ifo Institut bestätigt die Konjunkturprognose - aber nur für 2019

„Die konjunkturelle Entwicklung ist gespalten”, sagt Timo Wollmershäuser, Leiter der ifo Konjunkturprognosen. Die Wachstumsprognose für 2019 wird bestätigt, fpr 2020 aber leicht gesenkt. Bild und Copyright: sculpies / shutterstock.com.

„Die konjunkturelle Entwicklung ist gespalten”, sagt Timo Wollmershäuser, Leiter der ifo Konjunkturprognosen. Die Wachstumsprognose für 2019 wird bestätigt, fpr 2020 aber leicht gesenkt. Bild und Copyright: sculpies / shutterstock.com.

18.06.2019 10:01 Uhr - Autor: Michael Barck  Michael Barck auf Twitter  | 4investors auf: Twitter | Google News | Facebook

Das ifo Institut erwartet weiterhin ein Wirtschaftswachstum von 0,6 Prozent für das laufende Jahr. Damit bestätigt das Wirtschafsforschungsinstitut seine bisherige Konjunkturprognose. „Die konjunkturelle Entwicklung ist gespalten. Das exportorientierte Verarbeitende Gewerbe, in dem etwa ein Viertel der Wertschöpfung erwirtschaftet wird, steckt in einer Rezession. Gleichzeitig verzeichnen die binnenorientierten Dienstleister und die Bauwirtschaft robuste und teilweise kräftige Zuwächse”, sagt Timo Wollmershäuser, Leiter der ifo Konjunkturprognosen, am Dienstagvormittag.

Allerdings senkt das ifo Institut die Prognose für das kommende Jahr um 0,1 Prozentpunkte auf 1,7 Prozent. Bereinigt um die Zahl der Arbeitstage, die 2020 außergewöhnlich hoch sein wird, liege das Wachstum nur bei 1,3 Prozent, so die Wissenschaftler. Wollmershäuser sieht „Anzeichen, dass sich die industrielle Schwäche allmählich über den Arbeitsmarkt und tiefe Wertschöpfungsketten auch auf die Binnenkonjunktur überträgt. Damit geht die deutsche Wirtschaft ohne Schwung in das kommende Jahr”.

Bei der erwarteten Entwicklung im Exportgeschäft macht sich die internationale Situation bemerkbar. „Wirtschaftspolitiken, die über Abschottung, Sanktionen und Androhungen versuchen, die globalisierte Wirtschaftsordnung zu verändern, haben die Verunsicherung weltweit steigen, die Industriekonjunktur abkühlen und den Welthandel einbrechen lassen”, sagt Wollmershäuser.

Beim Abbau der Arbeitslosigkeit erwarten die Forscher eine Verlangsamung. Nach 2,25 Millionen in diesem Jahr wird ein Rückgang auf 2,19 Millionen im kommenden Jahr prognostiziert. Bei den Verbraucherpreisen erwarten das ifo Institut Anstiege von 1,5 Prozent und 1,8 Prozent.

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