Abacus Medicine: Vorerst kein Börsengang

31.10.2018, 17:39 Uhr - Autor: Michael Barck  Michael Barck auf Twitter  | 4nvestors auf: Twitter | Google News | Facebook

Der geplante Börsengang von Abacus Medicine fällt vorerst den Unsicherheiten am Markt zum Opfer. Man habe gemeinsam mit dem Großaktionär aufgrund der Unsicherheiten beschlossen, den Börsengang zu verschieben, teilt das dänische Unternehmen am späten Mittwochnachmittag mit. „Angesichts der aktuellen Volatilität an den Märkten glauben wir, dass es weder im besten Interesse von Abacus Medicine noch von seinen Aktionären wäre, den Börsengang zum jetzigen Zeitpunkt umzusetzen”, sagt Flemming Wagner, Vorstandsvorsitzender und Mitbegründer von Abacus Medicine.

Der Pharmakonzern hatte geplant, seine Aktien noch im laufenden Jahr an den Prime Standard der Frankfurter Börse zu bringen. Mittels Kapitalerhöhung sollen beim Börsengang rund 40 Millionen Euro ins Unternehmen geholt werden Auch wollen Altaktionäre Aktien abgeben. Der Streubesitz soll nach dem IPO bei rund 50 Prozent liegen.

„Die zugrundeliegenden Treiber unseres Geschäfts sind weiterhin intakt. Abacus Medicine ist für kontinuierliches Wachstum dank seiner einzigartigen Produkt- und Multi-Markt-Strategie sowie den ausgeprägten Stärken in Lizenzierung und Datenanalyse gut aufgestellt”, so Wagner. Gegründet wurde die Gesellschaft 2004. 2017 lag der Umsatz bei 253,1 Millionen Euro, das bereinigte EBITDA kam auf 9,9 Millionen Euro. Das ergibt eine bereinigte Marge von 3,9 Prozent. Im ersten Halbjahr 2018 steigt der Umsatz um 42 Prozent auf 161,2 Millionen Euro an. Für das Gesamtjahr gehen die Dänen von einem Umsatzplus zwischen 25 Prozent und 35 Prozent aus. Die EBITDA-Marge soll zwischen 3,4 Prozent und 3,9 Prozent liegen.