Baumot Aktie: Hier knallt es kräftig - Chartanalyse

04.07.2018, 10:56 Uhr - Autor: Michael Barck  Michael Barck auf Twitter  | 4nvestors auf: Twitter | Google News | Facebook

Bild und Copyright: solarseven / shutterstock.com.

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Ein starkes Verkaufssignal zwingt heute die Baumot Aktie kräftig in die Knie. Konnte der Aktienkurs des Unternehmens am Vortag noch einen Unterstützungsbereich um 2,38/2,43 Euro knapp halten, so bricht der Damm heute. Die Folge: Ein Kursabsturz auf 1,75 Euro, hier liegt das bisherige Tagestief. Aktuell notiert die Baumot Aktie bei 1,882 Euro mit mehr als 23 Prozent im Minus. Der Absturz wird von sehr hohen Umsätzen begleitet.

Mit den Verkaufssignalen im Rücken könnte die Baumot Aktie ihre Abwärtsbewegung aus charttechnischer Sicht sogar noch weiter ausbauen. Erst um und unterhalb von 1,54/1,62 Euro zeigen sich stärkere Supportmarken für das Papier. Im Falle einer Kurserholung könnte die Zone um die 2-Euro-Marke ein erster Widerstand sein.

Tags zuvor hatte die Baumot Group schwache Zahlen für das Jahr 2017 vorgelegt. Der Konzern selbst hat 2017 als ein „Übergangsjahr” bezeichnet. „Als Reaktion auf das stark negative Ergebnis wollen wir mit der Straffung unserer Strukturen gegensteuern. Mit bisher eingegangenen Bestellungen im oberen einstelligen Millionen-Euro-Bereich sehen wir uns im Gesamtjahr 2018 aktuell aber solide aufgestellt”, sagt Unternehmenschef Marcus Hausser.

Für 2017 weist Baumot einen Umsatz von 9,8 Millionen Euro aus nach 38,3 Millionen Euro im Jahr zuvor - Hintergrund ist vor allem die Entkonsolidierung der Kontec-Gruppe. Der Umsatz liegt etwas unter dem unteren Ende von Baumots Umsatzprognose für 2017 von 10 Millionen Euro bis 13 Millionen Euro. Auf EBITDA-Basis hat sich der operative Verlust von 3,6 Millionen Euro auf 6,2 Millionen Euro erhöht. Dazu beigetragen haben Investitionen in Höhe von 2,7 Millionen Euro in das BNOx-System zur Nachrüstung von Diesel-Fahrzeugen sowie in die Marktentwicklung bei Stadtbussen.

Als Reaktion auf die Entwicklung senkt Baumot nun die Kosten und erwartet schon im laufenden Quartal erste Effekte. Das Kostensenkungsprogramm soll Einsparungen zwischen 0,5 Millionen Euro und 1,0 Millionen Euro bringen, kündigt Baumot an. Man erwarte, „dass in den kommenden Monaten eine Verordnung zur Hardware-Nachrüstung von Diesel-Pkw in Deutschland durchgesetzt wird. Die bisherigen Urteile der Verwaltungsgerichte sowie die geplanten und teilweise bereits durchgesetzten Fahrverbote stützen diese Einschätzung”, so Hausser zum laufenden Jahr. In der Prognose seien Potenziale aus der Pkw-Nachrüstung nicht berücksichtigt.

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