lösung des Handelsstreites und auch des Brexit noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird, bleibt die Lage für die deutsche Wirtschaft in den kommenden Monaten schwierig. Kurzarbeit könnte wohl schon bald wieder zu einem grösseren Thema werden.

Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der VP Bank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

DAX: Die Luft wird etwas dünner - UBS Kolumne

Rückblick: Der DAX nahm seinen Anfang Juni begonnenen Aufwärtstrend in der Vorwoche mit der Verteidigung der Unterstützung bei 12.200 Punkten wieder auf und zog am vergangenen Freitag über die Hürde bei 12.350 Punkten an. Damit war der Weg für einen Angriff auf das Jahreshoch geebnet. Einem Schlagabtausch an dieser Marke gingen die Bullen allerdings aus dem Weg, indem sie den Index mit einem großen Aufwärtsgap direkt über die Marke und den Widerstand bei 12.597 Punkten anspringen ließen. Nach einem Rücklauf an die wichtige Barriere bei 12.456 Punkten setzte sich der Anstieg am Mittwoch fort und führte gestern auf ein neues Jahreshoch bei 12.656 Punkten.

Ausblick: Die Kaufwelle der letzten Tage hat bislang nichts von ihrer Durchschlagskraft verloren. Neue Jahreshöchststände sind jederzeit möglich, auch wenn die Luft für die Bullen dünner wird.

Die Long-Szenarien: Bei einem nachhaltigen Anstieg über 12.650 Punkte hätte der DAX direkt die Chance, bis an die ... diese News vom 05.07.2019 weiterlesen!

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