Edelmetalle gönnen sich Verschnaufpause - Stabilitas-Kolumne

 Die Rallye bei Palladium geht weiter. Mit einem Monatsplus von 14 Prozent notiert das Metall auf Allzeithoch bei 1.544 USD. Eine Übertreibung? Bild und Copyright: corlaffra / shutterstock.com

Die Rallye bei Palladium geht weiter. Mit einem Monatsplus von 14 Prozent notiert das Metall auf Allzeithoch bei 1.544 USD. Eine Übertreibung? Bild und Copyright: corlaffra / shutterstock.com

04.03.2019, 10:30 Uhr - Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter  | 4nvestors auf: Twitter | Google News | Facebook

Im Februar nahmen Gold und Silber nach zuletzt starken Monaten etwas den Fuß vom Gas. Gold bewegte sich kaum und landete auf Monatssicht mit -0,4 Prozent bei 1.313 US-Dollar pro Feinunze. Silber verlor mit -2,5 Prozent etwas mehr und schloss bei 15,51 USD. „Grundsätzlich bleibt die Marktstimmung positiv“, sagt Martin Siegel, Edelmetallexperte und Geschäftsführer der Stabilitas GmbH. „Für Gold spricht, dass die Verunsicherung im Aktienbereich seit der Baisse im letzten Quartal 2018 zugenommen hat – trotz der jüngsten Erholungsbewegung. Da steigende Zinsen auch für Anleihen ein schwieriges Umfeld sind, werden Gold und Goldaktien für viele Anleger eine immer interessantere Alternative“, sagt Siegel.

Platin legte zuletzt eine steile Rallye hin und verteuerte sich seit Mitte des vergangenen Monats nochmals um knapp 100 USD. Mit einem Plus von 5,7 Prozent landete das Industriemetall bei 870 USD pro Feinunze. „Bei Platin wirken sich sowohl Produktionskürzungen als auch ein drohender Streik beim südafrikanischen Produzenten Lonmin aus“, sagt Siegel. Die Rallye bei Palladium geht derweil weiter. Mit einem Monatsplus von 14 Prozent notiert es auf Allzeithoch bei 1.544 USD. Zum siebten Mal in Folge konnte Palladium damit auf Monatssicht zulegen. „Bei der Palladium-Entwicklung handelt es sich um eine Übertreibung, die nicht von Dauer sein kann. Die Frage ist, wann die Konsolidierung erfolgt. Hierfür sind im Moment noch keine Hinweise im Markt zu erkennen“, sagt Siegel.

Nach den Aufwärtsbewegungen im Dezember und Januar konnten die Aktien der Minengesellschaften im Februar weiter zulegen. „Im Moment ist sogar eine leichte relative Stärke der Minenaktien gegenüber dem Goldpreis zu beobachten. Anhaltende Fusionsgerüchte könnten für zusätzlichen Auftrieb sorgen“, sagt Siegel.

Alle Basismetalle notierten zum Ende des Monats im Plus: Zink (+0,9 Prozent), Blei (+1,5 Prozent), Aluminium (1,5 Prozent) und Nickel (+3,0 Prozent). Kupfer verbuchte mit +7,2 Prozent ein 3-Monatshoch.

Brent-Öl befindet sich weiter auf Erholungskurs. Das schwarze Gold legte auf Monatssicht 5,2 Prozent zu und schloss bei 66,04 USD pro Barrel. „Die Aufwärtsbewegung bei Öl und den Basismetallen spricht tendenziell für eine Stabilisierung der Konjunktur. Signale für eine weltweite Rezession gehen von beiden momentan nicht aus“, sagt Siegel abschließend.

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