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USA: Revisionen erschweren die Interpretation der Einzelhandelsdaten - Nord LB Kolumne

US-Konjunktur: Der Blick auf die Details der Februar-Zahlen offenbart eine nicht zu erwartende Robustheit der Verkaufszahlen im Automobilbereich. Die zuvor bekannten Daten zu den Absatzzahlen in den Autohäusern hatten diese Entwicklung nicht angedeutet. Bild und Copyright: Sean Pavone / shutterstock.com.

US-Konjunktur: Der Blick auf die Details der Februar-Zahlen offenbart eine nicht zu erwartende Robustheit der Verkaufszahlen im Automobilbereich. Die zuvor bekannten Daten zu den Absatzzahlen in den Autohäusern hatten diese Entwicklung nicht angedeutet. Bild und Copyright: Sean Pavone / shutterstock.com.

01.04.2019 15:34 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter  | 4investors auf: Twitter | Google News | Facebook

In den USA sind heute vom Commerce Department wieder einmal recht überraschende Zahlen zur Entwicklung der US-Einzelhandelsumsätze für den Berichtsmonat Februar veröffentlicht worden. In Zahlen gesprochen zeigte sich bei dieser Zeitreihe nach vorläufigen Angaben ein Rückgang um 0,2% M/M. Auch am aktuellen Rand ist bei der Interpretation der Daten einmal mehr auf die an den Vormonatsdaten vorgenommenen Revisionen zu achten. In der Tat zeigt sich im Januar mit einem Zuwachs um beachtliche 0,7% M/M inzwischen ein deutlich freundlicheres Bild der Konsumaktivität im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Diese erfreulicheren Zahlen relativeren die vielleicht ohnehin nur vorläufige Schwäche im März unserer Auffassung nach in maßgeblichem Umfang. Klar ist damit aber auch, dass die belastenden Effekte des „Government-Shutdowns“ mit Blick auf den US-Konsum von vielen Beobachtern offenkundig überschätzt worden sind. Insofern bleiben nun natürlich die eigentlich erwarteten Nachholeffekte aus.

Der Blick auf die Details der Februar-Zahlen offenbart eine nicht zu erwartende Robustheit der Verkaufszahlen im Automobilbereich. In dieser Untergruppe zeigte sich am aktuellen Rand ein Zuwachs der Umsätze von immerhin 0,7% M/M. Die zuvor bekannten Daten zu den Absatzzahlen in den Autohäusern hatten diese Entwicklung nicht angedeutet. Exklusive Automobile sind die Einzelhandelsumsätze im Februar entsprechend um 0,4% M/M gefallen.

An den Tankstellen ergab sich am aktuellen Rand ein Umsatzanstieg von 1,0% M/M. Hier spielt der Benzinpreis, der im Februar im Mittel auf 2,32 USD pro Gallone angezogen war, natürlich eine maßgebliche Rolle. Unter Ausklammerung des Kraftstoffs sind die US-Einzelhandelsumsätze daher um 0,3% M/M gesunken.

Bei den beiden eng mit dem US-Immobilienmarkt verknüpften Untergruppen Baumaterial und Möbel zeigten sich am aktuellen Rand gleichgerichtete Tendenzen. Die im Februar zu beobachtende sehr ausgeprägte Schwäche bei den Umsätzen mit Baumaterialien ist allerdings vor allem dem starken Anstieg im Januar geschuldet.

Die für die BIP-Erhebung in den USA zentrale Kontrollgruppe der Einzelhandelsumsätze gab im Februar um 0,2% M/M nach. Auch hier kam es aber zu einer signifikanten Aufwärtsrevision der bisher vorläufigen Angaben für den Januar. Insofern sollte nicht wirklich von einer negativen Überraschung gesprochen werden.

Fazit: Die US-Einzelhandelsumsätze haben im Februar nach vorläufigen Angaben einen leichten Rücksetzer hinnehmen müssen. Nach der Berücksichtigung der Aufwärtsrevisionen für Januar liegen die aktuellen Daten allerdings mehr oder weniger im Rahmen der Erwartungen. Zudem könnten erneute Revisionen die vorläufigen Februar-Zahlen durchaus noch in Richtung eines Anstiegs um 0,1% M/M „bewegen“.

Disclaimer: Dieser Text ist eine Kolumne der Nord LB. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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