Schwellenländerbörsen erzielen Outperformance im Dezember 2018 - Commerzbank Kolumne

Exklusive Aktien-News per Mail:
  Anmelden Abmelden -
Wir speichern ihre Mailadresse ausschließlich zum Versand des Newsletters und geben diese nicht weiter! Sie können den Newsletter jederzeit abbestellen. Bitte beachten Sie unsere Datenschutzerklärung

Nachricht vom 10.01.2019 10.01.2019 (www.4investors.de) - 2018 war weltweit ein schwieriges Kapitalmarktjahr. Dem konnten sich die Schwellenländerbörsen ebenfalls nicht entziehen. Der MSCI EM-Index verlor 2018 rd. 16,6%. Damit wies er eine Underperformance sowohl ggü. dem MSCI Welt-Index (-11,2%) als auch ggü. dem Developed Market-Index (-10,4%) auf. Für Gegenwind an den Börsen sorgten vor allem die Furcht vor einer weltweiten Konjunkturabschwächung sowie der allgemeine Liquiditätsentzug durch eine restriktivere Geldpolitik zahlreicher Notenbanken, allen voran der US-Notenbank. Der Handelsstreit zwischen den USA und China, der Brexit, Italien (Haushaltsstreit) und die Währungskrise in einigen EM belasteten ebenfalls. Nach einer langen Phase der Underperformance erzielte der MSCI EM-Index im November (+4,1%) und Dezember (-2,9%) wieder eine Outperformance gegenüber dem MSCI Welt-Index (+1,3%; -7,2%). Verantwortlich für die Outperformance im Dezember zeichnete vor allem die Erwartung, dass die US-Notenbank infolge eines nachlassenden globalen Wachstums künftig etwas langsamer mit den Leitzinserhöhungen voranschreiten wird. Das führte wie schon im November zu einer Erholung einiger EM-Währungen. Der Ölpreis setzte seine Talfahrt fort (-9,7%). Auch andere Rohstoffe wie bspw. Naturgas (-33,5%) wiesen zum Teil kräftige Kursverluste auf. Auf Sektorenebene waren vor allem defensive Werte aus dem Versorgersektor gefragt (+0,5%). Die größten Kursverluste gab es in den Bereichen Pharma (-7,9%) und Gebrauchsgüter (-7,1%). Auf Regionenebene innerhalb der EM verzeichnete der Asien ex-Japan-Index die größten Abschläge (-2,9%), was vor allem an der schwachen Performance in China (-6,1%) lag. Insgesamt zeigt sich das Wachstum in weiten Teilen der Schwellenländer unverändert stabil. So dürfte das BIP in Asien (ex-Japan) 2019 um schätzungsweise 5,6% (J/J) steigen. Risikofaktoren bleiben v.a. die US-Zinspolitik und der Handelsstreit (USA/China).

Anleihen


China: Verbraucherpreise (Dezember), 02:30 Uhr
USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe, 14:30 Uhr

Die Angebotsschwemme an den europäischen Staatsanleihemärkten diese Woche scheint keine Aufnahmeprobleme zu haben. So erfreute sich die neue 10-jährige Bundesanleihe gestern mit einer Durchschnittsrendite von 0,28% einer guten Nachfrage. Am Donnerstag und Freitag stehen französische und italienische Staatsanleihen zur Emission an. Bei der guten Marktstimmung hätte man mit einem leichten Renditeanstieg rechnen können, am Nachmittag gingen die Renditen aber sogar zurück. Der Euro stärkte sich im späteren Handel merklich und stieg über die Marke von 1,1550 zum US-Dollar. Grund dafür war, dass sich Fed-Mitglied Bostic auch einer Zinssenkung der Fed offen gegenüber zeigte. So betonte er, dass der nächste Zinsschritt in beide Richtungen gehen könne. Später bestätigte die Veröffentlichung des Protokolls der Dezember-Sitzung, dass sich die Fed mit der nächsten Zinserhöhung in einem Umfeld mit geringem Inflationsdruck Zeit lassen könne. Die US-Wirtschaft rechtfertige zwar etwas höhere Zinsen, die Fed-Notenbanker sehen aber keine Dringlichkeit, sie schon bald anzuheben. Für die Fed hat sich aufgrund der Schließung der US-Regierungsbehörden die wirtschaftliche Einschätzung erschwert. So wurden manche Daten wie die US-Handelsbilanz nicht gemeldet, möglicherweise betrifft das auch die Einzelhandelsumsätze nächste Woche. Sollte die Ämterschließung länger anhalten, ist es nicht klar, ob die zur Berechnung des BIP notwenigen Daten rechtzeitig gesammelt und ausgewertet werden können. Bei den Arbeitsmarktdaten könnte sich die Arbeitslosenquote erhöhen, da die etwa 400.000 im Zwangsurlaub befindlichen Regierungsangestellten als vorübergehend arbeitslos gemeldet werden. Wir rechnen aber ohnehin damit, dass die Fed in den nächsten Monaten eine Zinspause einlegen wird.

Aktien


BASF, Forschungs-PK
Südzucker, Ergebnis Q3

Der Aufwärtstrend an den europäischen Börsen hat sich auch gestern überwiegend fortgesetzt, wobei es nachmittags zu Gewinnmitnahmen kam. Die Leitindizes stiegen um bis zu 1,2% (Österreich). Kurstreiber waren vor allem Hoffnungen auf substanzielle Fortschritte bei den Gesprächen in Bezug auf den Handelskonflikt zwischen den USA und China. Hier hatte es in den vergangenen drei Tagen immer wieder positive Kommentare von Beteiligten gegeben, ohne dass diese jedoch verschwiegen, dass es nach wie vor noch einige strittige Themen gibt, für die offenbar noch keine konkreten Lösungen vorliegen. Eine rasche Einigung im Zollstreit wäre ein wichtiges Signal für die Börsen, da die globale Konjunktur dann aller Voraussicht nach wieder etwas mehr Tritt fassen könnte. In diesem Umfeld gewann der Dax 0,8%. Wie schon an den Vortagen waren v.a. Werte aus dem Automobilbereich sowie dem Zuliefererbereich gefragt, die 2018 zu den größten Verlierern gezählt hatten. So legten die Aktien von Daimler (+3%), Volkswagen (+2,4%) und Continental (+3,1%) kräftig zu. Größter Tagesverlierer im Dax war dagegen die Aktie der Deutschen Bank mit einem Verlust von 2,8%. Die Nachricht über gekürzte Bonuszahlungen für das Geschäftsjahr 2018 weckte erneut Befürchtungen, dass es im wichtigen Geschäftsbereich Investmentbanking möglicherweise weiterhin nicht so gut laufen könnte. Auf europäischer Sektorenebene zählten Automobil- und Technologiewerte (+2,4% bzw. +2,1%) zu den größten Gewinnern. Telekommunikationsaktien büßten als Tagesverlierer im Schnitt 1,1% ein. Die US-Börsen tendierten freundlicher. Der Dow Jones-Index gewann 0,4%. Für etwas Gegenwind sorgte das nach wie vor ungelöste Thema des „Shutdown“ (Haushaltssperre in den USA). Auf Sektorenebene waren v.a. Energiewerte (+1,5%) gefragt. Die Börsen in Asien tendierten uneinheitlich. (Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter )

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!





Weitere Nachrichten aus der 4investors-Redaktion

22.03.2019 - Software AG kündigt höhere Dividende an
22.03.2019 - cyan: „Bestätigen unsere Prognose für 2019”
22.03.2019 - Baader Bank will „schrittweise Profitabilität zurückgewinnen”
22.03.2019 - Ströer hebt die Dividende an
22.03.2019 - Wirecard: Ja dann macht es doch endlich! - Kommentar
22.03.2019 - Encavis hebt die Dividende an - „weiterhin voll im Plan”
22.03.2019 - Pyrolyx: Neue Aktien aus Wandlungen
22.03.2019 - Hapag-Lloyd erwartet für 2019 operatives Gewinnplus
22.03.2019 - SAF-Holland hält Dividende konstant - Bilanz vorgelegt
22.03.2019 - MS Industrie AG verkauft Teile des Daimler-Zuliefergeschäfts


Chartanalysen

22.03.2019 - Steinhoff Aktie: Das sind sehr interessante Beobachtungen!
22.03.2019 - Commerzbank Aktie hält wichtige Marke - Trendwende perfekt?
21.03.2019 - Wirecard Aktie: Achtung, neue Verkaufssignale!
21.03.2019 - Wirecard Aktie: Kommt der große Einbruch doch noch?
21.03.2019 - Wirecard Aktie: Platzt die nächste Bombe?
21.03.2019 - Bayer Aktie: Es kam, wie es kommen musste…
20.03.2019 - Bayer Aktie: Der Monsanto-Crash als Kaufgelegenheit?
20.03.2019 - Wirecard Aktie: Das sieht nicht gut aus!
20.03.2019 - Evotec Aktie: Jetzt! Endlich! Oder doch nicht?
20.03.2019 - Paragon Aktie: Die Luft wird verdammt dünn!


Analystenschätzungen

22.03.2019 - E.On und RWE: Kaufempfehlungen für die Aktien
22.03.2019 - DEAG Aktie: Kaufempfehlung bestätigt
22.03.2019 - Biofrontera Aktie: Starkes Aufwärtspotenzial
22.03.2019 - Scherzer Aktie: Experten wollen Modell bald überarbeiten
22.03.2019 - Geely Aktie: Geht hier was?
21.03.2019 - Bayer Aktie: Herausfordernde Zeiten
21.03.2019 - mVISE: Neues Kursziel für die Aktie
21.03.2019 - Fuchs Petrolub: Kaum noch Aufwärtspotenzial
21.03.2019 - BMW: Marge in der Kritik
21.03.2019 - Deutsche Post: Konkurrenz ermöglicht Veränderung


Kolumnen

22.03.2019 - Steiler Bund & fallende Renditen: „Japanische Verhältnisse“ in Europa - Donner & Reuschel Kolumne
22.03.2019 - Weltwassertag: Investment in eine knappe Ressource - AXA IM Kolumne
22.03.2019 - DAX: Korrektur weitet sich aus - UBS Kolumne
22.03.2019 - Gold: Erholung in Form einer bearishen Flagge - UBS Kolumne
22.03.2019 - Börse in Südkorea erholt sich nach schwächerem Jahresstart - Commerzbank Kolumne
22.03.2019 - DAX: Brexit, Brexit, Brexit - „Kaugummi“ zieht sich - Donner & Reuschel Kolumne
21.03.2019 - USA: Fed setzt Zinspause fort bis sich der konjunkturelle Nebel gelichtet hat - Nord LB Kolumne
21.03.2019 - Fed: Zinserhöhungen sind 2019 vom Tisch - VP Bank Kolumne
21.03.2019 - Commerzbank Aktie: Pullback oder Trendwende? - UBS Kolumne
21.03.2019 - DAX: Aufwärtstrend bekommt Gegenwind - UBS Kolumne

All Right Reserved by minimalthemes - ©2018 Stoffels & Barck GbR