Steinhoff Aktie: Jetzt muss das Management liefern!

Die kika/Leiner-Gruppe wird von Steinhoff verkauft - welche Tochter ist die Nächste, von der sich der Konzern trennen muss? Bild und Copyright: Steinhoff International.

Die kika/Leiner-Gruppe wird von Steinhoff verkauft - welche Tochter ist die Nächste, von der sich der Konzern trennen muss? Bild und Copyright: Steinhoff International.

Nachricht vom 02.08.2018 02.08.2018 (www.4investors.de) - Einige Tage Ruhe bei der Steinhoff Aktie haben an der Börse die zuletzt hohe Volatilität etwas verflachen lassen. Dennoch bleibt das Papier weiterhin vergleichsweise schwankungsfreudig. Gestern schwankte der Steinhoff Aktienkurs zwischen 0,156 Euro und 0,168 Euro. Charttechnisch gab es damit keine wesentlichen Neuigkeiten. Das Papier prallte am kleinen Hindernis bei 0,165/0,168 Euro nach unten ab und kam damit nicht entscheidend in Richtung einer kurzfristig wichtigeren Hürde voran. Mit 0,1609 Euro und 3,19 Prozent Kursverlust ging es für die Steinhoff Aktie schließlich gestern aus dem Handel. Heute Morgen werden zur frühen Stunde Indikationen um 0,161/0,163 Euro notiert.

An der Börse dürfte man auf neue Impulse aus dem niederländisch-südafrikanischen Konzern mit deutschen Wurzeln warten. Nachdem Steinhoff International die Gläubiger zu einem Stillhalteabkommen und einer Verlängerung der Laufzeit milliardenschwerer Schulden bis ins Jahr 2021 bewegen konnte, wir berichteten, müssen nun Sanierungspläne implementiert und vor allem die Sanierung auch angegangen werden.

Details dazu sind offen. Das Sammelsurium von Tochtergesellschaften wird wohl ausgedünnt werden müssen, um Schulden zu senken, auf die Steinhoff International mittlerweile hohe Zinsen zahlen muss. Hinzu kommen Problemkinder im Portfolio - das gilt vor allem für den US-Konzern Mattress Firm, der hoch defizitär ist. Geld fehlte Steinhoff zuletzt schon bei der kika/Leiner-Gruppe, um dringend nötige Restrukturierungen zu finanzieren. Nachdem kika/Leiner verkauft wird, bleibt abzuwarten, was mit Mattress Firm und anderen Tochtergesellschaften wird und ob weiteres Eigenkapital vernichtet wird.

Sanierung von Steinhoff International wird lange dauern


Der Prozess dürfte sich über Jahre hinziehen. Angesichts der Unsicherheit über die Ausgestaltung des Sanierungsplans ist zurzeit auch kaum abschätzbar, ob die „neue” Steinhoff International demnächst genügend Geld verdienen wird, um Schulden zu tilgen, hohe Zinsen zu zahlen und auch noch genügend Cashflow für Investitionen und irgendwann auch einmal wieder Ausschüttungen an die gebeutelten Aktionäre vornehmen kann. Solange essentielle Fragen zu Steinhoff International aber offen sind, sind Überraschungen nicht auszuschließen. Die Unsicherheit lähmte zuletzt Potenziale nach oben. Von den 0,58 Euro Buchwert, die - obwohl wahrscheinlich durch die letzten Entwicklungen überholt - zuletzt vielfach als mögliches Ziel einer Erholung angesehen wurden, blieb Steinhoffs Aktienkurs mit einem Erholungshoch bei 0,247 Euro weit entfernt.

Charttechnisch bleiben die Signalmarken wie zuletzt skizziert. Ein stabiler Anstieg der Steinhoff Aktie über 0,177/0,180 Euro wäre ein möglicher bullisher Impuls für das Papier. Um 0,197/0,202 Euro und um 0,219/0,225 Euro wären dann unterhalb des jüngsten Erholungshochs weitere charttechnische Hindernisse vorhanden. Auf dem Weg dorthin liegt ein Zwischenhindernis um 0,165/0,168 Euro. Nach unten hin ist die Marke bei 0,148/0,152 Euro eine erste Unterstützung. Neue Verkaufssignale an dieser Stelle könnten die Steinhoff Aktie dann schnell in Richtung 0,135 Euro und 0,123/0,127 Euro fallen lassen. (Redakteur: Michael Barck)

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