BASF: Es hätte schlimmer kommen können - Aktie nach Zahlen stabil

BASF hat am Freitag Quartalszahlen vorgelegt. Die Zahlen sollten die Anleger beruhigen, glauben die Analysten von JP Morgan. Am Montag gibt es zudem Dividende für die BASF-Aktionäre. Bild und Copyright: BASF.

BASF hat am Freitag Quartalszahlen vorgelegt. Die Zahlen sollten die Anleger beruhigen, glauben die Analysten von JP Morgan. Am Montag gibt es zudem Dividende für die BASF-Aktionäre. Bild und Copyright: BASF.

03.05.2019 09:50 Uhr - Autor: Michael Barck  Michael Barck auf Twitter  | 4investors auf: Twitter | Google News | Facebook

Viel los bei BASF: Der Chemiekonzern aus Ludwigshafen hält heute seine Hauptversammlung ab. Im Vorfeld des Aktionärstreffens hat die Gesellschaft zudem ihre Zahlen für das erste Quartal des laufenden Jahres bekannt gegeben. Am Montag wird es dann noch die übliche „Nachlese” zur Hauptversammlung geben: Die Dividendenzahlung. BASF wird je Aktie 3,20 Euro an die Aktionäre ausschütten. Die Summe wird am Montagmorgen vom Aktienkurs abgeschlagen werden, der am Freitagvormittag bei 72,14 Euro mit 0,26 Prozent im Minus notiert.

Der leichte Kursverlust dürfte vor allem die Reaktion der Börse auf den im Vergleich zum Vorjahr rückläufigen Gewinn von BASF sein, der allerdings nicht unerwartet kommt. Vor Zinsen und Steuern meldet der Konzern einen Gewinn von 1,76 Milliarden Euro nach 2,26 Milliarden Euro im Vorjahresquartal. Unter dem Strich weisen die Ludwigshafener einen Quartalsgewinn je Aktie von 1,53 Euro aus - 30 Cent weniger als im Vorjahresquartal. Für den Umsatz meldet BASF einen Anstieg von 15,7 Milliarden Euro auf knapp 16,2 Milliarden Euro. Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit ist im ersten Quartal des laufenden Jahres von 1,23 Milliarden Euro auf nur noch 0,37 Milliarden Euro zurück gegangen.

„Wie erwartet, ist das vor allem auf deutlich geringere Beiträge der Segmente Materials und Chemicals zurückzuführen. In diesen Segmenten hatten wir im 1. Quartal des Vorjahres außergewöhnlich hohe Isocyanate- und starke Crackermargen verzeichnet”, sagt BASF-Vorstandschef Martin Brudermüller am Freitag zur Ergebnisentwicklung. In wichtigen Absatzmärkten, so zum Beispiel der Autoindustrie, hat sich die Nachfrage abgeschwächt. Der Handelskonflikt zwischen den USA und China hinterlässt seine Spuren. „Die insgesamt verhaltene Marktstimmung spiegelte sich in einer abwartenden Haltung vieler Kunden wider”, so BASF zum ersten Quartal.

Überraschend kam die Entwicklung nicht und liegt insgesamt im Rahmen der Erwartungen. BASF bestätigt die Prognose für das laufende Jahr. Umsatz und bereinigter operativer Gewinn sollen im laufenden Jahr leichte Zuwächse verzeichnen, kündigt das Unternehmen an. „Return on Capital Employed (ROCE) wird voraussichtlich leicht über dem Kapitalkostensatz liegen, bei leichtem Rückgang des ROCE gegenüber 2018”, so der Konzern weiter.

Die ersten Reaktionen aus dem Analystenlager zu den BASF-Quartalszahlen: JP Morgan erwartet weiterhin einen Anstieg der BASF Aktie auf 78 Euro und bestätigt das „Overweight” als Einstufung. Man geht davon aus, dass die Zahlen auf die Börse beruhigend wirken würden, zumal der Konzern seine Ziele bestätigt habe. Dagegen ist man bei Baader Helvea Equity Research pessimistischer für den Titel und bestätigt das „Hold” mit einer Zielmarke von 65 Euro. Für die Jahre 2019 und 2020 prognostiziert Baader Helvea je BASF Aktie Gewinne von 4,83 Euro sowie 5,49 Euro.

Mehr zu den BASF-Zahlen und den Reaktionen der Börse und Analysten lesen Sie im Tagesverlauf auf www.4investors.de.

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