Bayer Aktie: Verzockt - das sieht böse aus - Chartanalyse

Bild und Copyright: Bayer.

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23.10.2018 08:52 Uhr - Autor: Michael Barck  Michael Barck auf Twitter  | 4investors auf: Twitter | Google News | Facebook

An der Börse haben sich einige mit der Bayer Aktie wohl verzockt: Zuletzt gab es Spekulationen, dass das horrende Schadenersatzurteil in den USA gegen Bayers Monsanto aufgehoben und der Fall neu verhandelt wird. 289 Millionen Dollar hatte ein Geschworenengericht einer Person zugesprochen, die wegen Glyphosat an Krebs erkrankt sein soll. Dass der Schadenersatz in der Berufungsinstanz auf knapp 79 Millionen Dollar gesenkt wurde und Bayer erneut Berufung einlegen will, verhindert am Dienstagmorgen den Kurssturz der Bayer Aktie nicht. Aktuelle Indikationen für den DAX-Titel notieren bei 71,85/72,14 Euro. Gestern hatte Bayers Aktienkurs den XETRA-Handel mit 76,54 Euro und 1,35 Prozent Tagesminus beendet.

Mit dem sich anbahnenden Kurssturz kommt bei der Bayer Aktie wieder eine starke Unterstützungszone in die Nähe des Geschehens. Schon in einer ersten „Monsanto-Baissewelle” war der Aktienkurs des Leverkusener Unternehmens auf bis zu 69,40 Euro nach unten gerauscht. Bei 69,40/69,94 Euro hatte sich Bayers Aktienkurs dann aber stabilisieren können. Zwischensupports bei 73,41/73,73 Euro wurden auf Basis der aktuellen Indikationen unterschritten, weitere Zwischensupports bei 71,66/72,34 Euro stehen unter Druck.

Dies alles trifft auf eine intakte charttechnische übergeordnete Baissebewegung bei der Bayer Aktie. Weitere übergeordnete Verkaufssignale für den DAX-Titel könnten daher nochmalig für massive Kursverluste sorgen, insbesondere wenn um 67,55/68,08 Euro bestätigende charttechnische Verkaufssignale generiert werden.

Bayer: Blaues Auge wegen Glyphosat

Bayers Glyphosat-Problem hat sich zwar deutlich verkleinert, aber mit einem neuen Gerichtsentscheid in den USA nicht erledigt: Vom zuständigen Berufungsgericht wurde ein Schadenersatzurteil bestätigt - dieses hatte Monsanto verpflichtet, an einen an Krebs erkrankten Kläger 289 Millionen Dollar zu zahlen. Diese Summe wurde durch das Berufungsgericht nun auf knapp 79 Millionen Dollar reduziert. Allerdings wurde der Antrag der Unternehmen zurückgewiesen, den Fall komplett neu aufzurollen. Zuletzt gab es an der Börse bereits Spekulationen, dass das Urteil aufgehoben und der Fall neu verhandelt werde. Auf Monsanto/Bayer warten wegen Glyphosat noch viele weitere Klagen. Experten gehen davon aus, dass die Zahl der Klagen mit dem neuen Urteil weiter steigen dürfte. Derweil kam die Bayer Aktie gestern unter Druck. Auf XETRA-Schlusskursbasis verlor der Titel 1,35 Prozent an Wert auf 76,54 Euro. Der Verlust ist also überschaubar und das gilt auch in ... Bayer News weiterlesen!

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