Wissen ist Macht - auch beim Trading - capital.com Kolumne

Ivan Gowan, CEO von capital.com. Bild und Copyright: capital.com

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Nachricht vom 30.08.2018 30.08.2018 (www.4investors.de) - Die Digitalisierung ist das vorherrschende Thema der heutigen Gesellschaft. Auch der Finanzsektor ist eine der Branchen, der durch den Einsatz modernster Technologien in den letzten Jahren große Veränderungen erfahren hat. Zum Teil wurde dieser Wandel von jungen und agilen Fintech-Unternehmen durch die Einführung von neuen, innovativen Methoden in den Finanzsektor vorangetrieben.

Nach einer Studie der Unternehmensberatung PwC befürchten 88 Prozent der Finanzinstitutionen weltweit Umsatzeinbußen aufgrund der Angebote von Fintechs. Um dem Risiko vorzubeugen, von jungen Unternehmern im Rahmen der digitalen Transformation abgehängt zu werden, setzen viele Konzerne auf dem Finanzmarkt auf die Kooperation mit Fintechs. 82 Prozent der von PwC befragten Institutionen gaben an, dass sie in den nächsten fünf Jahren voraussichtlich verstärkt Partnerschaften mit Fintechs eingehen werden. Der Einfluss der Fintechs auf die Branche wird daher exponentiell zunehmen und die Art und Weise, wie Finanzdienstleistungen angeboten werden, grundlegend verändern.

Ein interessanter Bereich innerhalb des Finanzsektors, den Fintechs bereits hochgradig verändert haben, ist das Trading. Wenn Investoren vor zwanzig Jahren mit dem aktiven Trading beginnen wollten, mussten sie die Dienste eines Full-Service-Brokers in Anspruch nehmen. Dieser bot dann die notwendige Beratungsleistung an und sorgte für den Abschluss der dezidierten Investition.

Fintechs als Disruptoren


Durch die Fintech-Revolution haben sich diese Umstände geändert. Eine Vielzahl von Trading-Plattformen haben den Markt mit verbraucherorientierten Services umgekrempelt. Diese Entwicklung betrifft den gesamten Finanzsektor. Moderne Anbieter setzen auf richtungsweisendes maschinelles Lernen für die Datenanalyse. So können sie ihren Kunden zielgerichtete und auf sie abgestimmte Informationen zur ganzheitlichen Unterstützung ihres Tradingverhaltens zur Verfügung stellen.

Heutige Anleger können über intuitive mobile Apps vom Wohnzimmer aus oder im Zug auf Tradingplattformen und Dienstleistungen zugreifen. Im Sinne eines von einem Broker unabhängigen Tradings müssen sie jedoch über die damit einhergehenden Risiken besser aufgeklärt werden, um ein optimiertes Verständnis des Finanzsektors zu entwickeln. Beispielsweise sind Tradingplattformen dazu angehalten, ihre Kunden dabei zu unterstützen, ihr Risiko bestmöglich zu steuern sowie ihre Fähigkeit im Umgang mit Verlusten und auftretenden Hindernissen zu schulen. Hier setzen viele Anbieter auf Weiterbildungsangebote, um insbesondere noch unerfahrenen Tradern das Marktgeschehen näher zu bringen. Darauf aufbauend sollen sie in die Lage versetzt werden, valide und erfolgsversprechende Entscheidungen zu treffen.

Ein solches Angebot richtet sich vielfach nicht ausschließlich an Trader, sondern auch an Nutzer, die ihr Wissen um den Finanzmarkt vertiefen wollen. Unabhängig von dem Ziel des erfolgreichen Tradings ist eine profunde finanzmarktbezogene Allgemeinbildung für jeden sehr wichtig. Fintechs sollten diesem Umstand bei der Entwicklung ihrer Plattformen sowie ihres Angebots von Dienstleistungen erhöhte Aufmerksamkeit widmen.

Bildung und Gamification


Das Angebot von Bildungseinheiten sehen Fintechs als zentralen Erfolgsschlüssel, um Verbrauchern Trading leichter und zugänglicher zu machen. In der Regel können Nutzer bei modernen Anbietern auf vielfältige Bildungsangebote mithilfe einer mobilen App zugreifen. Darüber hinaus bieten kundenorientierte Dienstleister ein umfassendes Angebot an Einführungskursen zu verschiedenen Themen beispielsweise über den Finanzmarkt und Finanzinstrumente. Auch Schulungseinheiten über das mit dem Trading einhergehende Risiko dürfen unter keinen Umständen fehlen. Um Anwendern die zu vermittelnde Expertise so zugänglich wie möglich zu machen, empfiehlt sich der Einsatz von Gamification. Hierbei wird ein spielerischer Ansatz für die Vermittlung von Bildungsinhalten gewählt: Interaktive Kurse, Quizze und unterhaltsame Artikel haben sich als Mittel der Wahl zur Weitergabe der besten Investitionspraktiken bewährt.

Um Nutzer in ihrem jeweiligen Trading-Status bestmöglich zu unterstützen, müssen die Bildungsangebote auf die individuelle Erfahrung abgestimmt sein. Nur so vermeiden Anbieter mögliches Desinteresse auf Verbraucherseite und können ein positives Kundenerlebnis schaffen. Insbesondere im Hinblick auf finanzielle Belange macht die Erkenntnis über wichtige Entwicklungen auf den Finanzmärkten und die kontinuierliche Weiterbildung den entscheidenden Unterschied bei einem erfolgreichen Investment. (Autor: Kolumnist  Kolumnist auf Twitter )

Disclaimer: Der Text ist eine Kolumne von Ivan Gowan, CEO von capital.com. Der Inhalt der Kolumne wird von 4investors nicht verantwortet und muss daher nicht zwingend mit der Meinung der 4investors-Redaktion übereinstimmen. Jegliche Haftung und Ansprüche werden daher von 4investors ausdrücklich ausgeschlossen!

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