BASF Aktie: Achtung, Bodenbildung möglich - Chartanalyse

Es wird sich zeigen müssen, wie „nachhaltig” die gestrige Erholungsbewegung der BASF Aktie wird. Schon der heutige Tag könnte wichtige Fingerzeige geben. Bild und Copyright: 360b / shutterstock.com.

Es wird sich zeigen müssen, wie „nachhaltig” die gestrige Erholungsbewegung der BASF Aktie wird. Schon der heutige Tag könnte wichtige Fingerzeige geben. Bild und Copyright: 360b / shutterstock.com.

19.06.2019 08:10 Uhr - Autor: Michael Barck  Michael Barck auf Twitter  | 4investors auf: Twitter | Google News | Facebook

Wie so einige Werte an der Frankfurter Börse schaffte die BASF Aktie gestern im Tagesverlauf eine bemerkenswerte Umkehr. Rutschte der DAX-Titel am Dienstagvormittag zunächst noch auf 59,51 Euro ab, so begann hier eine deutliche Intraday-Aufwärtsbewegung, die erst am Nachmittag bei 61,97 Euro ihr Ende fand. In der technischen Analyse für die BASF Aktie sind dies wichtige Impulse. Den gestrigen Handelstag beendete der Chemietitel bei 61,59 Euro (+2,68 Prozent), aktuelle Indikationen notieren auf einem stabilen Kursniveau.

Gleich zwei positive charttechnische Faktoren nimmt der Aktienkurs von BASF mit aus dem gestrigen Handel. Zum einen konnten kleinere Unterstützungsmarken zwischen 59,62/59,71 Euro und 60,14/60,36 Euro letztlich doch gehalten werden. Zum anderen konnte damit per Bärenfalle ein Sturz an das Jahrestief bei 58,41 Euro bzw. das Ende 2018 erreichte Baissetief bei 57,35 Euro verhindert werden.

Es wird sich allerdings noch zeigen müssen, wie „nachhaltig” diese Erholungsbewegung der BASF Aktie von gestern wird. Zwischen der 62-Euro-Marke und dem jüngsten Erholungshoch bei 63,32 Euro vom 11. Juni liegt eine breitere und nicht unbedingt schwache charttechnische Widerstandszone. Gelingt dem Aktienkurs des Chemiekonzerns der Sprung über diese Marke, wäre der charttechnische Umschwung nach den jüngsten deutlichen Kursverlusten wohl perfekt. Gelingt der Break nicht, bleibt immer noch eine mögliche Bodenbildung oberhalb der starken Supports bei 57,35/58,41 Euro eine Option.

Für das zweite Quartal bei BASF rechnen die Analysten der DZ Bank mit einem Umsatzplus von 3 Prozent auf 16,12 Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT soll um rund 23 Prozent auf 1,52 Milliarden Euro sinken. Die schwache Geschäftsentwicklung soll auch in den kommenden Monaten anhalten, so die Experten. Eine wirkliche Erholung im zweiten Halbjahr erkennen sie nicht.

Laut BASF-Prognose soll der Umsatz im Gesamtjahr um 1 Prozent bis 5 Prozent steigen. Beim bereinigten EBIT wird mit einem Plus von 1 Prozent bis 10 Prozent gerechnet. Der untere Rand der EBIT-Spanne erscheint dabei wahrscheinlicher. Die Experten der DZ Bank glauben nicht mehr, dass BASF diese Prognose erreichen wird. Eine Gewinnwarnung wird nicht ausgeschlossen. Daher stufen sie das Papier ab. Die Kaufempfehlung entfällt, das neue Rating für die Aktien von BASF lautet „halten“. Auch beim Kursziel geht es nach unten. Diese verringert sich von 76,00 Euro auf 63,00 Euro. Die Analysten reduzieren ihre Gewinnschätzung je Aktie für das laufende Jahr von 5,27 Euro auf 4,84 Euro. Die Schätzung für 2020 sinkt von 5,71 Euro auf 5,54 Euro.

BASF: Prognose in Gefahr

Auf einer Konferenz der Deutschen Bank in Berlin in der vergangenen Woche war auch Hans-Ulrich Engel, der Finanzvorstand von BASF, anwesend. Es wird auf der Konferenz deutlich, dass die Prognose für 2019 herausfordernd ist. Bei BASF hatte man eine Beruhigung des Handelsstreits zwischen den USA und China erwartet. Stattdessen kann der Streit weiter eskalieren. Die Prognose des DAX-Konzerns wurde unter der Voraussetzung ausgeben, dass man mit einer Verbesserung der Lage im zweiten Halbjahr gerechnet hat. Das Umfeld könnte jedoch noch herausfordernder werden.

All dies bringt die Prognose unter Druck. Dennoch bestätigen die Analysten der Deutschen Bank die Kaufempfehlung für die Aktien von BASF. Das Kursziel sehen die Experten weiter bei 83,00 Euro.

Am Freitag legte die Aktie von BASF 0,7 Prozent auf 61,28 Euro ... diese News vom 10.06.2019 weiterlesen!

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