Gegenbewegung an den europäischen Aktienmärkten läuft - Commerzbank Kolumne

Exklusive Aktien-News per Mail:
  Anmelden Abmelden -
Wir speichern ihre Mailadresse ausschließlich zum Versand des Newsletters und geben diese nicht weiter! Sie können den Newsletter jederzeit abbestellen. Bitte beachten Sie unsere Datenschutzerklärung

Nachricht vom 11.09.2018 11.09.2018 (www.4investors.de) - Nach der schwachen Entwicklung der europäischen Märkte in diesem Jahr hat sich Potenzial für eine Gegenbewegung aufgebaut. Neben soliden konjunkturellen Daten für den Euroraum dienen auch die jüngsten Statements der italienischen Regierung als Katalysator für eine Erholung. Sollten sich die jüngsten deutlich moderaten Töne aus der Regierung bestätigen und die anstehende Haushaltplanung in Italien die bisherigen Befürchtungen des Marktes nicht wahr werden lassen, besteht weiteres kurzfristiges Erholungspotenzial für den italienischen Markt, und damit auch für die breiten europäischen Indizes.

Anleihen


Großbritannien: Arbeitsmarkt (Juli/Aug), 10:30 Uhr
Deutschland: ZEW-Index (Sep.), 11:00 Uhr
USA: NFIB Stimmung kl. Unternehm. (Aug), 12:00 Uhr

Die US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag wirkten gestern noch nach. Sie fielen mit 204.000 neu geschaffenen Stellen im August besser als erwartet aus. Zudem stiegen die Stundenlöhne überraschend kräftig an. Die US-Notenbank wird in ihrer Sitzung am 26. September die Zinsen deshalb wohl erneut um 0,25% anheben. Erstklassige Staatsanleihen kamen zum Wochenauftakt deutlich unter Druck. Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen legte um 3 Bp. auf 0,41% zu. Zweitklassige Staatsanleihen erzielten dagegen Kursgewinne, da die Risikofreude der Anleger gestern trotz der Verschärfung des Handelskonflikts zwischen den USA und China insgesamt anstieg. Am meisten engten sich dabei die Spreads von griechischen gefolgt von italienischen Staatsanleihen zu Bundesanleihen ein. Die griechische Regierung plant umfassende Maßnahmen, um die Bürger zu entlasten. Insgesamt habe man laut Regierungschef Tsipras dafür bis 2022 einen Spielraum von 3,5 Mrd. Euro. In Italien sorgte der Finanzminister Giovanni Tria für Zuversicht. Er betonte beim EU-Finanzministertreffen, dass seine Regierung entschlossen sei, eine Verbesserung des Struktursaldos zu erreichen. Für den Haushalt sei eine rückläufige Schuldenquote vorgesehen. In der letzten Woche betonte der stellvertretende italienische Premierminister Salvini mehrmals, dass er eine Einhaltung der EU-Defizitgrenzen anstrebe. Gestern wertete sich das britische Pfund merklich auf. EU-Chefunterhändler Michael Barnier sagte, dass er eine Einigung bei den Brexit-Gesprächen innerhalb von 8 Wochen für realistisch und möglich halte. Eine Vereinbarung müsse bis Anfang November abgeschlossen sein. Es seien aber noch viele Fragen, wie die der Handhabung der irischen Grenze, offen.

Aktien


Heute keine relevanten Unternehmenstermine

Trotz schwacher Vorgaben aus Asien hielten sich die europäischen Aktienmärkte sich den Handelstag weitgehend in der Gewinnzone. Richtiger Optimismus wollte aber trotz einer leichten Entspannung in der Krise der Schwellenlandwährungen nicht aufkommen. Beruhigend waren weiter beschwichtigende Stimmen aus Italien hinsichtlich der Defizitbehandlung, was den italienischen Banken und anderen in Südeuropa stärker engagierten Banken Rückenwind verlieh. Der DAX gewann am Ende 0,2%, schloss aber knapp unter der Marke von 12.000. Tagesgewinner waren Commerzbank (+2,3%) sowie RWE (+2,0%) und E.On (+1,9%), während sich Bayer (-1,4%) und BASF (-0,8%) am Ende einfanden. Volatil bleibt der Verlauf von DAX-Newcomer Wirecard (-3,2%), die nach gutem Start in der Folge deutlich abfielen. Etwas kräftiger legte der EuroStoxx 50 mit 0,5% zu, der von der erneut spürbaren Erholung der Finanzwerte profitierte. Auch Versorger lagen im Vorderfeld. Intesa Sanpaolo stiegen um 4,5%, ENEL um 3,6% und Engie um 2,0%. Wenig los war an den amerikanischen Börsen. Der Dow Jones gab 0,2% ab, S&P 500 und die Nasdaq legten um 0,2% bzw. 0,3% zu. Unter den Dow-Titeln waren Nike und HomeDepot mit Zugewinnen über 2% die Tagessieger. Die Technologietitel beendeten zwar ihre viertägige Verlustserie, doch war der Trend uneinheitlich: Microsoft legte 1,1% zu, während Apple (-2,3%) verlor. Am Ende der Dow-Titel lagen nach Analystenherabstufung UnitedHealth (-3,2%). Die asiatischen Börsen zeigen sich heute uneinheitlich. Zu-wächsen in Japan (Topix +0,7%) stehen leichte Verluste an den chinesischen Handelsplätzen gegenüber. Für die europäischen Märkte stehen damit die Zeichen heute für eine weitere Erholung bzw. Stabilisierung. (Redakteur: Externer Kolumnist)

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne der Commerzbank. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

Das könnte Sie auch interessieren
Aktueller Kurs, weitere News und interaktive Chart-Tools für: DAX - Aktienindex - hier klicken!!
Alle wichtigen Termine auf einen Blick - der 4investors Finanzkalender
Soziale Netzwerke: 4investors auf: Twitter | Google News | Facebook | Google+




Weitere Nachrichten aus der 4investors-Redaktion

19.11.2018 - Steinhoff International: Das sind wichtige Nachrichten!
19.11.2018 - Medios: Keine Aktienplatzierung - zumindest vorerst
19.11.2018 - DCI erwartet eine Millionen Euro Gewinn aus Konzernumbau
19.11.2018 - Godewind Immobilien meldet Übernahme in Hamburg
19.11.2018 - 1&1 Drillisch Aktie: Unterwegs Richtung Kaufsignal
19.11.2018 - Wirecard Aktie: Das gibt kein gutes Bild ab
19.11.2018 - Steinhoff Aktie schießt nach oben - was steckt dahinter?
19.11.2018 - RIB Software meldet US-Auftrag aus der Energiebranche
19.11.2018 - Deutsche Bank: Milliardenofferte für Anleihe-Inhaber
19.11.2018 - MBB: Aumann & Co. bringen Wachstumsimpulse


Chartanalysen

19.11.2018 - 1&1 Drillisch Aktie: Unterwegs Richtung Kaufsignal
19.11.2018 - Wirecard Aktie: Das gibt kein gutes Bild ab
19.11.2018 - Commerzbank Aktie: Ein wichtiges Signal
19.11.2018 - Geely Aktie: Macht es das Papier der BYD Aktie nach?
19.11.2018 - BYD Aktie: Achtung, hier tut sich etwas!
19.11.2018 - Mutares Aktie: Insider kaufen weiter - neuer Erholungsschub?
16.11.2018 - Deutsche Bank Aktie: Nächster Versuch, den Trend zu wenden
16.11.2018 - Voltabox Aktie: Das war ganz knapp!
16.11.2018 - Evotec Aktie: Nimmt dieses Drama endlich ein Ende?
15.11.2018 - Daimler Aktie: Hält wenigstens diese Barriere?


Analystenschätzungen

19.11.2018 - Volkswagen Aktie: Diverse Kaufempfehlungen treiben Aktienkurs
19.11.2018 - Deutsche Bank Aktie: Analyse sieht kleineres Kurspotenzial - Chart als Schlüsselfaktor
19.11.2018 - Wirecard Aktie bricht ein - Analysten halten dagegen und erwarten hohes Potenzial
19.11.2018 - Bilfinger: Situation trübt sich ein
19.11.2018 - Aumann: Das Problem der Branche
19.11.2018 - Matador Partners Group: Coverage wird aufgenommen
19.11.2018 - Morphosys: Kampf um die Dreistelligkeit
19.11.2018 - Zooplus: Gewisse Fortschritte
19.11.2018 - Freenet: Minus war übertrieben
19.11.2018 - Aurubis: Einigung in der Branche


Kolumnen

19.11.2018 - Facebook Aktie: Abwärtstrend setzt sich fort - UBS Kolumne
19.11.2018 - DAX: Die Lage spitzt sich zu - UBS Kolumne
16.11.2018 - Favoritenwechsel am Aktienmarkt - Weberbank-Kolumne
16.11.2018 - Darum sollten Unternehmen auf ältere Arbeitnehmer setzen - AXA IM Kolumne
16.11.2018 - EUR/USD: Mittelfristiger Aufwärtstrend in Gefahr - UBS Kolumne
16.11.2018 - DAX: Bullen müssen jetzt aktiv werden - UBS Kolumne
16.11.2018 - Alles Black oder was? - Commerzbank Kolumne
16.11.2018 - Misstrauensvotum, Brexit & Kleiner Verfall - Donner + Reuschel Kolumne
15.11.2018 - USA: Konsumenten als Fels in der Brandung erleben schönen Indian Summer - Nord LB Kolumne
15.11.2018 - „Die Preisspanne für Öl liegt in den kommenden Monaten bei 65 bis 85 US-Dollar“ - Vontobel-Kolumne
Exklusive Aktien-News per Mail:
  Anmelden Abmelden -
Wir speichern ihre Mailadresse ausschließlich zum Versand des Newsletters und geben diese nicht weiter! Sie können den Newsletter jederzeit abbestellen. Bitte beachten Sie unsere Datenschutzerklärung

All Right Reserved by minimalthemes - ©2018 Stoffels & Barck GbR