Infineon Aktie: Sturz an wichtige Marke - Übernahme - Chartanalyse

12.11.2018, 10:50 Uhr - Autor: Michael Barck  Michael Barck auf Twitter  | 4nvestors auf: Twitter | Google News | Facebook

Bild und Copyright: Infineon.

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Dividende hoch und Aktienkurs runter - bei der Infineon Aktie geht es im Handel am Montagvormittag sehr schwankungsstark zu. Zunächst konnte Infineons Aktienkurs vom gestrigen XETRA-Schlusskurs bei 18,19 Euro auf 19,01 Euro klettern. Zuvor hatte der Chipkonzern Quartalszahlen vorgelegt. Doch knapp unter dem oberen Ende des Bollinger-Bands (19,19 Euro) und dem markanten Tageshoch vom 2. November bei 19,175 Euro dreht die Infineon Aktie nach unten ab. Es folgen deutliche Verluste für den DAX-Titel. Bisher ist das Tagestief bei 17,28 Euro notiert, aktuell liegt Infineons Aktienkurs bei 17,41 Euro und verliert mehr als 4 Prozent an Wert.

Der Kurs stürzt damit heute an eine wichtigere Tradingunterstützung im Chart der Infineon Aktie. Die Zone erstreckt sich oberhalb von 17,29 Euro. Ein minimaler Break um einen Cent hierunter entwickelte bisher keine Verkaufssignal-Relevanz. Ein stabiler Rutsch unter 17,28/17,29 Euro könnte Supports zwischen 16,48 Euro und dem Jahrestief 2018 bei 15,755 Euro ins Visier bringen.

An der Börse scheint man einige Schwächen in Infineons Zahlenwerk ausgemacht zu haben, so vor allem im wichtigen Automotive-Geschäft des Chipkonzerns. Auch die Übernahme eines Startups für 124 Millionen Euro wird kritisch gesehen: Von einem Venture-Capital-Investor kaufen die Süddeutschen die Dresdner Siltectra. Bei dem Zukauf hat es Infineon vor allem auf die Technologie der Dresdner zur Bearbeitung von Kristallen abgesehen, mit der man in der Siliziumkarbid-Sparte die Chipausbeute pro Wafer deutlich verbessern will. Kristalline Materialen können so laut Infineon im Vergleich zur üblichen Sägetechnik mit minimalen Materialverlusten gesplittet werden. Infineon erwartet binnen fünf Jahren Anwendungen im industriellen Maßstab. „Die höhere Verfügbarkeit von SiC-Wafern dank der Cold Split-Technologie wird das Hochfahren unserer SiC-Produkte gerade mit Blick auf den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien und den zunehmenden Einsatz von SiC im Antriebsstrang von Elektrofahrzeugen deutlich erleichtern”, sagt Infineon-Chef Reinhard Ploss zur Übernahme.

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