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Nordex, Vestas & Co.: Flaute beim Bau von Windkrafträdern - Commerzbank Kolumne

Der Windenergie-Ausbau stockt und dahinter steckt vor allem ein Flächenproblem: Bundesländer wie Bayern und Sachsen-Anhalt weisen kaum noch Flächen für neue Windräder aus. Bild und Copyright: Nordex.

Der Windenergie-Ausbau stockt und dahinter steckt vor allem ein Flächenproblem: Bundesländer wie Bayern und Sachsen-Anhalt weisen kaum noch Flächen für neue Windräder aus. Bild und Copyright: Nordex.

28.05.2019, 09:09 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter  | 4nvestors auf: Twitter | Google News | Facebook

Obwohl bei der Energiewende in Deutschland Erneuerbare Energien die gegenwärtige Kohleverstromung bis zum Jahr 2038 vollständig ersetzen sollen, ist der Ausbau von Windkraftanlagen an Land jüngst nahezu zum Erliegen gekommen. Zwar hat die Stromproduktion aus Windkraft mit einem Anteil von 27% einen neuen Rekord erreichen, womit die Windenergie beim Strukturwandel in der Stromerzeugung bereits einen wichtigen Beitrag leistet. Die Bundesnetzagentur hat jedoch bei ihrer jüngsten Ausschreibung für Windenergie an Land Anfang Mai nur noch für gut die Hälfte (55%) der ausgeschriebenen Menge Abnehmer gefunden. Statt der im Durchschnitt der letzten Jahre üblichen 4.000 Megawatt (MW) kamen 2018 nur 2.400 MW Onshore-Windenergie hinzu. Um aber die Klimaschutzziele zu erreichen, bedarf es jährlich jedoch deutlich mehr neue Windkraft-Kapazität. Für neue Windräder an Land mangelt es jedoch schlicht an der Flächenverfügbarkeit. So sind 2018 zeitweise nur ein Drittel der Bewilligungen früherer Jahre erteilt worden. Der Bau von Windrädern lohnt sich offenbar nicht mehr ausreichend und es mangelt an den erforderlichen Genehmigungen. In den ersten drei Monaten 2019 gingen lediglich 41 Windräder mit einer Leistung von 134 MW ans Netz. Das waren fast 90% weniger als im Vorjahresquartal, bzw. so wenig wie im Jahr 1998, dem Beginn des Ausbaus der Windenergie. In neun von 16 Bundesländern werden derzeit gar keine neuen Windräder mehr errichtet. Bundesländer wie Bayern und Sachsen-Anhalt weisen kaum noch Flächen für neue Windräder aus. Dabei liegt derzeit der durchschnittliche Zuschlagswert bei 6,13 Cent je Kilowattstunde (kwh). Die durchschnittliche Einspeisevergütung bei Onshore-Windenergieprojekten hat sich damit um 7% erhöht, verglichen mit noch 5,73 Cent je kwh im Mai 2018. Es gilt sicherzustellen, dass die mangelnde Wettbewerbsintensität 2019 nicht zu Zuschlagswerten weit über den Erzeugungskosten führt.

Anleihen


Euroraum: Kreditvergabe (April), 10:00 Uhr
Euroraum: EU-Vertrauensindikatoren (Mai), 11:00 Uhr
USA: Verbrauchervertrauen (Mai), 16:00 Uhr

An den Finanzmärkten hinterließ das Ergebnis der EU-Parlamentswahlen gestern kaum Spuren. Der Euro gab nur wenig von den zum Wochenschluss erzielten Kursgewinnen ab. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen rutsche weiter ins Negative – aber nur leicht von -0,12% auf -0,14%. Zur EU-Wahl ist eigentlich schon alles gesagt worden. Trotz-dem sollte ein zentraler Aspekt nicht zu kurz kommen, der sich aus der Summe der Wahlergebnisse ablesen lässt. i) Die Wahlbeteiligung war merklich höher als bei den vorherigen Wahlen. Das Projekt eines demokratischen Staatenbundes wird mehr denn je von einer großen Mehrheit unterstützt. ii) Die beiden Parteienblöcke – die christdemokratische EVP und die Sozialdemokraten –, die sich als Advokaten für die europäische Idee sehen, verlieren etwa 20% ihrer bisherigen Sitze und damit deutlich an Zustimmung. Die informelle Koalition der beiden Blöcke hat keine Mehrheit mehr. Die Wähler haben den preziösen Wahlkampf zwischen Manfred Weber und Frans Timmermans ignoriert und verstärkt reformorientierte Parteien gewählt. Daher werden zwei Namen für die Junker-Nachfolge immer häufiger genannt: Charles Michel und Margrethe Vestagher. Michel ist belgischer Premierminister und Vestagher EU-Kommissarin für Wettbewerb. Sie kämpft u.a. gegen die Steuersparmodelle vieler US-Unternehmen. Beide sind dem liberalen Lager zuzurechnen, das auf stärkere Reformen drängt. Wenn es also weder Weber noch Timmerman gelingen sollte, genügend Unterstützung zu bekommen, dann könnte die Wahl einer Person außerhalb der beiden bisherigen großen Parteienblöcke den Auftrag der Wähler an das EU-Parlament dies am besten widerspiegeln.

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Heute keine relevanten Unternehmenstermine

Die europäischen Börsen tendierten nach den Europawahlen zumeist mit Kursgewinnen, die sich aber in Grenzen hielten. Die größten Indexgewinne erzielte der Dax mit einem Plus von 0,5%. Der ATX-Index ging unverändert aus dem Handel. Hier belastete zeitweise die schwere politische Krise, die zuletzt in einem Misstrauensvotum gegen Kanzler Kurz kulminierte; er wurde gestern abgewählt. Das Handelsvolumen blieb in Anbetracht der Feiertage in England und in den USA überschaubar. Im Mittelpunkt des Interesses standen Automobilwerte. Die Nachricht über eine geplante Fusion zwischen Fiat Chrysler (+8%) und Renault (+12,1%) beflügelte im frühen Geschäft auch die deutschen Autowerte. Doch schnell setzten hier Gewinnmitnahmen ein. Ein Grund hierfür könnten neben den belastenden strukturellen Faktoren die starken Stimmenzuwächse bei den Grünen in Deutschland im Zuge der Europawahl gewesen sein. Dennoch retteten BMW, VV und Daimler ein Kursplus ins Ziel. Auf europäischer Sek-torenebene standen dann auch Automobilwerte an der Spitze der Performancerangliste; sie stiegen im Schnitt um 1,4%. Banktitel büßten dagegen als Tagesverlierer im Schnitt rd. 0,1% ein. Die Ankündigung von Neuwahlen in Griechenland bescherte dem griechischen Leitindex ASE einen Gewinn in Höhe von 6,1%. Investoren erhoffen sich hier nun einen Regierungswechsel, weg von der Syriza-Partei des Regierungschefs Tsipras und hin zur konservativen Neo Demokratia, von der Anleger mehrheitlich eine wirtschaftsfreundlichere Politik erwarten. Die Börsen in den USA hatten feiertagsbedingt geschlossen. Die Börsen in Asien tendierten bei zumeist dünnem Handel uneinheitlich. Der Nikkei 225-Index stieg um 0,4%. Gefragt waren v.a. Elektronik- und Automobilwerte. Der Schanghai A-Index gewann kurz vor Handelsschluss rd. 0,4% und verteidigte damit die Marke von 3.000 Punkten. Die Börsen in Taiwan, Singapur und Thailand lagen leicht im Minus.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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