Deutsche Bank Aktie: Welche Alternativen hat das Unternehmen noch?

Der geplante Zusammenschluss zwischen Commerzbank und Deutsche Bank ist gescheitert, die Verhandlungen wurden beendet. Bei manchen Analysten sorgt dies für Erstaunen. Bild und Copyright: Deutsche Bank.

Der geplante Zusammenschluss zwischen Commerzbank und Deutsche Bank ist gescheitert, die Verhandlungen wurden beendet. Bei manchen Analysten sorgt dies für Erstaunen. Bild und Copyright: Deutsche Bank.


Nachricht vom 25.04.2019 25.04.2019 (www.4investors.de) - Nach dem Scheitern der Übernahmegespräche mit der Commerzbank gehen der Deutschen Bank nach Ansicht der Analysten von JP Morgan die Optionen langsam aus. Die Experten fragen sich nach den gescheiterten Gesprächen mit dem kleineren Konkurrenten, über welche Alternativen die Deutsche Bank in der jetzigen Lage noch verfüge. Entsprechend erstaunt sind die Experten über das Scheitern der Verhandlungen. Man belässt die Einstufung für die Deutsche Bank Aktie bei „Neutral” und bestätigt am Donnerstag auch das Kursziel für den DAX-Wert mit 7 Euro.

Zuvor hatten sich bereits die Analysten von RBC zur Aktie der Deutschen Bank geäußert. Es bleibt es nach den jüngsten Ereignissen beim Rating „underperform“ für die DAX-notierte Bankaktie. Das Kursziel von 7,50 Euro wird von den Experten ebenfalls heute bestätigt.

Zuvor hatten Commerzbank und Deutsche Bank mitgeteilt, keinen Zusammenschluss vollziehen zu wollen - verhandelt wurde über einen Kauf der Commerzbank durch die Deutsche Bank. Diese Gespräche sind gescheitert. Es habe sich nach einer gründlichen Prüfung herausgestellt, dass ein solcher Deal nicht im Interesse der Aktionäre beider Unternehmen sowie anderer Interessengruppen sei, heißt es am Donnerstag in einer Stellungnahme der beiden Finanzkonzerne. In den letzten Tagen und Wochen wuchs die Kritik an einem möglichen Deal der beiden Banken zunehmend.

„Es war sinnvoll, diese Option einer innerdeutschen Konsolidierung zu prüfen. Für uns war aber von Anfang an klar: Mit einem Zusammenschluss müssten wir höhere und nachhaltigere Renditen für unsere Aktionäre erreichen und die Leistungen für unsere Kunden verbessern können”, sagt Martin Zielke, Vorstandsvorsitzender der Commerzbank. In den Vorstand der Deutschen Bank und der Commerzbank sei man „zum Schluss gekommen, dass ein Zusammenschluss keinen ausreichenden Mehrwert bieten würde - auch mit Blick auf die Umsetzungsrisiken, Restrukturierungskosten und Kapitalanforderungen, die mit einer solch großen Integration einhergehen”.

Zudem hat die Deutsche Bank heute bereits Eckpunkte für die Zahlen des ersten Quartals 2019 vorgelegt: Man erwarte einen Vorsteuergewinn von etwa 290 Millionen Euro und einen Gewinn nach Steuern von rund 200 Millionen Euro bei Erträgen von voraussichtlich 6,4 Milliarden Euro betragen, davon 3,3 Milliarden Euro in der Unternehmens- und Investmentbank. Die harte Kernkapitalquote beziffert die Deutsche Bank auf 13,7 Prozent zum Ende des ersten Quartals. Morgen wird die Bank ihre kompletten Quartalszahlen vorlegen. (Autor: Michael Barck  Michael Barck auf Twitter )


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