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Palladiumpreisanstieg nicht spekulativ getrieben: Knappheit hält an - Commerzbank Kolumne

Bild und Copyright: anathomy / shutterstock.com.

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14.03.2019, 09:10 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter  | 4nvestors auf: Twitter | Google News | Facebook

Nachdem die Daten vom US-Terminmarkt nach dem „Government Shutdown“ wieder aktuell sind, wird deutlich, dass der Anstieg des Palladiumpreises nicht spekulativ getrieben ist. Auch an den leicht fallenden ETF-Beständen ist dies abzulesen. Nachdem diese (aktuell 750 Tsd. Feinunzen, im Hoch 2015 rund 2,6 Mio.) keinen nennenswerten Ausgleich mehr für das hohe Angebotsdefizit geben können, kennt der Palladiumpreis nur noch eine Richtung – steil nach oben. Die neue verschärfte chinesische Abgasnorm, die Marktanteilgewinne von Benzinern in Europa, Streikdrohungen in Südafrika und bisher keine Anzeichen für eine Substitution durch Platin sprechen für ein anhaltend hohes Defizit und eine Fortsetzung des Preistrends.

Anleihen


USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe, 13:30 Uhr
USA: Neubauverkäufe (Januar), 15:00 Uhr

Der Rentenhandel verlief gestern ohne große Kursveränderungen. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen pendelte um 0,06%. Das Brexitdrama lässt die Marktteilnehmer inzwischen kalt. Am Dienstagabend hatte das britische Parlament den leicht modifizierten Brexit-Plan der Regierung erwartungsgemäß abgelehnt. Gestern stimmte das Unterhaus darüber ab, ob das Land ohne Übergangsvereinbarung aus der EU ausscheiden soll. Dies wurde mit einer großen Mehrheit abgelehnt. Bei der heutigen Abstimmung geht es dann um eine Verlängerung des Brexit-Prozesses. Bei allem Hin und Her hält sich das britische Pfund erstaunlich robust. In Anbetracht einer möglichen Verlängerung der Verhandlungen konnte es gestern über 1% gegenüber Euro und US-Dollar zulegen. Aufgrund der wochenlangen Schließung von US-Regierungsstellen (Government Shutdown) konnte eine Reihe wichtiger Daten nicht pünktlich veröffentlicht werden. Diese trudeln jetzt nach und nach ein. So wurden nun die Auftragseingänge langlebiger Güter für Januar bekanntgegeben. Diese sind wider Erwarten um 0,4% im Vergleich zum Vormonat gestiegen. Ökonomen hatten dagegen mit einem Rückgang von 0,4% gerechnet. Der Zuwachs im Januar wurde durch Bestellungen von Transportgütern getragen. Der Ordereingang ohne den Transportbereich verzeichnete ein Minus von 0,1%. Die Dezemberwerte wurden leicht nach oben revidiert. Nachdem am Dienstag schon die US-Verbraucherpreise mit einer Kernrate von 2,1% J/J eher verhalten gewachsen sind, deuten die gestern vermeldeten US-Erzeugerpreise ebenfalls auf eine gezügelte Inflation hin. Im Februar stiegen sie nur um 0,1% gegenüber dem Vormonat bzw. um 1,9% im Jahresvergleich. Für die Kernrate wurde immerhin ein Plus von 2,5% gemeldet.

Aktien


Geschäftsergebnisse 2018
Deutschland: Dt. Lufthansa, RWE, Deutz, GEA, K+S, Rational,
Europa: RTL Group
USA: Adobe Q1

Und täglich grüßt der Brexit…. Mit den gestrigen Abstimmungen ist der chaotische Brexit zwar vermutlich vom Tisch, das Brexit-Chaos bleibt jedoch. Vor dem Hintergrund der Zuspitzung des britischen Austritts-Begehrens ist die freundliche Grundhaltung der Aktienmärkte eigentlich schwer erklärbar. Denn auch wenn der harte Brexit von der Mehrheit des englischen Parlaments nicht gewünscht wird, ist er weiter nicht auszuschließen. Trotz negativer Vorgaben aus Asien konnte sich der DAX im Verlauf hoch kämpfen und schloss mit 0,4% im Plus. Der EuroStoxx 50 legte sogar um 0,6% zu, während der britische FTSE100 0,1% gewann. Unter den Einzelwerten wies Wirecard (-6,6%) einmal mehr Kursturbulenzen auf. Den Ausblick von adidas (-2,4%) stufte der Markt als bescheiden ein. Dagegen setzten FMC (+2,2%) und Fresenius (+1,7%) ihre Erholung fort. Auf europäischer Ebene gab es mit Inditex (-4,5%) nach Zahlen einen größeren Verlierer. Pluszeichen verbuchten dagegen insbesondere südeuropäische Banken und Ölwerte. In den USA führten positivere Konjunkturdaten ebenfalls zu einer freundlichen Tendenz mit Zuwächsen von 0,6% im Dow Jones bis 0,7% an der Nasdaq. Tagesgewinner waren die Branchen Gesundheit und Energie mit jeweils 1,1% Zuwachs. Keine Branche schloss im Minus. Entsprechend lag United Health (+2,6%) im Dow ganz vorne. Heftige Kursschwankungen gab es nach den Flugverboten für die 737 Max auch in USA bei Boeing (+0,5%). In Asien ist die Tendenz heute uneinheitlich. Für Europa ist mit einer Eröffnung auf Vortagsniveau zu rechnen.

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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