Nel Aktie: Es ist geradezu verdächtig ruhig…

18.06.2019, 08:32 Uhr - Autor: Michael Barck  Michael Barck auf Twitter  | 4nvestors auf: Twitter | Google News | Facebook

An der Börse ist die Nel Aktie für hohe Volatilität bekannt, doch heute Morgen tut sich aktuell wenig. Trader sollten sich davon aber nicht blenden lassen, denn die Ruhe ist nur temporär. Bild und Copyright: Rawpixel.com / shutterstock.com.

An der Börse ist die Nel Aktie für hohe Volatilität bekannt, doch heute Morgen tut sich aktuell wenig. Trader sollten sich davon aber nicht blenden lassen, denn die Ruhe ist nur temporär. Bild und Copyright: Rawpixel.com / shutterstock.com.


Bisher gibt es von Nel ASA seit dem gestrigen Update keine weiteren Neuigkeiten zu den Untersuchungen des Explosions-Unglücks an einer Wasserstoff-Tankstelle nahe Oslo. An der Anlage ist Nel als Teil eines Joint Ventures beteiligt und die Explosion hatte den vorher stark gehypten Aktienkurs massiv fallen lassen. Zuvor stand der Titel bereits aufgrund von Aktienplatzierungen seitens diverser Ankeraktionäre unter Druck - diese passierten allerdings vor dem Unglück an der Wasserstoff-Tankstelle. Nach dem Absturz auf Donnerstag erreichte 0,437 Euro konnte sich die Nel Aktie zwar auf bis zu 0,663 Euro erholen, die am Freitag erreicht wurden. An einer hier liegenden Widerstandszone blieb das Papier aber hängen.

Soviel zur Ausgangslage bei der Nel Aktie. Heute Morgen tut sich bei dem sonst so volatilen Wert reichlich wenig, im frühen Handel an der Frankfurter Börse werden Kurse zwischen 0,613 Euro und 0,614 Euro notiert - also quasi keine Schwankung. Aktuell notiert Nels Aktienkurs leicht im Plus bei 0,614 Euro. Abgesehen von charttechnisch Faktoren dürfte die Wasserstoff-Aktie in der nächsten Zeit vor allem von Untersuchungsergebnissen zu dem Tankstellen-Unglück bewegt werden. Dazu gibt es wie immer bei diesen Hype-Aktien viele, viele Schlagzeilen in der Börsenpresse. Die nächsten starken Kursbewegungen werden kommen.

Der Blick auf die charttechnische Lage zeigt nach dem gestrigen Handelstag mit Kursen zwischen 0,592 Euro und 0,626 Euro keine wesentlichen Veränderungen. In der technischen Analyse für die Nel Aktie gab es schlicht keine interessanten neuen Impulse. Wichtige Chartmarken wurden nicht getestet, geschweige denn in Gefahr gebracht. Der Blick auf die wichtigen Signalmarken in der technischen Analyse für die Nel Aktie:

Nel Aktie: Nicht von der geringen Bewegung heute Morgen irritieren lassen


Die obere Zone wurde an das Freitagshoch bei 0,655/0,663 Euro ausgedehnt. Die Marke bleibt nach der jüngsten Kursentwicklung erst recht trendentscheidend für die Nel Aktie, allerdings sind weitere Hindernisse in der Nähe vorhanden und zu beachten. Kommt es an dieser Zone zu einem stabilen Kaufsignal, wären in der technischen Analyse für die Wasserstoff-Aktie zwischen 0,686 Euro und der 70-Cent-Marke weitere kleinere Hindernisse vorhanden. Darüber käme dann der breite und starke charttechnische Hindernisbereich zwischen 0,738/0,742 Euro und dem Kernbereich 0,750/0,767 Euro ins Visier.

Wird dagegen das Freitagstief bei 0,57 Euro stabil unterschritten, könnte es noch einmal zu deutlicheren Kursverlusten bei der Nel Aktie kommen - insbesondere wenn Folge-Verkaufssignale bei 0,532/0,541 Euro und 0,511/0,521 Euro zustande kommen. In dem Fall könnten weitere Unterstützungsmarken zwischen 0,489 Euro und 0,477/0,480 Euro sowie an und knapp unterhalb des Vorher erreichten Crash-Tiefs bei 0,437 Euro schnell wieder erreicht werden.

Die letzten News von Nel zu den Untersuchungen des Explosions-Unglücks: Mit den Untersuchungen ist unter anderem die Security-Beratungsfirma Gexcon beauftragt, die bereits herausgefunden hatte, dass das Unglück mit einem Leck im Wasserstoff-Gochdruckbehälter zu tun hat. Basierend auf dem aktuellen Stand der Untersuchungen könne man mit Sicherheit sagen, dass die Leckage im Hochdruckspeicher ihren Ausgang nahm, sagt Geirmund Vislie, Vice President Consulting bei Gexcon. Aktuell werden unter anderem Untersuchungen durchgeführt, was anschließend die Zündung der ausgetretenen Wasserstoff-Wolke und damit die Explosion auslöste. Zusammen mit den Behörden werden die Anlagen untersucht, darunter Komponenten aus der Produktion von Nel wie auch Dritter.

Laut Jon André Løkke, CEO von Nel, könne man nun davon ausgehen, dass die Kerntechnologien von Nel nicht die Quelle der Leckage sei. „Wir sind jedoch noch auf der Suche nach dem, was den Wasserstoff entzündet hat”, so der Manager des Wasserstoff-Unternehmens in dem Statement vom Montag, das auf der Internetseite des Unternehmens veröffentlicht wurde.

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