Nanogate: „An der Schwelle zur nächsten Entwicklungsstufe“

Nanogate-Chef Ralf Zastrau im Interview mit der 4investors-Redaktion. Bild und Copyright: Nanogate.

Nanogate-Chef Ralf Zastrau im Interview mit der 4investors-Redaktion. Bild und Copyright: Nanogate.

Nachricht vom 11.12.2018 11.12.2018 (www.4investors.de) - Nanogate richtet den Gesamtkonzern neu aus. Das Zukunftsprogramm NXI soll Wachstum auf 500 Millionen Euro Umsatz und 75 Millionen Euro EBITDA ermöglichen. Im Gespräch mit der Redaktion von www.4investors.de erläutert Nanogate-Chef Ralf Zastrau die ersten Schritte und erklärt, warum dabei ein besonderer Fokus auf dem Industriegeschäft liegt. Die internationale Expansion ist in dem Interview ebenso Thema wie die jüngsten Millionen-Aufträge und die weitere M&A-Strategie. „Der Kurs stimmt“, ist CEO Zastrau überzeugt.


www.4investors.de: Nanogate hat eine Neuausrichtung des Gesamtkonzerns angekündigt. Warum ist dieser Schritt nötig?

Zastrau:
Jetzt steht der Konzern an der Schwelle zur nächsten Stufe seiner Entwicklung, nachdem sich Nanogate in den vergangenen Jahren außerordentlich gut entwickelt hat. Für die nächste Phase sind umfassende Transformation, zentrale Führungsstrukturen, operative Exzellenz, organisches Wachstum sowie die internationale Umsetzung unserer Technologien gefragt. Damit möchten wir den Umsatz bis 2025 auf mehr als 500 Millionen Euro erhöhen. Parallel soll das operative Ergebnis schneller steigen, so dass das EBITDA mindestens auf 75 Millionen Euro zulegen soll.

www.4investors.de: Was sind die ersten Schritte im Rahmen der Umsetzung Ihres Zukunftsprogramms NXI?

Zastrau:
Zu den ersten Maßnahmen zählt, dass wir ab Januar 2019 unsere drei Standorte in Nordrhein-Westfalen unter einer Geschäftsführung zusammenfassen. Parallel werden wir uns standortunabhängig, zielgerichtet branchenbezogen und international vernetzt aufstellen. Vertrieb und Produktion steuern künftig zentral, um Synergien zu heben und vorhandene Kapazitäten bestmöglich auszulasten. Zudem kommen zahlreiche weitere Projekte hinzu, um die Unternehmensgruppe noch besser zu führen. So werden beispielsweise Bereiche wie Finance und Controlling ausgebaut sowie Beschaffungs- und Einkaufsprozesse zentralisiert.

www.4investors.de: Warum legen Sie im Rahmen von NXI einen besonderen Fokus auf das Industriegeschäft?

Zastrau:
Wir sehen hier ein margenstarkes Geschäft und wollen mit neuen Anwendungen wie im Bereich N-Metals deutlich zulegen. Der größte Auftrag unserer Firmengeschichte mit einem Volumen von bis zu 100 Millionen US-Dollar eines international führenden Haushaltsgeräteherstellers aus den USA bestätigt unseren Kurs.

www.4investors.de: Noch stärker als den Umsatz möchten Sie in den kommenden Jahren den operativen Gewinn steigern. Ist die mittelfristig angepeilte EBITDA-Marge von 15 Prozent allein mit Skaleneffekten erreichbar?

Zastrau:
Wir setzen auf mehrere Hebel, um die operative Marge zu steigern. Natürlich möchten wir die Effizienz und Produktivität steigern, Strukturen verschlanken und damit ebenso Skaleneffekte sowie vorhandene Synergien heben. Nanogate hat in den vergangenen Jahren eine Unternehmensgröße erreicht, in welcher wir durch unsere Exzellenzinitiative erhebliche Ertragspotenziale erschließen können. Zusätzliches Potenzial sehen wir zugleich in neuen und profitableren Aufträgen. Wir führen aktuell zahlreiche Gespräche über zusätzliche Projekte, die uns mehr Marge bringen können. Dafür werden wir auch vorhandene Kapazitäten verlagern oder uns von renditeschwachen Aufträgen trennen.

www.4investors.de: Welchen Anteil wird weiteres anorganisches Wachstum im Rahmen des Programms NXI einnehmen?

Zastrau:
Unser Fokus liegt kurz- und mittelfristig auf organischem Wachstum. Mit unserem Technologie- und Anwendungsportfolio sehen wir uns gut positioniert. Aktuell sind daher keine größeren M&A-Projekte geplant. Nach den Akquisitionen verfügen wir über die notwendigen Standorte und Kompetenzen. Nanogate deckt jetzt die Wertschöpfungskette gut ab. Lediglich kleinere Übernahmen und Beteiligungen, die unser Technologieportfolio ergänzen können, prüfen wir aktuell noch selektiv.

www.4investors.de: Wie international wollen Sie Nanogate aufstellen? Welche Märkte haben Sie dabei besonders im Visier?

Zastrau:
Nanogate erzielt schon heute mehr als 60 Prozent seines Umsatzes außerhalb Deutschlands. Wichtigster Auslandsmarkt sind die USA, aber auch nach Asien liefern wir schon Produkte mit einem Wert im zweistelligen Millionenbereich. Der Kurs stimmt also! Im Industriegeschäft sehen wir gerade in den USA erhebliche Chancen, wie der erwähnte 100-Millionen-Dollar-Auftrag zeigt. Darüber hinaus möchten wir deutlich stärker in Asien Fuß fassen.

www.4investors.de: Nanogate hat in den vergangenen Wochen viele Aufträge gemeldet. Wann rechnen Sie mit den nächsten neuen Projekten?

Zastrau:
In der Tat haben wir zuletzt einige Millionen-Aufträge gewonnen. Sie bestätigen unseren Kurs – ebenso die zahlreichen Gesprächen, die wir aktuell über mögliche neue Projekte führen. Zudem haben wir unsere Technologieplattform N-Metals Design um weitere Anwendungen zur Metallisierung von Kunststoffen erweitert und damit komplettiert. Die verfügbaren Kunststoffveredelungen eignen sich ebenfalls zur Gestaltung von Aluminium-, Kupfer- und weiteren Oberflächen. Unsere Kunststoffsysteme bieten neue Designoptionen, zusätzliche Funktionen, ermöglichen die Kompatibilität mit moderner Elektronik, sind umweltfreundlich und sehr wirtschaftlich. Neben Chrom- und Edelstahloptiken verfügen wir nun über eine komplette Produktfamilie und können viele weitere Metalle auf innovativen Kunststoffsystemen nachbilden.

www.4investors.de: Mit welchen Erwartungen blicken Sie auf 2019? Werden die jüngst gemeldeten Großaufträge schon im kommenden Jahr Wachstumsimpulse liefern?

Zastrau:
Die neuen Großprojekte starten teilweise schon im nächsten Jahr. Aber richtig zum Tragen kommen sie erst 2020, wenn die Produktion eingeschwungen ist. 2019 wird von Produktionsanläufen sowie Vorbereitungen für 2020 geprägt sein. (Autor: Redaktion 4investors  Redaktion 4investors auf Twitter )




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